Dienstag, 25.02.2020

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"Bielefeld wehtun": Fürth freut sich auf den Liga-Primus

Leitl will sein System auch gegen den Tabellenführer nicht ändern - 13.02.2020 16:42 Uhr

Trotz der ärgerlichen Niederlage gegen Hannover will das Kleeblatt Bielefeld mit breiter Brust empfangen. © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


Im Fußball geht es um Selbstvertrauen, um die Tagesform und natürlich um die Qualität, als Mannschaft wie individuell. Allesamt weiche Faktoren, weshalb das von Trainer Leitl 48 Stunden vor dem Anpfiff zur Schau gestellte Selbstvertrauen und der damit einhergehende Optimismus gar nicht so abwegig sind. Natürlich reist der Gast aus Ostwestfalen mit breiter Brust an, die Statistik mag das untermauern. Sieben Punkte aus den drei Spielen nach der Winterpause, 8:0 Tore, Platz eins im Unterhaus manifestiert. Das spricht für die Arminia und für ihren Lauf, auf dem die Mannschaft seit Monaten getragen wird.

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Gegen Hannover 96 hatte das Kleeblatt einfach kein Glück. Nach schwieriger Anfangsphase kamen die Fürther gut ins Spiel und waren über die meiste Zeit die bessere Mannschaft. Doch Hannover machte die Tore, die Spielvereinigung verschoss dann auch noch einen Elfmeter. Und auch die folgende Überzahl konnte das Team von Stefan Leitl trotz immenser Anstrengungen nicht mehr für sich nutzen. In der allerletzten Minute erhöhte 96 auch noch auf 1:3.


Vier Siege, fünf Unentschieden und nur eine Niederlage – die bisherige Bilanz in fremden Stadien nimmt sich beeindruckend aus, besser ist kein Team in der gesamten Liga. Und dennoch oder gerade deswegen geben sich die Fürther mutig. Das ist ihre Philosophie, das ist Leitls Lust auf eine offensive Ausrichtung. Ganz egal, wer auf der anderen Seite steht. "Wir wollen nach vorne spielen, das Spiel genießen und unseren Prinzipien treu bleiben", kündigt Leitl an, auch gegen den Klassenprimus keinesfalls das System ändern zu wollen. "Wir haben auch die Qualität im Kader, um Bielefeld wehtun zu können."

Zuletzt riefen jedoch längst nicht alle Akteure ihr Potenzial ab, beim 1:3 gegen Hannover fehlte in vielen Aktionen die letzte Konsequenz, gerade auch im Abschluss. Einen derartigen Hänger darf sich die Kleeblatt-Elf diesmal nicht leisten, und selbst das könnte nicht reichen. "Auch mit einer Top-Leistung ist nicht garantiert, dass wir dieses Spiel gewinnen", relativiert Leitl vor dem Duell Erster gegen Fünfter.

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Das Kleeblatt wollte seine kleine Siegesserie gegen Hannover fortführen. Doch dann lief es gegen Hannover erstmal so gar nicht. Gegentor während eigener Pressingphase bekommen, Elfmeter verschossen, Überzahl nicht ausnutzen können. Nur durch ein Eigentor kam die Spielvereinigung überhaupt nochmal ran, musste sich dann am Ende aber mit 1:3 geschlagen geben. Die Noten sind dennoch nicht wirklich schlecht. Bis auf eine Ausnahme vielleicht.


Seine Augen blitzen dennoch. Es sind genau diese Vergleiche, für die sich Profis tagtäglich schinden, an denen sie wachsen wollen und den berühmten nächsten Schritt machen. In Fürth ist das nicht anders als sonstwo auf der Welt. Hier formulieren sie das womöglich etwas demütiger. Der Aufstieg ist nach offizieller Verlautbarung kein Thema in dieser Saison, bekannte Leitl in dieser Woche. Was Druck von seinen Spielern nimmt, aber eben nicht heißt, dass man sich "dagegen wehren würde, sollte es soweit kommen", versucht sich der 42-Jährige an einer spannenden Balance zwischen sportlichem Ehrgeiz und der gebetenen Zurückhaltung nach mehreren Jahren im Tabellenkeller.

Erst einmal aber wollen sie gegen Bielefeld bestehen - das würde den Aufwärtstrend am Laubenweg nochmals deutlich unterstreichen und das Aufstiegsrennen so nebenbei noch ein bisschen spannender machen als es ohnehin schon ist.

Florian Pöhlmann

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