24°

Sonntag, 05.07.2020

|

zum Thema

Ballbesitz und Punkte: FCN und Bochum teilen brüderlich

Im Abstiegskampf fehlen dem Club das Quäntchen Glück und zwei Punkte - 31.05.2020 13:12 Uhr

Im Kampf um wichtige Punkte für den Klassenverbleib gab es keine Gewinner zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem VfL Bochum.

© Daniel Marr/ Sportfoto Zink, Daniel Marr / Sportfoto Zink / Pool


"Wir können mit dem Punkt gut leben", ließ VfL-Coach Thomas Reis nach der Partie, die mit 0:0 in einer Punkteteilung zwischen Bochum und dem 1. FC Nürnberg endete, verlauten. Dem Trainer der Gäste aus dem Ruhrgebiet sollten solche Worte auch leichter über die Lippen gehen, da sein VfL Bochum mit nach dem Unentschieden in der Tabelle bei 36 Punkten sechs Zähler Vorsprung auf den Relegationsrang aufweisen kann. Hinzu kommt, dass die Kicker aus dem Pott ihren Abstand auf Nürnberg konstant bei vier Punkten halten konnten, was ebenfalls zu Reis' Zufriedenheit mit dem Ergebnis ohne Gegentor beitrug.

Bilderstrecke zum Thema

Blitz-Chance und Alu-Pech: Das FCN-Remis gegen Bochum in Bildern!

Mühsam ernährt sich der FCN! Auch in Spiel vier nach dem Re-Start gelingt es dem 1. FC Nürnberg nicht, drei Punkte einzufahren. Gegen Bochum hat der Club zwar die besseren Chancen, doch steht dem Keller-Club einmal mehr das Aluminium im Weg. Die besten Bilder aus dem Geister-Achteck!



FCN-Keeper Mathenia: "Ich habe das Tor herbeigesehnt"


Aber auch sein Pendant bei den Rot-Schwarzen, FCN-Coach Jens Keller, analysierte positive Aspekte aus dem Spiel seiner Mannen. "Wir haben defensiv gut gearbeitet. Wir hatten zwei oder drei Möglichkeiten, in denen Bochum immer einen Fuß vorbekommen hat. Wichtig war, dass wir hinten stabil standen. Von der Defensivleistung bin ich zufrieden", so Keller und fuhr mit dem Manko fort, "aber wir haben das Tor nicht erzwungen, das müssen wir uns ankreiden lassen. Mit der letzten Entschlossenheit hätte man das ein oder andere noch konsequenter ausspielen müssen." Und das schmerzt in der aktuellen Situation, in der der Club steckt, umso mehr.

Abstiegsränge? Der FCN hat nicht mehr viel Puffer nach unten

Nach dem Unentschieden steht der 1. FC Nürnberg auf dem 15. Tabellenrang der 2. Fußball-Bundesliga - zwei Zähler vor dem 16. aus Karlsruhe und vier Punkte vor dem ersten direkten Abstiegsplatz, den aktuell der SV Wehen Wiesbaden inne hat. Vom Tabellenletzten aus Dresden trennen den Club zwar noch acht Punkte, doch haben die Sachsen nach ihrer Corona-Quarantäne vier Partien weniger gespielt als Nürnberg. Ob Dynamo dem FCN noch einmal gefährlich werden kann, könnte sich schon heute zeigen, wenn die Dresdener in ihrem ersten Geister-Spiel den VfB Stuttgart empfangen.

Bilderstrecke zum Thema

Es clubt einfach nicht: Erneut schwache Noten für den sieglosen FCN

Robin Hack bringt den Ball in der Frühphase des Geister-Heimspiels gegen Bochum nicht am VfL-Keeper vorbei und scheitert nach einer tollen Einzelaktion spät am Querbalken. Und dazwischen? Da zeigt sich der akut abstiegsbedrohte Club zwar bemüht, gegen das formstarke Team von der Castroper Straße aber auch ohne rechte Durchschlagskraft. Die Noten für Nürnbergs Klassenkämpfer fallen entsprechend ein weiteres Mal äußerst ernüchternd aus.


