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Bloß keine Niederlage: Bamberg muss gegen Novgorod liefern

Die Brose-Boys wollen den Gegner auf heimischem Parkett frühzeitig stoppen - 23.10.2019 12:44 Uhr

Klarer Arbeitsauftrag: Bryce Taylor und seine Bamberger müssen gegen Novgorod in die Erfolgsspur zurück. © Nicolas Armer/dpa


Zwar sind auch die Korbjäger aus der russischen Großstadt, die circa 164 Kilometer südsüdöstlich von Sankt Petersburg liegt, mit einer Niederlage gestartet, doch fiel diese nicht so deutlich aus, wie die der Bamberger in Nymburk. Nizhny unterlag auf Teneriffa mit 67:81. Besser läuft es dagegen auf nationaler Ebene, wo der VTB-Finalist der vergangenen Saison (Finalniederlage gegen ZSKA Moskau) zuletzt gegen Minsk mit 82:77 gewann und aktuell hinter Khimki Moskau auf Platz zwei rangiert (drei Siege, eine Niederlage).

Willis und Baburin sorgen für Punkte

Mit Darrlyn Willis ragt immer wieder einer der vier neuen US-Importe als Top-Performer heraus. Der 2,06-Meter-Center legte mit 28 Punkten und zehn Rebounds gegen Minsk ein Double-Double auf, gegen Teneriffa verpasste er dieses mit 17 Zählern und neun Rebounds nur um Haaresbreite. Willis ist im Aufgebot von Coach Zoran Lukic der Brecher unter dem Korb, während außen die Shooter um Evgenii Baburin warten. Vor allem Baburin hat derzeit ein "heißes Händchen", denn sowohl gegen Minsk als auch gegen Teneriffa war er jeweils dreimal von jenseits des Bogens erfolgreich. Der 32-jährige Veteran gehört schon zu Novgorods Stammpersonal, zusammen mit sieben weiteren Akteuren stand er bereits in der abgelaufenen Spielzeit im Nizhny-Roster. Lediglich die Importpositionen wurden neu besetzt: Neben dem bereits erwähnten Willis, sind dies Brandon und Alec Brown sowie Lewis Chavaughn.

Wie auch Brose hatten die Russen am ersten BCL-Spieltag enorme Probleme, ins Spiel zu finden. Sie gaben das erste Viertel mit 14:24 ab, konnten nach einem guten zweiten (20:13) jedoch nach der Pause nicht mehr nachlegen. Zieht man zur besseren Einordnung noch die vergangene BCL-Saison hinzu, war die Auftaktpleite die fünfte Niederlage in Folge für die Russen, die auf fremdem Parkett sogar bei einer Negativserie von fünf Niederlagen aus den letzten sechs Partien stehen.

Den Gegner studiert

"Sie spielen sehr diszipliniert, haben einen guten Coach und Spieler, die das System seit Jahren kennen. Sie versuchen überwiegend über ihre großen Jungs zu spielen, dann stehen die Schützen an der Dreierlinie", hat Bambergs Cheftrainer den nächsten Gegner gut studiert und lässt sich auch von der aktuellen Talfahrt Novgorods nicht blenden. Der Belgier, der seit diesem Sommer in der Domstadt in der Verantwortung steht, will, dass sein Team den Spielfluss der Russen frühzeitig stoppt.

Dass sein Team durchaus in der Lage ist, einen Kontrahenten defensiv zu stoppen, hat man unlängst am Wochenende gesehen, als beim Heimsieg über Gießen in den entscheidenden Momenten wichtige Stops gelangen. Geholfen hat dabei sicherlich auch das ordentliche Debüt von Retin Obasohan. Der Combo-Guard ist mittlerweile eine gute Woche in Bamberg und hat bereits bei seinem ersten Einsatz in Brose-Dress gezeigt, dass er der Mannschaft helfen kann. Mit sieben Punkten - darunter ein Statement-Dunk kurz vor der Pause - fügte er sich nahtlos ins Teamgefüge ein.

"Wissen, was wir tun müssen"

"Wir müssen ihnen unser Spiel aufzwingen", gibt Tre‘ McLean die Marschroute für Mittwoch vor. Der Small Forward gibt zu Protokoll, dass er und seine Kollegen, genau wissen, wie man an die Aufgabe im ersten internationalen Heimspiel der Saison heran gehen muss. "Wir haben sie gut studiert, kennen ihren Gameplan. Wir wissen, was wir tun müssen. Sie haben einen guten Guard, dazu einen starken Power Forward", nennt Bambergs Nummer elf zwei wichtige Faktoren im Spiel der Russen, die es auszuschalten gilt. Bereits am Samstag begibt sich der Brose-Express wieder auf Reisen. Über den BBL-Stopp in Hamburg, geht es anschließend weiter nach Gaziantep, wo die nächste Aufgabe in der Champions League wartet.

Benjamin Strüh

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