Montag, 09.12.2019

|

zum Thema

Ansagen zum Einstand: Flick packt sich die FCB-Themen

Personelle Klarheit: Müller und Martinez sollen gegen Piräus ran - 05.11.2019 16:36 Uhr

Tröster und Anpacker: Hansi Flick will die Bayern zurück in die Spur bringen. © Wagner/Fotostand/dpa


Im grauen Trainingsanzug legte Hansi Flick beim FC Bayern los, aber vom eher stillen Assistenten aus Jogi-Löw-Zeiten war nichts zu spüren. Der 54-Jährige packte seine herausfordernde Rolle als Aushilfs-Chef am Dienstag nicht nur auf dem Trainingsplatz sehr entschlossen an, sondern auch danach im voll besetzten Pressestüberl auf dem Vereinsgelände.

Es gab klare Ansagen vom allseits beliebten "Hansi", wie die Münchner Fußball-Profis den bisherigen Co-Trainer von Niko Kovac liebevoll rufen. "Die Mannschaft weiß, dass sie in der Verantwortung steht", sagte Flick mit Blick auf das Champions-League-Spiel am Mittwoch (18.55 Uhr/Sky) gegen Olympiakos Piräus und das Bundesliga-Topspiel gegen Borussia Dortmund drei Tage später.

Piräus und BVB - nichts anderes zählt aktuell für Flick. "Alles, was dann kommt, interessiert mich null", sagte er zur möglichen Dauer seiner Tätigkeit als Chefcoach. Der deutsche Co-Trainer-Weltmeister von 2014 lavierte am ersten richtigen Cheftag nicht, sondern sendete erstaunlich klare Botschaften. Was war, zählt für ihn in Spiel eins nach Niko Kovac nicht mehr. "Ich gehe meinen eigenen Weg. Die Gegenwart zählt", verkündete Flick. Und auch wenn in der Kürze der Zeit nur ein aus seiner Sicht "tolles Training" möglich war, will er gleich gegen Piräus erste Akzente setzen - taktisch und personell. Mit einem Sieg können die Bayern den vorzeitigen Achtelfinaleinzug fix machen.

"Wir werden mit Sicherheit das eine oder andere ändern", kündigte Flick an. Und er verriet sogar teilweise, was. Javi Martínez wird neu in die Innenverteidigung rücken, um sich dort einzuspielen auch für die Partie gegen Dortmund, für die Jérôme Boateng gesperrt ist. Auch Thomas Müller - von Kovac zum Notnagel abgewertet - wird bei Flick in der Startelf auflaufen. "Thomas ist auf dem Platz einer, der sehr intelligent ist, eine Mannschaft mitreißt und führen kann", begründete Flick. Und in punkto Taktik und Spielweise hat der Übergangschef ebenfalls genaue Vorstellungen: "Wir müssen auf dem Platz agieren, Initiative ergreifen und nach vorne verteidigen."

Flick kitzelt die Stars, die bis auf zwei Ausnahmen ihre Qualität zuletzt nicht mehr abriefen: «Jeder einzelne, nicht nur Manuel Neuer und Lewy, müssen auf Weltklasse-Niveau spielen», erklärte Flick. Der angesprochene Torjäger Robert Lewandowski sei trotz eines demnächst nötigen operativen Eingriffs an der Leiste in seinem Spiel nicht behindert, sagte Flick: "Er hat Probleme, aber keine Schmerzen."

dpa

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Sport