Samstag, 29.02.2020

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Blitztor, Pech und Behrens: FCN punktet in Heidenheim

Dovedan trifft prompt - Club bestätigt Aufwärtstrend auf der Ostalb - 14.02.2020 20:21 Uhr

Heiden-Heimsieg vor rund 2500 mitgereisten Club-Fans? Die erneute FCN-Führung - erzielt und gefeiert von Kapitän Hanno Behrens - hatte auf der Ostalb keinen Bestand. © Sportfoto Zink / DaMa


Große Lust auf den Club hatte offenbar nicht jeder auf der Ostalb. Frank Schmidt etwa, der Trainer des 1. FC Heidenheim, schien sogar mit dem Schlimmsten zu rechnen, zumindest sportlich. Da weder seine Mannschaft noch die der Nürnberger gerade sonderlich Wert auf Ballbesitz legen, sich dafür aber gerne mal hinten reinstellen, befürchtete Schmidt typischen Zweitliga-Fußball auf der Ostalb, genauer: "einen Abnutzungskampf".

Nürnberg gibt nicht nach - Geis fehlt gegen Darmstadt

Der Begriff hat im Sport eigentlich nicht viel zu suchen, wird aber trotzdem oft verwendet, wenn die weniger schönen Seiten des Spiels umschrieben werden müssen. Wer zuerst nachgibt verliert, soll das heißen, es kam aber glücklicherweise alles anders. In wirklich unterhaltsamen 90 Minuten musste der 1. FC Nürnberg trotz zweimaliger Führung mit einem 2:2 in Heidenheim zufrieden sein. Und war es auch, ein bisschen zumindest: Trainer Keller freute sich jedenfalls "über einen hochverdienten Punkt", auch wenn er die anderen beiden auch gerne mitgenommen hätte. Viel hat ja nicht gefehlt.

+++ Die Club-Stimmen: "Aus dem Keller raus": Heises Club hält Heidenheim stand +++

Die Chronologie des Abends: Dovedans frühes 1:0 glich Kleindienst in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit aus, Behrens gelang der erneute Führungstreffer (62.), erneut Kleindienst besorgte das späte 2:2 (83.). Weiterer Wermutstropfen für den Club: Geis sah seine fünfte Gelbe Karte und fehlt somit am nächsten Sonntag im Heimspiel gegen Darmstadt.

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Behrens bombig, Sorg fällt ab - Die Noten der Club-Profis beim FCH

Eine starke Leistung war das, die der 1. FC Nürnberg auf der Ostalb geboten hat. Am Ende stand ein 2:2, doch der Club war über das gesamte Spiel hinweg näher am Dreier als die Gastgeber. Eine Tatsache, die sich auch in den Noten niederschlägt.


Keller hatte seine Formation nicht nur freiwillig gleich auf vier Positionen verändert; für den angeschlagenen Nürnberger rückte Erras ins Zentrum, Heise kehrte auf die linke Seite zurück, Mittelstürmer Frey nach einer Sperre. Überraschen konnte der Trainer mit Dovedans Startelf-Nominierung, nachdem der Ex-Heidenheimer im neuen Jahr bislang nicht viel zu melden hatte.

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Griechen-Grätsche und Doppelführung: FCN verpasst Ostalb-Sieg

Die rund 2500 mitgereisten Anhänger des fränkischen Traditionsvereins sahen an der Brenz ein packendes Fußballspiel. Beide Mannschaften wollten den Sieg, die Strafräume waren entsprechend stark frequentiert. Am Ende musste sich der 1. FC Nürnberg trotz zweimaliger Führung mit einem 2:2 zufriedengeben. Ein wirklich ordentliches Auswärtsspiel haben die Franken dennoch gezeigt. Die Bilder!


Vier Minuten durfte Dovedan heuer erst mitmachen, drei in Osnabrück, eine in Hamburg. Gegen den früheren Verein, mutmaßte sein Chef, hätte Dovedan eigentlich besonders motiviert sein müssen, um zumindest den einen oder anderen Akzent auf dem Weg nach vorn zu setzen. Keller musste ja wegen der fünften Gelben Karte auf Hack verzichten, seine zuletzt auffälligste Offensivkraft.

