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Balance, Biss und Bochum: Drei B für die Club-Geschichte

Köllners FCN möchte sich mit einem Heimsieg oben festsetzen - 20.09.2017 13:48 Uhr

Ein Servus vom Schützenfest: Die Laune beim Köllner-Club soll auch gegen Bochum gut bleiben.

© Sportfoto Zink / DaMa


Ein wenig stolz waren sie schon beim 1. FC Nürnberg am vergangenen Samstag, als ihnen jemand verraten hat, was ihnen da gerade gelungen ist. 6:1 beim MSV Duisburg - es war der höchste Auswärtssieg, den der Verein in seiner Zweitliga-Geschichte feiern durfte, durchgedreht ist deshalb trotzdem niemand. "Extrem reflektiert“ seien seine Fußballer direkt nach der Partie gewesen, erzählt Michael Köllner wenige Tage später, ein Bier hat sich auf der langen Heimfahrt auch niemand gegönnt. "Leichtsinnigkeit wird bei uns keine einziehen", ist der Trainer sicher.

Suchauftrag und hohes Niveau     

Dass gegen den Meidericher Spielverein nicht alles so gut lief, wie es das Ergebnis vermuten lassen könnte, ist ihnen nicht entgangen. Die Suche nach der "perfekten Balance" dauert an, sagt Köllner und glaubt, dass das bei 17 anderen Mannschaften in der Liga nicht anders ist.

Auch beim VfL Bochum haben sie die richtige Mischung offenbar noch nicht gefunden. Den Aufstieg haben sie dort vor der Saison ausgegeben, nach sieben Punkten in sechs Spielen stehen sie derzeit aber lediglich auf Platz 12. Was nicht viel heißen muss, findet Köllner, das ambitionierte Saisonziel hätte der VfL "zurecht formuliert", er erwartet am Donnerstag im Max-Morlock-Stadion einen "bissigen Gegner", der etwas gut zu machen hat. Dass sich der Besuch im Stadion für die bislang 22.000 angekündigten Zuschauer lohnen könnte, davon ist Köllner überzeugt. "Beide Mannschaften lieben das technische Spiel", sagt er, er erwartet ein Zweitliga-Spiel auf hohem Niveau.

Für den 1. FC Nürnberg wird es im besten Fall ein Zweitliga-Spiel, das sie erfolgreich bestreiten und damit erneut ein kleines Stück Geschichte schreiben. Zehnmal sind sich beide Vereine bisher in der zweiten Liga begegnet, noch nie konnte der Club gewinnen, gleich achtmal haben sie verloren. Das soll sich diesmal ändern, "wir wollen den Rückenwind nutzen“, sagt Köllner, "und uns im vorderen Drittel festbeißen".

Erras und andere Fragezeichen

Mit welchem Personal das gelingen soll, steht noch nicht abschließend fest. Kevin Möhwald kämpft sich nach seiner Oberschenkelverletzung langsam wieder zurück, ein Einsatz am Donnerstag ist im Bereich des Möglichen, für Georg Margreitter und Ondrej Petrak könnte die Partie noch zu früh kommen. Auch bei Patrick Erras hat sich Köllner noch nicht festgelegt. "Die Frage ist, ob es jetzt schon Sinn macht, ihn maximal zu belasten", sagt er und erinnert daran, dass in dieser englischen Woche ja noch mehr auf dem Programm steht. Am Sonntag geht es zum Derby nach Fürth, auch dann braucht Michael Köllner mindestens elf gesunde Spieler, die bereit sind, ein bisschen Geschichte zu schreiben.

Sebastian Gloser

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