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Bamberg gibt Derbysieg gegen Würzburg spät aus der Hand

Auch Olindes Höhenflug reichte nicht aus - 26.11.2019 21:23 Uhr

Trotz Olindes starker Leistung und seinen 15 Punkten verlor Bamberg das Frankenderby in den letzten Spielminuten. © Nicolas Armer/dpa


Die Stimmung beim Spiel zwischen Brose Bamberg und s.Oliver Würzburg war einem Derby würdig. Auch die Zeichen standen gut für Bamberg, 17 der bisher 18 Frankenderbys konnten die Bamberger Basketballer für sich entscheiden. Und eigentlich lief die 19. Begegnung der beiden Teams bis weit ins vierte Viertel hinein nach Plan.

Zwar machte Würzburg die ersten Punkte des Spiels, doch nachdem Assem Marei zum 2:2 ausglich und anschließend auf 4:2 erhöhte, verlief das Spiel fast schon wie nach einem Muster. Bamberg lag vorn und verteidigte seine Führung, konnte Würzburg aber nie ganz abschütteln. Die Gäste blieben unermüdlich dran und kamen der Bamberger Führung immer wieder gefährlich nahe.

Das zahlte sich aus, denn nicht nur im zweiten Viertel konnte Würzburg den Punktestand auf Gleichstand stellen und anschließend sogar in Führung gehen, bevor Brose durch Treffer von Elias Harris, Olinde und Paris Lee wieder die Führung übernahm und Würzburg weiterhin auf - wenn auch immer wieder sehr geringem - Abstand hielt. Auch am Ende hatte Würzburg den längeren Atem, sodass die Anzeigetafel in der Brose Arena am Ende 69:72 anzeigte.

Die Partie lief noch nicht lange, da fiel auf, dass ein Bamberger am Dienstagabend besonders gut drauf war. Innerhalb der ersten sechs Minuten traf Louis Olinde mehrmals und vergab dabei sogar noch ein paar weitere Möglichkeiten in der Anfangsphase. Auch im Laufe des Spiels ließ er nicht nach und sammelte vor allem durch Dunkings mit 15 Punkten die meisten Zähler für sein Team.

Doch nicht nur in der Offensive ging es rasant los. Auch defensiv waren die Bamberger anfangs hellwach und hatten nach dem ersten Viertel vier Steals auf dem Konto. Diese Wachsamkeit jedoch ließ gegen Ende der Partie nach und obwohl Brose mit einer Ausnahme über fast die gesamte Spielzeit vorne lag, gab das Team von Trainer Roel Moors den Derbysieg noch spät aus der Hand.

Unkonzentriert in der Schlussphase

In den letzten vier Minuten der Partie musste die Heimmannschaft auf Marei verzichten, der nach seinem vierten und einem technischen Foul nicht mehr aufs Feld durfte. Es lag sicher nicht nur daran, doch seine Kollegen verloren gegen Ende des Spiels ihre Konzentration und Finesse beim Abschluss.

Zwar war Olinde mit seinen 15 Zählern der erfolgreichste Spieler auf dem Feld und auch Lee (13) und Marei (12) konnten mit den Würzburgern Junior Etou (13) und Cameron Wells (13) die meisten Punkte verzeichnen. Doch in den letzten Sekunden der Partie ließ die Treffsicherheit und Ruhe der gesamten Mannschaft nach und im Angesicht der drohenden Niederlage vergaben die Bamberger die entscheidenden Chancen. Damit musste Brose Bamberg eine extrem bittere, dritte Niederlage in der Basketball-Bundesliga hinnehmen.

Brose Bamberg: Olinde (15), Lee (13), Marei (12), Harris (10), McLean (6), Sengfelder (4), Obasohan (3), Seric (2), Weidemann (0), K. Taylor (0), B. Taylor (0)

s.Oliver Würzburg: Etou (13), Wells (13), Bowlin (11), Rudd (10), Fischer (8), Hulls (6), Obiesie (4), Hassfurther (4), Richter (3), Koch (0), Hoffmann (0)

ako

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