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Back in Backnang: Schieber kommt nach Hause

Der frühere Club-Profi wechselt auf die Trainerbank - 14.04.2021 14:30 Uhr

Da scheppert's! Julian Schieber ließ es im Club-Trikot einst in Stuttgart ordentlich krachen.

14.04.2021 © Sportfoto Zink / DaMa


Der wuchtige Angreifer - zuletzt noch für den FC Augsburg sportlich aktiv - soll bei der TSG Backnack den neuen Cheftrainer Mario Marinic unterstützen. Aktuell steht Schieber noch bis zum 30. Juni 2021 bei den Fuggerstädtern unter Vertrag. In Backnang erhält der 32-Jährige Arbeitspapiere bis zum 30. Juni 2024. “Mit der Verpflichtung von Julian Schieber ist uns ein echter Transfer-Coup gelungen“, freut sich Marc Erdmann, der Sportliche Leiter der TSG.

Baumschule und Buden

Dass die Beziehung von Julian Schieber zu seiner Geburtsstadt eine besondere ist, überrascht nicht besonders. Schließlich hatte der vom ein oder anderen Sportkommentator gerne als “Bulle von Backnang“ betitelte Stürmer dort auch seine ersten fußballerischen Gehversuche unternommen. Die Eltern betreiben ganz in der Nähe - in Unterweissach - eine Baumschule.

Dass man in Nürnberg mit Sympathie verfolgen wird, wie es bei Julian Schieber weitergeht, versteht sich derweil von selbst. In einer wahrlich wohltuenden Club-Saison 2010/11, die der FCN weit entfernt der Abstiegsränge auf Platz sechs der Bundesliga beendete, markierte der Angreifer sieben Liga- und drei Pokal-Treffer. Mit seinem Mix aus Athletik, Raffinesse und Abschlussstärke machte der Stürmer den Rot-Schwarzen Spaß und schuf Bilder, die im Nürnberger Kollektivgedächtnis eingeprägt haben.

Draxler? Wer ist das?

Besonders in Erinnerung dürfte vielen dabei Schiebers phänomenaler Stuttgart-Auftritt sein. Beim 4:1 in der bereits erwähnten Spielzeit narrte der “Bulle von Backnang“, den Nürnbergern vom VfB zur Weiterentwicklung übergeben und, an alter und nachfolgender Wirkungsstätte die Stuttgarter Kollegen nach Lust und Laune. Bei Nürnbergs Fabel-Coup am Neckar verwandelte der Angreifer per wuchtigem Flugkopfball zum 2:0 - und bei der Vorarbeit zum 3:1 Serdar Tasci in einen Schulbuben. Im Pokal hatte der Sturmtank da bereits Eindruck gemacht: Beim Cup-Aus auf Schalke führte der FCN dank seines treffsicheren Schwaben zweimal. Und musste sich erst in der Verlängerung beugen, als Teenager Draxler das Altmeister-Duell per Kunstschuss zugunsten der Knappen entschied. Viel Erfolg in der Heimat, Julian!

apö

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