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Aus der Traum: Deutschland unterliegt Spanien mit 28:32

DHB-Team braucht nun ein Wunder, um doch noch in die Hautprunde einzuziehen - 21.01.2021 21:59 Uhr

Beherzt griff Deutschlands Sebastian Firnhaber (rechts) zu, die Schiedsrichter sahen das aber nicht so gerne und bedachten ihn mit drei Zeitstrafen.

21.01.2021 © Foto: Petr David Josek/dpa


Sie hatten sich zuletzt recht wohl gefühlt in ihrem Hotel mit der spektakulären Aussicht. Direkt am Fuße der Pyramiden von Gizeh hatte für die deutsche Handball-Nationalmannschaft das ägyptische WM-Abenteuer begonnen, wie eine Fototapete wirkte die Kulisse mitunter, wenn sich Uwe Gensheimer und Co. mal aus ihrer Unterkunft wagten.

In der örtlichen Multifunktionsarena lief es aber eher durchwachsen, einem klaren Sieg gegen Uruguay folgte am Dienstagabend ein erster Dämpfer: Mit einem Tor unterlag das DHB-Team gegen Ungarn und setzte sich damit für die anstehende Hauptrunde selbst gehörig unter Druck. Patzen verboten hieß es fortan, es gab nur zwei Probleme an der Sache: Gizeh war fortan Geschichte, die Mannschaft zog um nach Kairo, was sie einen wertvollen Trainingstag kostete. Und, nicht ganz unwichtig: Die Gegner sollten auch noch stärker werden, nicht schwächer. Beweisstück A: Spanien, zuletzt zweimal in Folge Europameister. Auch die Iberer waren nicht verlustpunktfrei in diese Hauptrundengruppe I vorgerückt, immerhin aber ungeschlagen.

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Am Donnerstagabend ließen sie von Beginn an keinen Zweifel daran, dass sich daran etwas ändern sollte. Nach einer Viertelstunde führten die Iberer gegen eine bemühte, aber glücklose deutsche Mannschaft mit 9:6, Sebastian Firnhaber hatte da – wie schon im Spiel gegen Ungarn – bereits seine zweite Zeitstrafe kassiert. Der Abwehrhüne des HC Erlangen zahlt auf internationalem Parkett Lehrgeld, sein Vereinskollege Antonio Metzner hatte es derweil nicht in den 16 Mann starken Spieltagskader von Bundestrainer Alfred Gislason geschafft.

Immerhin schaffte es das DHB-Team, den Abstand bis zur Pause bei nur drei Toren zu halten, und das obwohl seine Torhüter, erst Andreas Wolff, später Johannes Bitter, nicht gut ins Spiel fanden. Mit einem 13:16-Rückstand ging Deutschland in die Pause – und dem Gefühl, dass man auch mit dem Doppeleuropameister mithalten kann, es für einen Sieg aber eine Leistungssteigerung sowie etwas Glück braucht.

Durchgang zwei begann mit einer Bitter-Parade und einem Tor von Kai Häfner, mit Hoffnung also. Und mit Firnhaber in der deutschen Deckung, dem doppelt vorbestraften HCE-Profi, der seinen Anteil dazu beitrug, dass die Abwehr sich nun beweglicher präsentierte. 20:19 führten die Deutschen auch darum nach 37 Minuten, sie hatten sich eindrucksvoll zurückgekämpft. Die Führung wuchs sogar noch an, sie schrumpfte aber auch wieder. Mitte der zweiten Halbzeit war das Spiel komplett offen.

Den längeren Atem, die größere Routine hatten am Ende aber die Spanier. Nach dem 28:32 braucht Deutschland nun ein kleines Handball-Wunder in Form von Siegen gegen Polen und Brasilien und gleichzeitiger Schützenhilfe, um noch ins Viertelfinale einziehen zu können.

Hauptrundenspiele am Donnerstag: Uruguay – Polen 16:30, Japan, Argentinien 24:28, Ungarn – Brasilien – 29:23, Kroatien – Bahrain 28:18, Dänemark – Katar 32:23.

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