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Auch Wolfsburgs Interesse schmeichelt Meeske

Abgang des begehrten Club-Vorstands ist indes höchst unwahrscheinlich - 21.03.2018 19:30 Uhr

Dass Michael Meeske auch in Nürnberg gute Arbeit leistet, ist in der Branche schon dem ein oder anderen Klub aufgefallen. © Sportfoto Zink


Nachdem sich kürzlich bereits der Hamburger SV mit dem Gedanken getragen haben soll, dem gebürtigen Oldenburger ein Beschäftigungverhältnis schmackhaft zu machen, und im Sommer auch Bayer Leverkusen als Arbeitgeber um seine Dienste geworben haben soll, ist nun Interesse vom VfL Wolfsburg durchgesickert. Die Wölfe suchen wie die Wolfsburger Allgemeine Zeitung berichtet einen Nachfolger für Wolfgang Hotze. Der Geschäftsführer für Finanzen und Controlling soll im Sommer in den Aufsichtsrat aufsteigen.

Mediale Spekulation

Ein Treuebekenntnis abzugeben, um den Spekulationen den Nährboden zu nehmen, wie es Tim Leibold unlängst tat, wird für Meeske schwierig. Während der Linksverteidiger seinen im Sommer auslaufenden Vertrag am Dienstag gerade erst verlängert hat, hat Nürnbergs Finanzvorstand sein Statement zur Verbundenheit dem Verein gegenüber bereits im vergangenen Jahr abgegeben. Wie auch Sportvorstand Andreas Bornemann soll er dem Vernehmen nach einen bis mindestens 2020 datierten Vertrag unterzeichnet haben. Dass ein solches Arbeitspapier oft nur eine Absichtserklärung darstellt, bis sich ein neuer Status quo ergibt und sich beide Parteien darauf hin auf einen Aufhebungsvertrag verständigen, ist aber hinlänglich bekannt.

Die Perspektive im von VW-Millionen verwöhnten Wolfsburg, eben dessen "finanziellen Möglichkeiten" und "die Erfolge in der Vergangenheit" machen den Verein für Meeske zu einem "an sich spannenden Thema", wie er der NZ gegenüber verrät. Doch der 46-Jährige tut auch die nächste kolportierte Offerte als mediale Spekulation ab und verweist gerne auf den Wortlaut, mit dem er schon vor einer Woche das HSV-Interesse kommentierte: "Es gibt da gar nicht so viel zu sagen, da es sich um ein – wenn auch schmeichelhaftes – Gerücht handelt", schob Nürnbergs Finanzvorstand die Thematik beiseite und ergänzte: "Es gibt aber keinen Kontakt und ich habe zudem noch einen längerfristigen Vertrag in Nürnberg."

Im Visier eines Headhunters

Über einen Headhunter sollen nun aber die Niedersachsen einen Schritt weiter gegangenen sein und direkt Kontakt zu ihm aufgenommen haben. Immerhin ein zartes Vorfühlen aus Wolfsburg verneint Meeske diesmal auch nicht. Es würde ihn gewiss aber auch nicht wundern, wenn sich die Rasterfahndung, die sich in dieser Branche stets auf einen überschaubaren Kreis beschränkt, letztlich auf einen anderen qualifizierten Kandidaten zuspitzt.

Enttäuscht wäre er dann allem Anschein nach ebenfalls nicht. "Es gibt genügend Aufgaben mit dem Club, denen ich mich inhaltlich sehr verbunden fühle", sagt er. Die Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung in eine Kapitalgesellschaft zählt zu den ganz großen Themen, die vorangetrieben werden. Den Verein vor solch weitreichenden Entscheidungen auf halbem Weg im Stich zu lassen, liegt ihm fern: "Mein Fokus liegt ganz klar auf dem 1. FCN." Spannend dürfte jedoch sein, ob er ihn aufgeben würde, sollte einem latenten Interesse noch eine lukrative Offerte des VfL Wolfsburg folgen. 

Stefan Jablonka

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