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Als Brungs gegen Hannover die Meisterschaft ankündigte

Der Club will 96 heute besiegen - vor knapp 52 Jahren war das nicht anders - 06.03.2020 11:24 Uhr

Leitete gegen Hannover die Meisterschaft ein: Franz Brungs.

© NN-Archiv


"Der Druck war immens. Wir wussten, dass wir uns gegen Hannover keinen Ausrutscher erlauben dürfen." Im Mai 1968 war nicht nur Franz Brungs, sondern jedem im Städtischen Stadion die "wegweisende Bedeutung" der Auseinandersetzung klar.

"Hannover hat sich ganz schön gewehrt" 

Der 2:1-Heimsieg, der nach Abpfiff zu notieren war, war für den 1. FC Nürnberg allerdings kein Selbstläufer, erinnerte sich der Torgarant des FCN vor jetzt schon einiger Zeit. "In einer kampfbetonten Partie hat sich Hannover als kompakte Mannschaft ganz schön gewehrt." 

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Brungs selbst brach vor der Pause den Bann. "Vermutlich Flanke Cebi, wie ich’s dann gemacht habe, kann ich nicht mehr sagen", berichtete der  heute 83-Jährige im Gespräch mit nordbayern.de und ergänzte das Entscheidende: "Wir haben uns alle gefreut."

Noch mehr Grund dafür gab’s für den athletischen Angreifer, der am Ende dieser Gute-Laune-Saison 25 der 71 Club-Treffer markiert haben sollte, im zweiten Durchgang. Eine flache Hereingabe - natürlich von Zvezdan "Zick-Zack-Cebinac" - verleitete Hannovers Defensivkraft Otto Laszig zu einem Eigentor.

"Ich hätte ihn sonst so oder so reingemacht" 

"Mit der Brust oder so. Ich hab’ mitgestört, hätte ihn sonst so oder so reingemacht", sagte Brungs dazu. Wie immer, mitten im Geschehen. Mit einem Selbstbewusstsein, dass den Goalgetter vor dem gegnerischen Kasten ungemein wertvoll machte. "Jetzt fehlt ihm nur noch ein Punkt", titelten die Nürnberger Nachrichten damals – und meinten Brungs und seinen großartigen Club.

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Am darauffolgenden Wochenende zurrten der Blondschopf und seine Spielkameraden Nürnbergs neunte und vorläufig letzte Meisterschaft fest - mit einem 2:0 bei den Bayern. Den Bayern, die der FCN bereits in der Hinrunde mit 7:3 abgewatscht hatte.

Hatte Brungs bei der Demontage des Erzrivalen bei keinem seiner fünf Treffer den Kopf bemüht, wurde das "Goldköpfchen" in der Isar-Metropole final zum "Goldköpfchen". Brungs brachte den Auswärtssieg mit dem Schädel auf den Weg. Heinz Strehl, Nürnbergs zweiter Torjäger vom Dienst, besorgte den Rest. 

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