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Bayern kann kommen: Das ist der Plan von Club-Trainer Schommers

FCN-Coach setzt im Derby gegen den Rekordmeister das Elementare voraus - 26.04.2019 06:00 Uhr

Da geht's lang! Club-Trainer Boris Schommers hat den Matchplan gegen den Rekordmeister ausgearbeitet. © Sportfoto Zink


Ein letztes Bild von der Verfassung des Starensembles hat er sich wie viele Fußballfans am Mittwoch vor dem Fernsehgerät gemacht. Die Bayern mühten sich gegen Werder Bremen durch einen umstrittenen Foulelfmeter ins DFB-Pokalfinale. Schommers sah die bekannten Stärken, die er bei vier vorangegangenen Sichtungen schon ausgemacht hatte, fand erneut aber auch Ansätze, wie man ihnen wehtun kann: "Man hat in den letzten Spielen gesehen, dass der FC Bayern auch Chancen zulässt. Die müssen wir effektiv nutzen."

Bremen bestrafte die manchmal eben auch pomadigen und unsortierten Münchner binnen 60 Sekunden sogar zweimal. "Wir hatten schon vor dem Spiel unseren Plan", sagt Schommers, dessen Taktiktüftelei leicht entschlüsselt ist. Was jedoch nicht an seiner Einfallslosigkeit liegt. Gegen den FC Bayern hat man nun einmal nur eine Chance, wenn man sich auf das Elementare konzentriert. Und das heißt, unter allen Umständen Gegentore zu verhindern. "Hinten kompakt stehen und zu hundert Prozent gegen den Ball arbeiten", fordert Schommers von seinem Team, das identisch mit jenem sein dürfte, das schon in Leverkusen gegen ein Ballbesitzmonster oft hinterherrennen musste. "München ist da sogar noch einen Tick besser", ahnt Schommers, dass es erneut ein sehr laufintensives und kräfteraubendes Spiel werden wird.

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Gelingt es, den schnellen Außenspieler der Münchner den Weg zu versperren und Toptorjäger Robert Lewandowski aus dem Spiel zu nehmen, wäre schon viel gewonnen. Was aber nichts heißen muss, wie die Pokalpartie in Bremen dokumentierte. Ein verwandelter Pfostenabpraller, ein formidabler Geistesblitz von Freigeist Thomas Müller sowie ein verwandelter Elfmeter – der Favorit, gegen den Bremen weitestgehend stark verteidigt hatte, kam beim 3:2 eben zu glücklichen Toren.

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Der Club würde im 191. Vergleich auch gerne einmal wieder das Fortune, in dieser Spielzeit noch ein sehr seltener Gast, für sich beanspruchen und auf schmückendes Beiwerk verzichten. Eine verwandelte Standardsituation, einen irgendwie erfolgreich zu Ende gespielten Konter oder auch einen Abwehrpatzer der Gäste – Nürnberg wäre alles recht. "Es ist anderen Mannschaften auch schon gelungen, etwas gegen sie zu holen. In diese Riege wollen wir uns einreihen", sagt Schommers.

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Es wurde das erwartete Spiel für den 1. FC Nürnberg. Beim Gastspiel in München gab es für Frankens Vorzeigeverein nichts zu holen. Zumindest blieb eine befürchtete Blamage gegen den Rekordmeister aber aus. Am Ende steht eine verdiente 0:3-Niederlage.


Und die ist gar nicht einmal so klein: Auf nationaler Ebene konnten den Münchnern Augsburg, Freiburg (sogar in Hin- und Rückspiel) sowie Düsseldorf ein Remis abtrotzen; die Hertha, Mönchengladbach, Dortmund und Leverkusen brachten den Dauerfavoriten sogar zu Fall. Schommers: "Wir wissen, dass wir einen perfekten Tag brauchen, um etwas hierzubehalten."

 

Stefan Jablonka

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