Abgang beim Landesligisten

Jahn Forchheim: Lukas Dütsch kann nicht auf drei Hochzeiten tanzen

Holger Peter
Holger Peter

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14.1.2022, 14:27 Uhr
Schmerzhaft: Lukas Dütsch hat die Sportvereinigung Jahn nur ungern verlassen. Doch mit Hausbau und neuer Arbeitsstelle muss der 28-Jährige andere Priritäten setzen.
 

Schmerzhaft: Lukas Dütsch hat die Sportvereinigung Jahn nur ungern verlassen. Doch mit Hausbau und neuer Arbeitsstelle muss der 28-Jährige andere Priritäten setzen.   © Sportfoto Zink / Daniel Marr, NN

Die Sportvereinigung Jahn Forchheim will es offenbar wissen: Trainer Christian Springer lädt bereits am Samstag (15. Januar) zum Start der Wintervorbereitung auf die Meisterrunde der Fußball-Landesliga. Er erwartet seine Mannschaft am Vormittag aber nur zu einem lockeren Trainingsauftakt. Die erste „richtige“ Vorbereitungseinheit folgt allerdings bereits direkt am kommenden Montag.

Das erste Pflichtspiel für den Jahn ist für den 13. März geplant. Dabei handelt es sich um das Pokalspiel beim TSV Lengfeld. Die Landesliga, in der es der Jahn vor der Winterpause in die Aufstiegsrunde geschafft hat, startet dann eine Woche später, am 19. März. Nach aktuellem Stand empfängt der Jahn dann den SC Schwabach.

Nicht mehr dabei ist dann Lukas Dütsch. Der Stürmer steht ab sofort nicht mehr im Kader der Sportvereinigung. „Lukas kam in der Winterpause auf uns zu und hat um die Auflösung seines Vertrags gebeten. Er möchte aus privaten Gründen sportlich etwas kürzer treten und wechselt daher nach Röbersdorf. Diesen Wunsch respektieren wir und deswegen haben wir dem Wechsel zugestimmt. Wir wünschen Lukas Dütsch für seine sportliche und natürlich auch für seine private Zukunft alles Gute.“, sagt Jahn-Teammanager Mesut Kimiz.

"Schweren Herzens"

Der 28-Jährige selbst hat diesen Schritt "schweren Herzens" gemacht. "Das war echt eine coole Truppe beim Jahn", sagt er und fügt an: "Aber ich kann einfach nicht auf drei Hochzeiten tanzen, vor allem nicht so gut, wie ich mir das wünsche oder vorstelle." Schon seit einigen Monaten ist er mit seinem Hausbau beschäftigt, hinzu kommt, dass er zum Jahresanfang eine neue Arbeitsstelle angetreten hat. Da lasse sich der Aufwand für die Landesliga nicht mehr unterbringen.

Fußball entfällt nicht ganz, aber künftig kickt Lukas Dütsch wieder für seinen Heimatverein FC Falke Röbersdorf in der Kreisklasse Bamberg 3. Da sei nicht nur weniger Training vonnöten, sondern es werde auch zuverlässig am Sonntag gespielt, was ihm entgegen komme.

Seine Zeit beim Jahn (zu dem er im Sommer 2020 vom ASV Sassanfahrt gestoßen ist) beurteilt er positiv: "Es war sehr lehrreich, ich konnte vieles mitnehmen. Und Christian Springer ist vielleicht der beste Trainer, den ich bisher hatte." Von der Leistung her wäre bei ihm noch Luft nach oben gewesen, sagt er selbstkritisch.

Schwächen im Abschluss

Vor allem im Abschluss zeigte der technisch versierte und wendige Stürmer einige Schwächen. In 15 Spielen erzielte der Landesliga-Vorrunde erzielte er trotz einer Vielzahl von Chancen nur einen Treffer, gab aber immerhin fünf Torvorlagen.

Sein Trainer Christian Springer wird seinen "Neuner" definitiv vermissen. "Wir waren schon zufrieden mit seiner Entwicklung. Seine Dynamik hat uns in der Offensive gut getan." Dass Dütsch zuletzt nicht immer erste Wahl war, führt der Coach auch auf den Hausbau zurück: "Der hat da die ganze Woche geschaufelt, da fehlt am Samstag natürlich die Spritzigkeit. Und beim Spiel in Stadeln hat er sich auch noch verletzt. Das hat ihn zurückgeworfen."

War es das mit den fußballerischen Ambitionen von Lukas Dütsch? "Profi werde ich ja eh nicht mehr, aber wer sagt denn, dass ich nicht noch mal zum Jahr zurückkehre, wenn es in meinem Leben etwas ruhiger wird. Ich sehe das im Moment als eine Pause, in der ich andere Prioritäten setze."

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