Blitzstart auf der Ostalb - Der FCN verpasst es, nachzulegen

Es dauerte nicht einmal eine Minute, bis Dovedan seine Aufstellung mit Nachdruck rechtfertigte; nach einem abgeblockten Handwerker-Schuss landete die Kugel bei Behrens, der geistesgegenwärtig ablegte – auf Dovedan. Sein Schlenzer bedeutete die frühe Führung, an der sich der Club vorübergehend ein wenig zu berauschen schien. Wie am Schnürchen lief der Ball jetzt phasenweise und liefen die Heidenheimer nur hinterher.

Allerdings verpassten es die Nürnberger, eventuell schon vorentscheidend nachzulegen. Föhrenbach klärte in höchster Not gegen den herangrätschenden Behrens (19.), Dovedans Solo blieb ebenso ohne zählbaren Erfolg, sein Linksschuss kullerte am linken Pfosten vorbei (39.). In der Schlussphase der ersten Halbzeit hatte sich der Tabellen-Vierte längst optische Vorteile erarbeitet, ließ im Strafraum aber noch die letzte Entschlossenheit vermissen.

Mavropanos' Super-Grätsche und vergebliche Gegenwehr des FCN

Schnatterers Außenristversuch nach Traumpass von Dorsch kratzte Mavorpanos für seinen bereits geschlagenen Schlussmann von der Linie, kurz darauf scheiterte Kleindienst an Mathenia, der mit dem Fuß nicht durchweg souverän wirkte. Am Ausgleich in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs traf ihn keine Schuld, dafür seine Kollegen auf der linken Abwehrseite. Schnatterers Querpass nutzte Kleindienst im zweiten Versuch zum 1:1.

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Befriedigend am Valentinstag: Die Noten der Club-Profis in Heidenheim

Obwohl der Club zweimal in Heidenheim führte, war die kleine Siegesserie am Freitag wieder gerissen. Im dritten Spiel nach der deutlichen Niederlage gegen Hamburg musste sich der FCN nach zuletzt zwei Siegen mit einer Punkteteilung zufrieden geben. Die Leistung war dabei nicht überragend, aber doch in Ordnung. Hier sind die Noten der Club-Profis und ihres Trainers in Heidenheim!


Nach Wiederbeginn fühlten sich die Zuschauer stark an die Anfangsphase der Begegnung erinnert; die Gäste legten erneut furios los, Dovedan und Heise verpassten in jeweils aussichtsreicher Position das 2:1 aber knapp. Nürnberg, angetrieben von knapp 3000 Anhängern, blieb mutig und belohnte sich in der 62. Minute: Heise passte präzise zu Behrens, der Heidenheims Torhüter Müller mit einem Schuss durch die Beine bezwang.

Ecke gegen den Club: Kleindienst wiederholt sich

Einen Abnutzungskampf konnte man das beim besten Willen nicht nennen, was da so alles passierte in der Heidenheimer Arena, stattdessen "Rasse und Klasse", wie Heidenheims Trainer Schmidt fand. Margreitters Kopfballtreffer zählte nicht (70.), Multhaup verzog knapp (82.). Der Club brauchte zur Verteidigung seines knappen Vorsprungs zeitweise auch etwas Glück - und ließ sich sieben Minuten vor Schluss von einem noch abgefälschten Eckstoß überraschen.

Wieder Kleindienst durfte sich feiern lassen, das 2:2 entsprach in etwa auch den gezeigten Leistungen. Was der 1. FC Nürnberg durchaus als Kompliment verstehen darf.

1. FC Heidenheim: Müller - Busch, Mainka, Hüsing, Föhrenbach - Dorsch, Griesbeck (80. Thomalla), Theuerkauf (68. Multhaup), Schnatterer (68. Schimmer), Mohr - Kleindienst

1. FC Nürnberg: Mathenia - Sorg (90. Mühl), Margreitter, Mavropanos, Handwerker- Geis, Erras - Dovedan (69. Kerk), Behrens, Heise (78. Nürnberger) - Frey

Tore: 0:1 Dovedan (1.), 1:1 Kleindienst (45. +1), 1:2 Behrens (62.), 2:2 Kleindienst (83.) | Gelbe Karten: Dorsch - Dovedan, Mavropanos, Geis | Schiedsrichter: Gerach (Landau) | Zuschauer: 13.600.

