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ASV Neumarkt: Sanierungspläne des Sportzentrums zurückgestellt

Stadtrat lässt Antrag auf Fördermittel fallen - 30.04.2021 12:33 Uhr

Die ASV-Sporthalle entspricht schon lange nicht mehr den Anforderungen. Eimer müssen Wasser auffangen, das durch die Decke eindringt. Die Säulen müssen im Betrieb abgepolstert werden, damit sich Sportler nicht verletzen.

30.04.2021 © Fritz Etzold


Grundlage der neuerlichen Entwicklungen ist eine seit Herbst vorliegende Machbarkeitsstudie des Architekten-Büros Sturm+Schmidt aus Pyrbaum. Darin werden die Baukosten für eine Sanierung der über 40 Jahre alten und im Eigentum der Stadt Neumarkt befindlichen Gebäude am Deininger Weg auf mindestens neun Millionen Euro beziffert. Immerhin eine Unterstützung von 1,7 Millionen versprach die im Oktober beschlossene Teilnahme an einem Bundes-Förderprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen, für die sich etwa der CSU-Bundestagsabgeordnete Alois Karl in Berlin erfolgreich stark machte. Eine zweite Bewerbung für einen von Bund und Land aufgesetzten Investitionspakt Sportstätten erhielt wiederum eine Absage von der Bezirksregierung der Oberpfalz.

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Sportzentrum ASV: Ein Neumarkter Sanierungsfall

Schon seit einigen Jahren treten die baulichen Mängel der in den 70er Jahren errichteten Vereinsgebäude am Deininger Weg hervor. Doch der ASV Neumarkt behilft sich bislang nur mit provisorischen Reparaturen, benötigt für eine nachhaltige Modernisierung die finanzielle Unterstützung der Stadt als Grundstückseigentümerin. Vorsitzender Jürgen Drabant gewährte einen exklusiven Rundgang.


Nun musste entschieden werden, ob die Stadt ab Juni in die laut Beschlussvorlage "verwaltungstechnisch sehr aufwändige" zweite Phase des Projektzuwendungsverfahrens einsteigen möchte. Neben der Tatsache, dass sich der in Corona-Zeiten zusätzlich finanziell arg gebeutelte ASV Neumarkt kaum in maßgeblicher Form beteiligen kann, verwies der für Stadtplanung zuständige Sachgebietsleiter Stefan Weithas auf offene Risikofaktoren des Unterfangens. Auf der einen Seite drohen bisher unentdeckte Schäden an der Substanz, auf der anderen Seite müssten jene zugebauten Module jüngeren Datums wie das Kampfsport-Dojo ebenfalls auf modernen Stand gehoben werden. Im Fazit wird die Sanierung des Gesamtkomplexes "prinzipiell" als "unwirtschaftlich" bezeichnet. Da helfe es auch nicht, wenn die Zuschüsse innerhalb eines bestimmten Ermessungsspielraums einen "Ersatzneubau" zuließen. Ohne Diskussion und Gegenstimme votierten die anwesenden Stadträte schließlich für den Verzicht auf die Fördermittel und besiegelten für den Moment das anhaltende Dilemma des ASV Neumarkt. Die Auslotung der Bedingungen eines Neubaus inklusive Option der Umsiedlung bedarf eines langen Atems.

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