Freitag, 06.12.2019

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Ab zum Abschlusstraining! Die Club-Ultras werden konkret

Der Besuch soll dem FCN als Mut- und Muntermacher vor dem Derby dienen - 19.11.2019 15:58 Uhr

Auch in der Nürnberger Nordkurve hofft man auf bessere Zeiten beim Club. © Sportfoto Zink


"Nach der sportlichen Misere der letzten Wochen, ist vielen in der Nordkurve sicherlich die Lust darauf vergangen", beginnt ein offener Brief, der unter anderem auf der Homepage faszination-nordkurve.de veröffentlicht wurde.  "Auch wir stehen deshalb vor der Frage, wie wir in die Partie gehen wollen. Situativ singen? Warten wie das Spiel läuft? Spontan entscheiden? Wir alle wissen jedoch: In Fürth steht zu viel auf dem Spiel." 

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Jens Keller: Der Arbeitstag des neuen Club-Trainers in Bildern

Am Mittwoch ist Jens Keller am Valznerweiher eingetroffen und legte sich am ersten Tag gleich richtig ins Zeug. Gut eine Woche mussten die Fans nach dem Rauswurf des Östereichers Damir Canadi warten bis Sportvorstand Robert Palikuca einen Nachfolger präsentierte. Keller soll der Verein aus der Krise führen. Im Anschluss an seine Vorstellung leitete er direkt seine erste Trainingseinheit.


Konkret sprechen die Fanvertreter dabei von dem Frankenderby, das am 24. November im Sportpark Ronhof steigt (im Live-Ticker auf nordbayern.de). Der 1. FC Nürnberg wird dabei, zumindest tabellarisch gesehen, als Außenseiter in die Nachbarstadt fahren. Während es beim Club seit Wochen kriselt, steht das Kleeblatt auf einem soliden sechsten Rang, hält sogar Anschluss an die Aufstiegsränge. Eine angespannte Situation, auch in der Nürnberger Fanszene. 

"Unser Verein braucht uns"

"Konsequenzen können wir danach immer noch ziehen", schreiben die Vertreter der Nordkurve aber in ihrem Brief. "Wir werden deshalb als Fanszene von der ersten Minute an unterstützen. Geben wir dem neuen Trainer und der Mannschaft (noch) eine Chance! Unser Verein braucht uns."

Auch eben jener neue Traner, Jens Keller, blickt bereits aufs Derby. Das Debüt des 48-Jährigen fällt auf den 24. November, auf das Duell mit der Nachbarstadt, dann wird er erstmals an der Seitenlinie für den Club stehen. "Das ist einfach geil", sagte Keller. "Ich freue mich und finde es gut, dass es gleich zur Sache geht und die Mannschaft fokussiert ist."

Treffpunkt Valznerweiher und ein Marsch

Um die Unterstützung zu untermauern, ruft die Fanszene dazu auf, das Abschlusstraining am Vortag des Derbys zu besuchen. "Nicht um eine Drohkulisse aufzubauen, sondern um ein weiteres Mal in Vorleistung zu gehen", heißt es in der Mitteilung des Nordkurve, "und der Mannschaft den Rücken für die schwere Partie zu stärken." Am Dienstag, fünf Tage vor dem 265. Frankenderby, dem prestigeträchtigen Lokalvergleich mit dem ungeliebten Rivalen aus der Nachbarstadt, werden die Ultras noch genauer und zurren den Fahrplan für das Aufwärmprogramm fest. Am Samstag will man sich um 15 Uhr am Parkplatz des Vereinsgeländes treffen. Ursprünglich hatten die Fanvertreter die Zeit zwischen 13 und 14 Uhr anvisiert. Das eigentlich nicht-öffentliche Training wird dann zumindest für die Ultras öffentlich werden. "Bitte verhaltet euch dort ruhig, damit die Mannschaft das Abschlusstraining ungestört absolvieren kann! Wenn alles so weit ist werden wir auf das Zeichen der Vorsänger zusammen das Trainingsgelände betreten und die Mannschaft heiß auf das Derby machen", geben die Fans auf  faszination-nordkurve.de  zur Kenntnis und meinen mit dort den Neuen Zabo. Hunderte Anhänger, davon ist zumindest auszugehen, dürften dem Aufruf folgen. 

Am Derby-Tag selbst wird es einen Marsch durch Fürth geben, wie bereits in den vergangenen Jahren. Die Fans wollen sich gegen 9.45 Uhr am Elektronikmarkt Saturn treffen." Von dort treten wir gemeinsam den Weg zum Ronhof an. Kommt alle nach Fürth."

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Mit Polizeigeleit zum Ronhof: Club-Fans marschieren durch Fürth

Die Stimmung vor dem 263. Frankenderby ist ruhig. Die ersten Club-Fans sind am Ronhof angekommen und werden von einem großen Polizei-Aufgebot geleitet.


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