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Amateurvertreter fordern DFB-Boss Keller zu Rücktritt auf

Auch Generalsekretär Friedrich Curtius wurde das Vertrauen entzogen - 02.05.2021 15:12 Uhr

DFB-Präsident Fritz Keller hatte einen Rücktritt zuletzt ausgeschlossen. Dennoch forderten ihn nun die Regionalverbände genau dazu auf.

02.05.2021 © Christian Charisius, dpa


Die Präsidenten der Landes- und Regionalverbände haben DFB-Präsident Fritz Keller das Vertrauen entzogen und ihn aufgefordert, von seinem Amt zurückzutreten. Dies ist das Ergebnis einer außerordentlichen Konferenz an diesem Wochenende in Potsdam. Auch Generalsekretär Friedrich Curtius wurde das Vertrauen entzogen, wie aus einer vom Deutschen Fußball-Bund am Sonntag verbreiteten Mitteilung hervorgeht. Schatzmeister Stephan Osnabrügge und Vizepräsident Rainer Koch sei das Vertrauen in einer geheimen Abstimmung hingegen ausgesprochen worden.

Zudem habe sich die Versammlung gegen einen außerordentlichen Bundestag ausgesprochen. Der öffentliche Druck auf den DFB in seiner massiven Führungs- und Außendarstellungskrise war in den vergangenen Tagen massiv gestiegen. Der 64 Jahre alte Keller war nach einem Nazi-Vergleich in einer Präsidiumssitzung in den vergangenen Tagen in Erklärungsnot geraten. Er hatte Koch als "Freisler" bezeichnet und so mit Roland Freisler, dem Vorsitzenden des Volksgerichtshofes im Nationalsozialismus, verglichen. Keller hatte daraufhin Koch um Entschuldigung gebeten.

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Zwölf Präsidenten gab es beim Deutschen Fußball-Bund seit 1900. Die Akteure sind in ihrem Werdegang, ihrem Wesen und ihren Visionen jeweils einzigartig. Eines hatten die Herren aber, auch trotz Skandale und Affären, immer gemeinsam: die Leidenschaft zum Fußball.


Generalsekretär Friedrich Curtius und Schatzmeister Stephan Osnabrügge hatten Keller für den Nazi-Vergleich scharf kritisiert. Nach "Spiegel"-Informationen hat Curtius die Verfehlung des DFB-Bosses bei der Ethikkommission des Verbandes angezeigt.

Intern kritisierte der DFB-Betriebsrat in einem Schreiben, über das die "Bild am Sonntag" berichtete, dass der Verband ein "desaströses Bild" abgebe und forderte "richtungsweisende Entscheidungen". "Bei einem Neuanfang dürfen sowohl strukturelle als auch personelle Konsequenzen nicht ausgeschlossen werden."

dpa

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