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86:93! Starkes Duo reicht nicht gegen Oldenburg

Brose-Boys starten gegen die EWE Baskets furios - 08.05.2019 23:41 Uhr

Tyrese Rice überragte bei Brose einmal mehr. © Sportfoto Zink


Dank eines überragenden Tyrese Rice (33 Punkte - 9/13 Dreier) gelang den Oberfranken gegen die EWE Baskets Oldenburg ein furioser Start (18:3), dieser reichte am Ende aber nicht zum Sieg. Der Tabellenzweite übernahm mit Beginn des zweiten Viertels und holte sich mit 93:86 die zwei Ligapunkte.

"Kampf", "Leidenschaft" und "Hingabe" forderten die Fans aus Bamberg von ihrem Team nach diesem doch sehr enttäuschend verlaufenden Final Four-Wochenende - und genau das sollten sie bekommen. Angeführt von Tyrese Rice, der die Partie gleich im ersten Angriff mit einem erfolgreichen Dreier eröffnete, spielten die Brose-Boys viereinhalb perfekte Minuten, überrannten die Oldenburger und setzten sich blitzschnell auf 18:3 ab.

Bambergs Rhythmus ebbt ab, Oldenburg kämpft sich zurück

Früh in dieser Partie zeigte sich aber auch, dass die Unparteiischen, die bereits in der Anfangsphase je ein unsportliches und technisches Foul gegen Oldenburg verhingen, an diesem Abend eine eher kleinliche Linie fahren wollen. Dadurch sammelten beide Mannschaften schnell ihre Teamfouls, was zu zahlreichen Freiwürfen führte. Diese Tatsache kam zunächst den Oldenburgern zu Gute, die so zu ihrem Rhythmus fanden, während Bamberg auf der anderen Seite - abgesehen von Rice - genau diesen verlor. Dank der 16 Punkte, die Broses "Floor General" in den ersten zehn Minuten auflegte, stand zur Viertelpause immer noch eine zweistellige Führung (29:18), doch die Gäste aus Norddeutschland - allen voran deren Top-Duo Cummings/Mahalbasic - nahm zusehends Fahrt auf.

Im Verlauf des zweiten Viertels schmolz Bambergs Vorsprung Punkt um Punkt zusammen, da den Hausherren ohre Rice auf dem Feld offensiv zu wenig einfiel und man defensiv die Intensität aus der Anfangsphase nicht zu 100 Prozent halten konnte. Bis auf fünf Zähler (35:40) kämpften sich die Huntestädter wieder heran, ehe Karsten Tadda und Will Cummings ihrem Team einen Bärendienst erwiesen, indem sie sich je ein technisches Foul einhandelten. Besonders bitter für Oldenburg: Da Tadda an seiner ehemaligen Wirkungsstätte bereits im ersten Viertel unsportlich foulte, war die Partie für den "Bamberger Jung´" frühzeitig beendet. Die Mannen von Coach Mladen Drijencic ließen sich davon zwar nicht weiter beeindrucken, doch Nikos Zisis nutzte vier zugesprochene Freiwürfe und ebnete den Weg zur knappen Pausenführung (47:44).

Paulding bringt Oldenburg auf Kurs

Nach dem Seitenwechsel setzte sich Bambergs Abwärtstrnd nahtlos weiter fort, während Oldenburg auf der Gegenseite deutlich fokussierter startete. Allen voran EWE-Urgestein Rickey Paulding zog in der Offensive spürbar an und brachte seine Farben mit neun Punkten im dritten Viertel in die Spur. Aber es war nicht nur Paulding, der seine Würfe traf, auch der Rest des Teams zeigte weiterhin seinen hervorragenden Rhythmus, sodass die Partie nicht nur zugunsten der Gäste kippte, diese setzten sich zwischendurch sogar bis auf zehn Zähler (63:53, 26. Min.) ab.

Die Gäste zeigten sich aber auch defensiv stark verbessert und nahmen den in Halbzeit eins überragenden Rice nahezu komplett aus dem Spiel. Wie so oft in dieser Saison musste daher Augustine Rubit die Hauptlast im Angriff übernehmen. Allein im dritten Viertel sammelte Bambergs Power Forward elf Zähler und sorgte im Alleingang dafür, dass seine Mannschaft zumindest auf Tuchfühlung bleiben konnte. Ohne Rice und Rubit auf dem Feld agierte Bambergs Offensive allerdings extren harmlos, was der Tabellenzweite zum Start ins Schlussviertel nutzte, um sich seine bis dato höchste Führung von zwölf Zählern (80:68) zu erarbeiten.

Rice und Rubit fehlt die Unterstützung

Coach Perego beorderte seine effektivsten Scorer natürlich sofort aufs Parkett zurück und Rice brachte seine Farben mit zwei schnellen Dreiern auch prompt wieder in Schlagdistanz (74:80). Die restlichen eingesetzten Akteure aus dem Bamberger Roster waren zwar weiterhin bemüht, ihr Topscorer-Duo zu unterstützen, offenbarten aber weiterhin zu große Abschlussschwächen. So konnte man den abgezockt auftretenden Oldenburgern nicht mehr richtig gefährlich werden und musste am Ende in eine weitere bittere Niederlage (86:93) einwilligen.

Brose Bamberg: Rice (33 Punkte), Rubit (19), Alexander (8), Harris (7), Zisis (6), Stuckey (6), Heckmann (4), Taylor (3), Schmidt, Olinde
EWE Baskets Oldenburg: Cummings (23), Boothe (18), Paulding (15), Massenat (13), Mahalbasic (11), Stojanovski (7), Tadda (3), Keßen (2), Schwethelm (1)

Benjamin Strüh E-Mail

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