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Attacke im Abstiegskampf: Als Kuka gegen Schalke siegte

Der Ex-Stürmer des FCN jubelte gegen die Knappen gleich zweimal - 12.04.2019 12:18 Uhr

Gut gemacht! Pavel Kuka betätigte sich bei Nürnbergs 3:0-Heimerfolg gegen den FC Schalke 04 im Jahr 1999 als Doppelpacker, zur Freude seiner Spielkameraden. © W. Bauer


Eine sehr schöne Erinnerung an Begegnungen mit Schalke verdankt der Club Pavel Kuka. Der heute 50-Jährige traf beim deutlichen 3:0-Heim­erfolg im März 1999 gegen die Knappen doppelt. "So was bleibt in Erinnerung. Das war ein schöner Moment", kommentierte dies Kuka im Gespräch mit nordbayern.de vor einiger Zeit.

Genau genom­men waren es gleich zwei Glücksmomente. Nürnbergs Ex-Angreifer hat diese übrigens auf Band. Eher zufällig war dem Mann, der beim damaligen Telefonat noch Manager von Viktoria Pilsen war, die Videokassette vom frühlingsfrischen FCN-Sieg kurz davor in die Hände gefallen. Obwohl der Tscheche durch den Fußball be­rühmt wurde, ist der Fußball für ihn nicht alles. Als sich Familienmensch Kuka die alten Aufnahmen gönnte, war Sohn Tomas neben ihm. In der 36. Minute wurde Tomas erst­mals auf die Goalgetter-Qualitäten des Papas aufmerksam. Kuka senior war es, der bei einer schlampigen Kopfballrückgabe von Andreas Müller auf Olli Reck dazwischen spritzte, den Keeper über­lupfte und den FCN so in Front brachte. Sturmpartner Sasa Ciric legte noch vor der Pause nach.

Nach exakt einer Stunde machte Kuka (gemeint ist erneut Pavel) seinen Doppelpack amtlich: Erst schüt­telte er Gästeverteidiger Johan de Kock ab, anschließend vollstreckte er gekonnt zum 3:0-Endstand. Nach dem verdienten Sieg gegen die damals wie auch heute von Huub Stevens trainierten Gäste machte der rot-schwarze Heimsieg auch dem Matchwinner Mut. "Keiner hat sich Gedanken gemacht über den Abstieg, den später niemand mehr aus dem Kopf bekommen sollte", gab Kuka bei unserem Gespräch zur Kenntnis.

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Doch auch der Abstieg, den der agile Ex-Angreifer unangenehmerweise in Erinnerung ruft, änderte nichts am Altmeister-My­thos. In den frühen Jahren ihrer tri­umph- und tränenreichen Geschichte hatten sich Nürnberger und Gelsenkir­chener als Titelsammler die Klinke in die Hand gegeben, oder waren sich in Endspielen begegnet. Neun Jahre lange schmückten sich die Traditions­vereine gemeinsam mit dem Etikett Deutscher Rekordmeister. Nach Nürnberger Aufstiegen, die der unerwarteten Erniedrigung 1999 in die Zweitklassigkeit folgen sollten, dauerte es - wieder vereint in der Bun­desliga - lange, bis der Club seine Fans in Duel­len mit dem Revierteam erneut beglücken sollte.

Didavi und die befreiende Wirkung 

Dann aber umso mehr! Zwei der letzten drei Heimvergleiche mit Königsblau ent­schied der FCN für sich. Im Oktober 2010 dank seines damaligen Kapitäns. Andi Wolf fixierte per wuchtigem Kopfball das 2:1-Endresultat. Noch besser lief's für den Club im April 2012: Hanno Balitsch, Timmy Simons und Doppeltorschütze Daniel Didavi, der seine Festspielwo­chen gegen leidenschaftslose Gelsen­kirchener fortsetzte, bewerkstelligten ein furioses 4:1 - mit befreiender Wir­kung im Abstiegskampf.

Einen sol­chen Effekt würde sich Pavel Kuka sicher auch für die erneute Hausaufgabe gegen die Knap­pen heute wünschen. Zuversichtlich war er zumindest bei unserem letzten Gespräch über das Altmeister-Duell: "Ich denke, dass es der Club schafft, gegen Schalke zu gewinnen", sagte Kuka damals. 

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