Samstag, 04.04.2020

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Ärgerliche Pleite: Fürth unterliegt dem Halleschen FC mit 2:3

Nach Abpfiff zündeten die gegnerischen Fans ein Feuerwerk - 17.01.2020 19:26 Uhr

Die Fans des Halleschen FC hüllten das Spielfeld immer wieder in Rauch und zündeten nach Schlusspfiff sogar ein Feuerwerk. © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


Es dauerte nicht erst bis zum Anpfiff, bis die erste Bengalische Fackel auf der Zuschauertribüne brannte. Mehrere Dutzend Anhänger des Drittligisten Halleschen FC begleiteten ihre Mannschaft zum Testspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth. Rachid Azzouzi hatte sich extra auf den Aussichtsturm am Rand der Tribüne gestellt, um das Spiel besser sehen zu können, doch die Sicht war ihm während der 90 Minuten oft vernebelt. Er nahm es mit Humor: "Die Kommentare waren schlimmer."

Der Hallesche FC ist derzeit auf Platz sechs, mit nur einem Punkt hinter dem Aufstiegsrelegationsplatz besitzen die Sachsen-Anhaltiner Chancen auf den Aufstieg. Sportlich war das wie schon gegen Vaduz eine ordentliche Herausforderung für die Leitl-Elf, man kennt und schätzt sich als Gegner. Doch ein 0:0 wie im nicht-öffentlichen Testspiel wurde es diesmal nicht. Bereits zur Pause stand es 1:2 aus Fürther Sicht. Leitl wechselte in der Halbzeit nicht, schließlich hatte wenige Stunden zuvor schon das erste Testspiel des Tages gegen den FC Verduz stattgefunden: "Es war wichtig, den Spielern wieder 90 Minuten zu geben nach den jeweils 45 Minuten gegen die Bayern-Amateure. Das Spiel gegen Halle ging ja sogar über 100 Minuten, weil der Schiedsrichter so lange hat nachspielen lassen."

Spielaufbau und frecher Ausgleich

Schon nach neun Minuten nutzte Pascal Sohm seinen Freiraum an der Strafraumkante zur Führung. Nur eine Minute später lupfte er den Ball knapp übers Gehäuse. Die Spielvereinigung war jetzt wach und gab über weite Strecken der ersten Hälfte den Ball nicht mehr her. Plötzlich gelang auch die Spieleröffnung besser, Kleeblatt-Coach Stefan Leitl rief prompt "Gut, Männer, bravo!"

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Spätes Tor und Feuerwerk: Das Kleeblatt verliert mit 2:3 gegen Halle

Trotz der Niederlage zeigt Kleeblatt-Coach Stefan Leitl sich nach dem Testspiel gegen den Halleschen FC zufrieden. Zwar verschlief sein Team die ersten Minuten, fand dann aber schnell ins Spiel und erzielte zweimal den Ausgleichtreffer. Nicht ganz verdient traf Fetsch spät zum 3:2 für den Halleschen FC und Fürth musste sich unter dem Feuerwerk der gegnerischen Fans nach Abpfiff geschlagen geben. Einstellung und Leistung passen also soweit, um an den Ergebnissen zu schrauben bleibt Leitl aber nur noch ein bisschen Zeit.


Kurz vor dem Pausenpfiff wurde es auf beiden Seiten gefährlich: Terrence Boyd verfehlte in der 37. Minute knapp, sechs Minuten später gelang der Ausgleich. Der freche A-Jugendliche Mert-Yusuf Torlak traf per Drehschuss aus zwölf Metern (43.)."Der Treffer von Mert-Yusuf Torlak hat mich in der Tat sehr gefreut, denn ich wollte ihn unbedingt im Trainingslager dabei haben. Es ist nun schon seine zweite Chance nach dem Trainingslager im Sommer.", bemerkte der Trainer.

Leider antwortete Boyd prompt mit der erneuten Führung nach einem Schnitzer in der Innenverteidigung (45.). Der 17-jährige Torlak feuerte noch einmal auf HFC-Keeper Kai Eisele, dann war Halbzeit. "Wir mussten Mergim wegen Adduktorenproblemen nach dem Zweikampftraining vorgestern draußen lassen. Das Risiko war uns zu hoch.", erklärte Leitl die Abwesenheit von Mavraj.

Nebel, Feuerwerk und ärgerlicher Gegentreffer

Nach Wiederanpfiff vernebelten die Fans des Gegners das Spielfeld gänzlich, allerdings nicht zum Vorteil der eigenen Mannschaft. Zweimal kam Innenverteidiger-Talent Maximilian Bauer nach einer Ecke in aussichtsreiche Position, vergab jedoch jeweils knapp. Besser machte es erneut der Türke Torlak, der, wunderbar freigespielt von Branimir Hrgota, am Elfmeterpunkt dem Torwart durch die Beine schoss (63.).

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Fürth testet gegen FC Vaduz: Einstellung stimmt, Ergebnis noch nicht

Zu Beginn der Partie lässt sich die mit nur elf Spielern angereiste SpVgg Greuther Fürth vom Schweizer Zweitligisten FC Vaduz regelrecht überrennen. Doch weil die Roten das Tempo der Anfangsphase nicht über 90 Minuten halten können und das Kleeblatt langsam aufdreht, wäre die Führung und der Sieg am Ende doch noch möglich gewesen. Durch starke Torwartleistungen auf beiden Seiten bleibt es dann aber doch beim 0:0. Zwar lässt das Ergebnis noch zu wünschen übrig, die Kampfbereitschaft des Teams stimmte aber bereits.


Das 2:2 gab den Fürthern endgültig Auftrieb. Einzig der Killerinstinkt vor dem Tor ist noch nicht vorhanden. Daniel Keita-Ruel gab einmal zu oft ab, anstatt selbst abzuschließen. Marvin Stefaniaks Standards waren nicht schlecht, sorgten jedoch noch nicht zuverlässig für Gefahr. Hrgota probierte es in der 83. Minute noch einmal aus der Distanz, verzog aber. Etwas unverdient dann der Siegtreffer für Halle: Mathias Fetsch nutzt in der 88. Minute eine Verwirrung in der Fürther Abwehr und netzt trocken zum 3:2 ein. "Die zweite Hälfte gegen Vaduz und das richtig gute Spiel gegen Halle fand ich interessant, das hat mir schon sehr gut gefallen. Die Gegentore fielen nicht wegen individueller Fehler; einmal sind wir nach einer Umschaltaktion einfach nicht ins Gegenpressing gekommen und haben schlecht reagiert, beim zweiten Tor passiert uns ein Fehler bei der Spieleröffnung und beim dritten nutzt der Gegner einen Standard.", zieht Leitl seine Schlüsse.

"Die Ergebnisse waren nicht vorrangig, aber es ist natürlich ärgerlich, wenn du nicht gewinnst.", fand der Trainer. Die Halleschen Fans zumindest sahen das wohl anders. Nach Abpfiff zündeten sie ein Feuerwerk mit Raketen und Knallkörpern.

Fürth: Schaffran; Meyerhöfer, Ahrend, Bauer, Raum – Stefaniak, Seguin, Torlak – Hrgota, Keita-Ruel, Leweling. Halle-Startelf: Eisele; Kastenhofer, Bahn, Sohm, Boyd, Syhre, Drinkuth, Washausen, Guttau, Landgraf.

Tore: 0:1 Sohm (9.), 1:1 Torlak (43.), 1:2 Boyd (45.), 2:2. Torlak (63.), 2:3 Fetsch (88.).

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