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Appetit auf die Albatrosse! Bamberg erwartet Berlin

Coach Perego fordert: "Wir müssen aufs Parkett gehen und hungrig sein" - 31.03.2019 07:47 Uhr

Cliff Alexander will es auch gegen Bambergs Dauer-Rivalen aus Berlin krachen lassen. © Sportfoto Zink / HMI


Nach der knappen 88:92-Niederlage im Liga-Hinspiel im November des vergangenen Jahres standen sich beide Kontrahenten zuletzt am 17. Februar zum Pokalfinale in der Brose-Arena gegenüber - nun folgt an gleicher Stelle im Rahmen des 26. Spieltages das Liga-Rückspiel.

Vorsicht, Sikma kommt!

"Natürlich haben sie Wut im Bauch ob des verlorenen Pokalfinals", erwartet Bamberg-Headcoach Federico Perego dabei eine Berliner Mannschaft, die sich für das 82:83 und den damit verbundenen verpassten Pokalsieg revanchieren will. Allen voran Berlins MVP Luke Sikma dürfte zeigen wollen, was er kann. Beim Pokalfinale stand der US-Amerikaner zwar auf dem Parkett, konnte krankheitsbedingt enorm geschwächt aber kaum Akzente setzen.

Bamberg durch Erfolgsserie gefestigt

Der Erfolg im BBL-Pokal war seiner Zeit der fünfte in Folge für Brose Bamberg, inzwischen wurde diese Serie wettbewerbsübergreifend auf zwölf ausgebaut und Bambergs Übungsleiter weiß, dass "wir so gefestigt sind, dass wir dagegenhalten können." Wie gefestigt die Mannen um Kapitän Nikos Zisis, der beim Pokalfinale mit seinen Dreiern – darunter auch der siegbringende - zum Matchwinner avancierte, sind, bekam jüngst auch der Titelverteidiger der Basketball Champions League, AEK Athen, zu spüren. Erst am Mittwoch setzten sich die Domstädter im Viertelfinal-Hinspiel mit 71:67 durch und brachten sich für das Rückspiel in der kommenden Woche in eine gute Ausgangsposition.

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Mini-Polster fürs Rückspiel: Brose Bamberg schlägt AEK Athen

Brose Bamberg hat sich eine ordentliche Ausgangsposition für das Viertelfinal-Rückspiel in der Basketball Champions League gesichert. Am Mittwochabend bezwang die Mannschaft von Federico Perego AEK Athen in der Brose-Arena mit 71:67, hätte den Vorsprung für das Rückspiel aber deutlich höher gestalten können.


In dieser Partie, in der trotz des Seasonhighs von Cliff Alexander (19 Punkte, sieben Rebounds) offensiv nicht alles nach Wunsch lief, zeigten die Perego-Jungs, dass sie über 40 Minuten leidenschaftlich und auf konstant hohem Niveau verteidigen können. Eine ähnliche Verteidigungsleistung ist auch am Sonntag von Nöten, will man im Kampf mit einem direkten Konkurrenten um Platz zwei nicht einen herben Rückschlag kassieren. Ob Coach Perego dabei wieder auf Elias Harris, der unter der Woche kurzfristig mit Nackenproblemen ausfiel, zurückgreifen kann, ist noch unklar.

Berlin reist mit Rückenwind an

Schon die ersten beiden Duelle mit den Berlinern zeigten, wie gefährlich die Truppe von Trainerlegende Aito Garcia Reneses ist. Zumal die Spreestädter nicht nur ausgeruhter (ihr letztes Spiel war vor neun Tagen), sondern auch mit viel Selbstvertrauen in die Partie gehen werden. Mit zwei Siegen über Andorra schafften die Albatrosse zuletzt den Einzug ins EuroCup-Finale und stehen dort gegen Valencia vor dem bislang größten sportlichen Erfolg einer deutschen Mannschaft.

+++ Trotz Siegesserie: In Bamberg bleibt's unruhig +++

Berlins gefährlichste Waffe ist die Ausgeglichenheit in der Offensive. Angeführt von Rokas Giedraitis, der es durchschnittlich auf 13,3 Zähler pro Partie bringt, scoren fünf weitere Albatrosse im Schnitt zweistellig. Daher ist es auch kein Wunder, dass die Berliner eine wahre Offensivmaschinerie sind, die, wenn sie einmal läuft, nur schwer wieder zu stoppen ist. Durchschnittlich etwas mehr als 91 Punkte erzielen sie im Schnitt, halten ihre Konkurrenten dabei selbst bei knappen 80.

Statistiken sind nicht alles

Im statistischen Vergleich mit Bamberg liegt Berlin in jeder Kategorie vorne, außer bei den Freiwürfen (82,8%/76% - Vorteil Bamberg). Und dennoch: Brose Bamberg kann Alba Berlin schlagen, wie jüngst das Pokalfinale demonstrierte. Im Anschluss an diesen BBL-Klassiker geht es für Brose Bamberg am kommenden Mittwoch zum Viertelfinal-Rückspiel der BCL nach Athen, ehe am Wochenende drauf das Liga-Gastspiel am Rhein bei den Telekom Baskets Bonn ansteht. 

Benjamin Strüh

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