Beim Blick auf die Match-Statistik lassen sich Parallelen zur Punkteteilung sowie den Trainerstimmen erkennen. Der Ballbesitz während des Spiels wurde genau wie die Zähler nach dem Spiel brüderlich zwischen Nürnberg und Bochum geteilt. Mit sieben getretenen Ecken kam der FCN zu insgesamt sechs Chancen von der Außenseite mehr als noch im vergangenen Spiel gegen Regensburg. Und auch die Passqoute, die mit 75 Prozent zwar nur knapp über der von Bochum (74 Prozent) lag und die weniger gespielten Fehlpässe (107 Nürnberg; 120 Bochum) sprechen in positiver Weise für den Auftritt der Rot-Schwarzen.


FCN stagniert weiter: Der Live-Ticker zum Nachleiden!


Doch die Zweikampfquote (47 Prozent Nürnberg; 53 Prozent Bochum), wie die weniger gespielten Pässe (436 Pässe Nürnberg, davon sind 329 angekommen; 457 Pässe Bochum, davon sind 337 angekommen) und die Tatsache, dass der Club von 12 in der Statistik aufgeführten Torschüssen, keinen im Bochumer Tor unterbringen konnte, sind negative Faktoren, die sich in der Match-Statistik und zum Teil auch in der Kritik des Trainers wieder finden.

FCN: Überraschungserfolg und Statement dringend benötigt

Ändern an der Tor-Misere des Club konnte auch Robin Hack gegen Bochum nichts, der zweimal eine mögliche FCN-Führung auf dem Fuß hatte. Die Misere hält übrigens schon seit dem Re-Start der zweiten Liga an. Nürnberg konnte lediglich einen Treffer selbst erzielen - der Rest waren Eigentore des jeweiligen Gegners. Eine gute Leistung zeigte aber wieder Abwehrbollwerk Konstantinos Mavropanos, was auch die Statistik belegt. Eine Passquote von 81 Prozent und eine Zweikampfquote von 67 Prozent sorgen für Sicherheit in der Club-Defensive. Wegen muskulärer Probleme musste der Grieche nach der Halbzeit in der Kabine bleiben. Eine Vorsichtsmaßnahme, wie Trainer Keller im Anschluss an die Partie erklärte: "Der Muskel ist zugegangen. Das Risiko war uns zu groß, dass er für den Rest der Saison ausfällt." Deutlich wird daraus, dass der Club-Coach ungern im Saisonendspurt auf Mavropanos verzichten würde.

Doch nicht nur der konstante Mavropanos ist für den 1. FC Nürnberg im Abstiegskampf wichtig. Ein Überraschungserfolg gegen den Tabellenführer Arminia Bielefeld (Samstag, 13.00 im Live-Ticker auf nordbayern.de) sowie ein Statement im ersten Geister-Frankenderby gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth wären es ebenfalls. Vor allem könnte das dem FCN Luft und Raum auf die Plätze am Tabellenende verschaffen.

Bilderstrecke zum Thema

Sorg giftig, Behrens unauffällig, 0:0! Der FCN in der Einzelkritk

Befriedigend ist es (erneut) nicht, was der akut abstiegsbedrohte Club gegen Bochum auf den rot-schwarzen Rasen bringt. Ein paar befriedigende Noten hat NZ-Redakteur Uli Digmayer beim Wieder-einmal-kein-Dreier-Spiel gegen den VfL dennoch verteilt. An wen? Lesen Sie doch selbst!



Hier finden Sie täglich aktualisiert die Zahl der Corona-Infizierten in der Region. Die weltweiten Fallzahlen können Sie an dieser Stelle abrufen. Über aktuelle Entwicklungen in der Corona-Krise berichten wir auch im Liveticker.


Verpassen Sie keine Nachricht mehr! In unserem täglichen Corona-Newsletter erfahren Sie alles Wichtige über die aktuelle Lage in der Coronakrise. Hier kostenlos bestellen. Immer um 17 Uhr frisch in Ihrem Mailpostfach.

Mit unserem E-Paper-Aktionsangebot erhalten Sie die wichtigsten Corona-News im Zeitungs-Format direkt nach Hause: Ein Monat lesen für nur 99 Cent! Hier gelangen Sie direkt zum Angebot.

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Sport