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Auch im Abstiegsfall: Margreitter bekennt sich zum Club

"Bin 30 Jahre alt, da zählt jede Minute, Bundesliga-Atmosphäre mitzunehmen" - 08.05.2019 05:27 Uhr

Georg Margreitter bleibt dem 1. FC Nürnberg treu. © Sportfoto Zink / DaMa


Georg Margreitter hatte eine gute Idee und er warb auch dafür. Irgendwann im Laufe der Saison war das, als Margreitter unter dem Eindruck heftiger Nürnberger Niederlagen beim Fußball vorschlug, man könne fortan doch etwas defensiver an diese erste Bundesliga herangehen. Das war nicht ganz uneigennützig, weil Margreitter als einer der Innenverteidiger des 1. FC Nürnberg immer in erster Linie verantwortlich gemacht wurde für die heftigen Niederlagen. Vor allem aber war es nicht wirklich erfolgreich, Trainer Michael Köllner wollte sich nicht so recht verabschieden von seinem lustigen Ansatz, in dem die Defensive eine eher untergeordnete Rolle zu spielen hatte.

Neuerdings und nach dem erzwungenen Abschied Köllners konzentrierte sich der Club sehr auf die Defensive – allerdings bringt das Margreitter nichts. 20 Spiele lang verpasste Margreitter keine Bundesliga-Minute, zog sich dann eine Muskelverletzung zu und musste, als er wiederhergestellt war, von der Bank aus mitansehen, wie Ewerton und Lukas Mühl auch ein passables Innenverteidiger-Paar bildeten.

Bereit für die Rückkehr? "Auf jeden Fall"

"So ist das Geschäft", sagt Margreitter jetzt, da er vor seinem Startelfcomeback steht, weil sich Ewerton mit einem Muskelfaserriss wohl aus der Saison verabschiedet hat. Ob er sich bereit fühlt für seine Rückkehr? "Auf jeden Fall", sagt Margreitter.

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Ganz so deutlich wird er nicht, wenn er Nürnbergs Chancen auf den Klassenverbleib beschreiben soll. "In der öffentlichen Wahrnehmung sind wir abgeschrieben", sagt Margreitter und dass das aber nichts daran ändert, dass man trotzdem noch an ein Wunder glauben darf.

Er selbst will die jetzt noch zwei Partien in der regulären Saison einfach genießen. "Das ist eine ganz spezielle Saison für mich, ich bin jetzt 30 Jahre alt, da zählt jede Minute, die Atmosphäre in der Bundesliga mitzunehmen", sagt Margreitter.

Welche Ligen-Atmosphäre er in der kommenden Spielzeit mitnehmen darf, ist noch ungewiss, hängt aber tatsächlich nur vom 1. FCN ab. Jetzt, da der ein oder andere über seinen Abschied vom Club nachdenkt, wird Margreitter wieder unmissverständlich: "In Nürnberg", sagt er auf die Frage, wo er in der nächsten Saison Fußball spielt.

Fadi Keblawi

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