+++ Der FCN in Heidenheim: Der Live-Ticker zum Nachfiebern +++

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Unter Cluberern: "Wir haben's schon schlechter erlebt"

2:2 - und jetzt? Gemischte Gefühle herrschten nach dem Spiel des Club gegen den 1. FC Heidenheim. Die Zuschauer im Nürnberger Pub "Thirsty Baker" waren einige ganz zufrieden mit dem Endergebnis, andere sahen zu viele verpasste Chancen.


Blumige Aussichten: Das große Club-Heidenheim-Quiz

Club gegen Heidenheim. Da brennt's in den Strafräumen. Oder lodert's? Wir sind doch hier nicht bei Stadt-Land-Fluss. Die ein oder andere Ortskenntnis-Frage haben wir neben dannyblumschen Tempoläufen und ganz viel Nikola Dovedan in unserem großen FCN-FCH-Quiz trotzdem versteckt. Sorry übrigens, Chef. Das nächste Mal werden's wirklich nur 13 bis 15 Fragen. Versprochen!

© Sportfoto Zink / WoZi

© Sportfoto Zink / WoZi

Frage 1/18:

Heidenheim liegt..

© Friedl Ulrich

© Friedl Ulrich

Frage 2/18:

"Wenn Heidenheim in der Tabelle vor dem Club steht", sagte einmal Franz Brungs, "dann...

© Sportfoto Zink / DaMa

© Sportfoto Zink / DaMa

Frage 3/18:

Wie viele der bislang neun Liga-Duelle mit dem FCH gestaltete der Club siegreich?

© Stefan Puchner (dpa)

© Stefan Puchner (dpa)

Frage 4/18:

Wie viele Tore machte Sommer-Zugang Nikola Dovedan in der vergangenen Saison im Heidenheimer Dress?

© Sportfoto Zink / WoZi

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Frage 5/18:

In seiner Einstiegssaison auf der Ostalb traf der Ösi-Quirl sechsmal. Auch beim 2:3 in Nürnberg?

© Sportfoto Zink / DaMa

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Frage 6/18:

Wie lange brauchten Behrens, Löwen und Stefaniak nach Heidenheims Führung, um auf 3:1 zu stellen?

© Sportfoto Zink / DaMa

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Frage 7/18:

Wie heißt der Fluss, der durch Heidenheim fließt?

© dpa

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Frage 8/18:

Die erste Partie im September 2014 in Heidenheim war ein echter Abturn, wie ging's aus?

© Sportfoto Zink / DaMa

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Frage 9/18:

Wie heißt der Mann, der Heidenheim damals schon nach drei Minuten ins Vordertreffen setzte?

© Roland Weihrauch/dpa

© Roland Weihrauch/dpa

Frage 10/18:

In wie vielen Partien kam der gebürtige Heilbronner seit 2008 für den FCH zum Zug?

© Stefan Puchner (dpa)

© Stefan Puchner (dpa)

Frage 11/18:

Apropos Heilbronn: Wie heißt denn das Stadion dort?

Frage 12/18:

Juli 2015: Wie viele Meter im Vollsprint legte Danny Blum vor seiner Vorarbeit zum 2:1 zurück.

© Sportfoto Zink / WoZi

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Frage 13/18:

Wer zerstörte Schloss Hellenstein, das Wahrzeichen von Heidenheim, 1530 fast völlig?

© Sportfoto Zink / DaMa

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Frage 14/18:

Wer traf im Februar 2017 beim 3:2-Auswärtssieg erstmals und doppelt?

© Sportfoto Zink / DaMa

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Frage 15/18:

Seit welchem Nürnberger Erfolgsjahr firmiert der 1. FC Heidenheim eigentlich als 1. FC Heidenheim?

© Sportfoto Zink / WoZi

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Frage 16/18:

Wie viele Liga-Spiele absolvierte FCH-Erfolgstrainer Frank Schmidt einst für die Club-Amateure?

© Sportfoto Zink / Wolfgang Zink

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Frage 17/18:

Wie lange brauchte Heidenheim in der Hinrunde, um Nürnbergs Zwei-Tore-Führung zu egalisieren?

© Sportfoto Zink / Daniel Marr

© Sportfoto Zink / Daniel Marr

Frage 18/18:

Wer brachte den 81 Minuten lang überlegenen FCN beim 2:2 im August 2019 daheim in Front?

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