Großhabersdorf holt den ersten Zähler

ASV Weinzierlein zeigt Stehvermögen in der Kreisklasse 3

5.10.2021, 16:16 Uhr
Die Geister, die Weinzierleins Trainer Damian Gliscinski rief: Nach dem tollen Saisonstart setzte sich seine Mannschaft selbst unter Druck. Nach einer Talsohle ist die Aufholjagd beim 3:3 gegen Großhabersdorf schon ein kleiner Erfolg.

Die Geister, die Weinzierleins Trainer Damian Gliscinski rief: Nach dem tollen Saisonstart setzte sich seine Mannschaft selbst unter Druck. Nach einer Talsohle ist die Aufholjagd beim 3:3 gegen Großhabersdorf schon ein kleiner Erfolg. © Foto: Daniel Marr/Zink

Momentan ist bei der Truppe von Trainer Damian Gliscinski nach vier sieglosen Spielen etwas der Wurm drin.


Der SV Großhabersdorf bräuchte ein Phantom wie Mintal


Tabellenplatz acht, vier Punkte über der Abstiegszone, 15 Punkte weniger als der Tabellenführer Burggrafenhof.

Zuletzt kamen die Grün-Weißen zuhause gegen den bis dato punktlosen Gegner aus Großhabersdorf nicht über ein 3:3 (1:2) hinaus. Nach zuvor drei Niederlagen sieht der Trainer jene Partie dennoch als positives Signal: "Wir wollten gegen Großhabersdorf die vorangegangenen Misserfolge vergessen machen, aber der Schuss ging erst einmal nach hinten los und wir lagen durch zwei schnelle Tore schon nach zehn Minuten mit 0:2 im Rückstand", blickt der Coach zurück.

Großhabersdorfs erster Punkt

Vor der Pause gelang den Gastgebern noch der Anschlusstreffer, nach Wiederbeginn konnten die Gäste aber ihrerseits nochmals auf 1:3 erhöhen. "Für viele andere Teams wäre das jetzt angesichts der Gesamtsituation der K.o.-Schlag gewesen, aber meine Truppe hat sich mit Moral und Kampfgeist zurück ins Spiel gebracht", lobt Gliscinski.

Er sieht seine Mannschaft auf dem Weg zurück in die Erfolgsspur. Dorthin zurückfinden soll das Team möglichst schon am nächsten Spieltag, wenn es am Sonntag, 10. Oktober, um 13 Uhr bei der Kreisliga-Reserve des 1. FV Uffenheim antreten muss.

"Wir wollen natürlich jedes Spiel gewinnen und wenn wir die individuellen Fehler der vergangenen Spiele abstellen und auch ab und an wieder das nötige Quäntchen Glück haben, sollte uns das auch gelingen", wagt der Trainer einen optimistischen Blick in die Zukunft.

Vor allem die individuellen Fehler seien es gewesen, die in den zurückliegenden Matches zu Niederlagen führten: "Mannschaften mit der Klasse von Laubendorf und Losaurach fackeln nicht lange und bestrafen solche Fehler sofort." Zudem habe man an der Frankenstraße aktuell mit Verletzungssorgen zu kämpfen.

Die Liga ist "unberechenbar"

Wenn Gliscinski auf den guten Saisonstart zurückblickt, kommt er auf die hervorragende Saisonvorbereitung und die gute Stimmung in der Mannschaft zu sprechen. "Das waren die beiden Faktoren, die uns definitiv bis zum achten Spieltag mitgetragen haben, bis uns die angesprochenen Verletzungen und individuelle Fehler etwas zurückgeworfen haben."

Von einer Krise spricht Gliscinski nicht: "Durch den guten Start haben wir uns auch den Druck etwas selbst auferlegt und wurden plötzlich zum Favoritenkreis gezählt. Unsere Devise war und ist es nach wie vor, von Spiel zu Spiel zu denken." Wo er und sein Team am Ende stehen werden? Der Trainer will sich nicht festlegen, dazu hält er die Liga insgesamt für zu "unberechenbar", was Favoriten und Abstiegskandidaten betrifft.

Mit Weinzierlein möchte er in dieser Saison seine Philosophie des offensiven Spiels weiterverfolgen. "Mein Ziel ist es, dass wir Ball und Gegner dominieren und auch immer aktiv den Ball erobern wollen." Aktion statt Reaktion lautet also das Motto des ursprünglich aus Weißenburg stammenden Übungsleiters, den es in der Jugend zum 1. FC Nürnberg verschlug. Hier in der Region ist er dann auch hängen geblieben und er schnürte unter anderem für Kornburg, den FSV Stadeln und den ASV Fürth die Fußballschuhe.

Mit 34 Jahren beendete der heute 41-jährige seine Karriere als "reiner" Spieler beim TSV 1895 Burgfarrnbach und stieg dann ins (Spieler-)Trainergeschäft ein. Er nennt vor allem seine Station als Co-Trainer in Veitsbronn als wertvolle Erfahrung.


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Als Familienvater liegt Gliscinskis Fokus auf seiner Frau und den drei Kindern – sportlich aber fiebert er den Sonntagen entgegen, wenn der ASV wieder für Furore in der Kreisklasse sorgt.

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