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Auf in die Playoffs: Bamberg muss gegen Vechta ran

Brose-Werfer müssen auswärts "den Kampf annehmen" - 19.05.2019 14:20 Uhr

Für Elias Harris (r.) und Brose Bamberg geht es zum Playoff-Auftakt am Sonntag nach Vechta. © Sportfoto Zink / HMI


Heimrecht für Vechta als Tabellenvierten bedeutet für den Fünften aus Bamberg, dass ein Sieg auf des Gegners Parkett geholt werden muss. Dass die Brose-Boys durchaus in der Lage sind, im Rasta-Dome zu gewinnen, haben sie beim 101:95-Overtime-Sieg im Liga-Rückspiel unter Beweis gestellt – auch wenn es dafür einen überragenden Tyrese Rice und dessen Zirkuswürfe bedurfte. Mit dem Erfolg in der Reiterstadt gehört Brose Bamberg zu einem elitären Kreis von nur fünf BBL-Teams, die in dieser Spielzeit im Rasta-Dome die Oberhand behalten konnten. Ansonsten haben die "Rastaner" ihren Homecourt in schöner Regelmäßigkeit verteidigt – unter anderem auch gegen die Spitzenteams aus Berlin und München.

"Vechta spielt eine tolle Saison. Sie haben mit Pedro Calles nicht umsonst den Trainer des Jahres. Unberechenbar macht sie, dass nahezu jeder Spieler kreieren und punkten kann. Zudem ist es dort immer extrem schwer zu spielen. Aber wir haben Selbstbewusstsein getankt, wissen dass wir auswärts einmal gewinnen müssen", bringt es Broses Headcoach Federico Perego auf den Punkt. Doch bei all dem Selbstbewusstsein, das Brose durch zwei souveräne Derbysiege zum Abschluss der Hauptrunde getankt hat, weiß man auch um die Stärke Vechtas. Mit Grauen dürften Spieler, Trainer und Fans an das bittere 67:85-Debakel im Hinspiel zurückdenken, was schlussendlich auch zur Entlassung von Ainars Bagatskis und zur Beförderung von Federico Perego führte.

Dezimierte Vechtaer

Im Gegensatz zu Bamberg, das insgesamt zum 32. Mal (zum 18. Mal in Folge) in der Postseason steht, geht Rasta Vechta in seinem Jubiläumsjahr – der Club wurde am 26. Juni 1979 aus der Taufe gehoben – zum allerersten Mal in der Vereinsgeschichte in die Playoffs der BBL. Nach der tollen Hauptrunde könnten die Vorzeichen für das Team von Pedro Calles allerdings kaum ungünstiger stehen. Nach Tyrone Nash muss der junge spanische Cheftrainer für den Rest der Saison mit Clint Chapman (Knie) und Seth Hinrichs (Hand) zwei weitere Leistungsträger ersetzen. Beide waren im Saisonverlauf für zweistellige Punktzahlen verantwortlich.

Während Brose also mit seiner vollen Zwölf-Mann-Rotation ins Viertelfinale geht, stehen Coach Calles gerade einmal noch acht Leistungsträger zur Verfügung, die jetzt noch mehr Verantwortung übernehmen müssen. Vechtas unumstrittene Anführer, Austin Hollins (16,1 PpS) und T.J. Bray (14,5 PpS, 7,9 ApS), haben aber bereits mehrfach in dieser Saison gezeigt, dass sie dazu in der Lage sind.
Gut auf den Ball aufpassen

Neben ihrer starken Offensive wussten die Rasta-Boys aber auch stets defensiv zu überzeugen und dominierten die BBL in Sachen Steals. Knapp zehn Mal pro Partie klauten Bray & Co. ihrem Gegner den Ball, was nicht nur zu zahlreichen Schnellangriffen führte, sondern aktuell auch den Liga-Bestwert darstellt. Bamberg liegt mit fünf Ballgewinnen pro Spiel auf dem vorletzten Rang. Aus diesem Grund hat Coach Perego auch klar gesagt, seine Spieler müssen „von Beginn an den Kampf annehmen und in jeder Phase den Ball sichern.“

Unabhängig vom Ausgang der Partie am Sonntag findet Spiel zwei der Serie am Mittwoch (22. Mai) in Bamberg statt. Partie drei steigt am darauffolgenden Samstag (20.30 Uhr) wieder in Vechta. Sollte es weitere Spiele benötigen, dann fände Nummer vier am 28. Mai wieder in Bamberg, Nummer fünf am 30. Mai in Vechta statt.

Benjamin Strüh

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