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Bambergs Harris verzichtet nicht: Jetzt spricht sein Anwalt!

Lediglich der Brose-Kapitän lehnt die Lohnkürzung um 50 Prozent ab - 08.04.2020 16:31 Uhr

Lehnte als einziger die Gehaltskürzungen ab: Bamberg-Kapitän Elias Harris. © Sportfoto Zink


"Ich erlebe in dieser schwierigen Zeit einen verständnisvollen und solidarischen Umgang seitens der gesamten Belegschaft. Auch aus großen Teilen der Fan-Szene und unserer Partner erfahren wir ein hohes Maß an Unterstützung und Hilfsbereitschaft", freut sich Geschäftsführer Arne Dirks über den Zusammenhalt der Bamberger Basketball-Szene.

Brose geht mit positivem Beispiel voran

An vorderster Front steht hier natürlich Haupt- und Namenssponsor Brose. Der Automobilzulieferer wird trotz der massiven wirtschaftlichen Einbußen innerhalb der Automobilindustrie seine finanzielle Unterstützung für die laufende Saison nicht kürzen und erhofft dies auch von den Co-Sponsoren.

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Ein positives Zeichen setzte dabei auch das Bundesliga-Team um Headcoach Roel Moors. In einer gemeinsamen Besprechung einigten sich Coaching Staff und die Akteure mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Stoschek, Geschäftsführer Arne Dirks auf eine Kürzung der monatlichen Bezüge um 50 Prozent. Wie lange Brose Bamberg diese Maßnahmen aufrecht erhält, hängt davon ab, ob und wann in dieser Spielzeit noch einmal Basketball gespielt wird. Aktuell setzt die Bundesliga ihren Spielbetrieb noch bis zum 30. April aus.

Enttäuschung über Elias Harris

"Ich bin allen dankbar, dass die Trainer und Spieler unsere Basketballgesellschaft in der aktuellen Krise unterstützen und die unvermeidlichen Maßnahmen akzeptieren", zeigte sich Stoschek mit dem Ausgang des Meetings zufrieden. Zeitgleich machte der Aufsichtsratsvorsitzende aber auch keinen Hehl aus seiner großen Enttäuschung über das Verhalten von Brose-Kapitän Elias Harris. "Sehr enttäuscht bin ich darüber, dass unser Kapitän Elias Harris seiner Vorbildrolle nicht gerecht wird und als einziger die Vereinbarung abgelehnt hat", so Michael Stoschek.

"Verletzung seines Persönlichkeitsrechts"

Eine Antwort von Harris auf die öffentliche Kritik ließ nicht lange auf sich warten, auch wenn die erste Aussage nicht von ihm selbst kam. "Das Statement über meinen Mandanten ist inhaltlich falsch. Mein Mandant ist gerne dazu bereit, auf Teile seines Gehalts zu verzichten. Es muss dabei aber fair ablaufen", teilte Harris' Medienanwalt Marcel Leeser von der Kölner Kanzlei Höcker mit. "Dass unser Mandant für ein rechtmäßiges Verhalten öffentlich an den Pranger gestellt wird, ist eine schwerwiegende Verletzung seines Persönlichkeitsrechts und des Arbeitsvertrags. Weitere Details zum Vertragsverhältnis und zum Verhalten von Brose Bamberg werden wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht nennen."

+++ Dieser Artikel wurde um 16.30 Uhr aktualisiert! +++

Benjamin Strüh/dpa

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