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Brose Bamberg reist zum Ligaprimus nach München

Südschlager als Final Four-Generalprobe - Puma als neuer Ausrüster? - 30.04.2019 09:12 Uhr

Hat nur die anstehende Aufgabe in München im Kopf: Bambergs Trainer Federico Perego. © Sportfoto Zink


Obwohl es nur allzu verständlich wäre, wenn Trainer, Spieler und Verantwortliche von Brose Bamberg gedanklich schon in Antwerpen sind, muss die volle Konzentration dem anstehenden Duell mit den Bayern-Basketballern gelten. Zwar hat dieses Aufeinandertreffen noch eine recht junge Tradition, dennoch geht es dabei stets um mehr als zwei Liga-Punkte – es geht ums Prestige! Seit dem Münchner Aufstieg zur Saison 2010/2011 gab es in Hauptrunden und Playoffs bereits 40 Aufeinandertreffen, von denen Brose 21, die Bayern 19 für sich entscheiden konnten. Vor allem aber in der vergangenen Saison, in der es aus sieben Duellen nur einen Brose-Sieg gab, und im Hinspiel schien es so, als würden sich die Kräfteverhältnisse gen München verschieben.

Volle Konzentration auf dieses Spiel

In der bayerischen Landeshauptstadt selbst ist die Bamberger Bilanz negativ. Sechs Siegen stehen elf Niederlagen gegenüber. Dennoch treten die Jungs von Headcoach Federico Perego natürlich mit dem Ziel an, die zwei Punkte aus dem Audi Dome zu entführen. "Wir konzentrieren uns nur auf dieses Spiel. Wir fahren hin, geben unser bestes und sehen nach der Partie, was auf der Anzeigetafel steht", versucht der Italiener im Vorfeld etwas Druck von seinen Spielern zu nehmen. Diese wiederum konnten zuletzt ihr angekratztes Selbstvertrauen etwas aufpolieren. Dank eines überragenden Augustine Rubit gelang den Oberfranken am vergangenen Freitag ein wichtiger Erfolg zu Hause über Braunschweig (93:88). Bambergs US-Boy glänzte in dieser Partie mit insgesamt 29 Zählern, doch vor allem sein Schlussspurt, bei dem er 18 Punkte in vier Minuten auflegte, beeindruckte.

Einen tollen Schlussspurt legten auch die Bayern-Basketballer im Spitzenspiel am Sonntag in Berlin hin. Dank eines 29:14 im finalen Abschnitt sicherten sich die Oberbayern einen 85:75-Erfolg und sind damit kaum noch von der Pole Position zu verdrängen. Nationalspieler Danilo Barthel zeigte in der Hauptstadt eine starke Performance und steuerte 15 Punkte (bei hundertprozentiger Trefferquote aus dem Feld und von der Freiwurflinie) zum Sieg seiner Mannschaft bei. Mit durchschnittlich 12,2 Zählern pro Partie, ist Barthel einer von vier Spielern, die regelmäßig zweistellig scoren. Hinzu kommen noch Djedovic (12,2), Williams (12,1) und Lucic (11,9). Danilo Barthel ist zudem der beste Rebounder des Teams (4,7), Stefan Jovic verteilt die meisten Assists (4,7).

Bayern "das beste Team der Liga"

"Sie sind das beste Team der Liga, ausgeglichen besetzt, jeder kann punkten", kennt Broses Übungsleiter die Stärken der Truppe von Coach Dejan Radonjic. Trotz ihrer individuellen Klasse vernachlässigen die "Rothosen" aber auch das Teamplay nicht. 21,3 Korbvorlagen pro Spiel (Bamberg 20,2) sorgen dafür, dass die Bayern 53 Prozent ihrer Würfe in des Gegners Korb versenken können – Brose trifft aus dem Feld aber auch 50,3 Prozent seiner Wurfversuche und schafft offensiv sogar die minimal höhere Punktausbeute (88,6:88,1).

Die Nacht nach dem Spiel verbringen die Bamberger an der Isar und starten am Mittwochfrüh vom Münchner Airport aus nach Brüssel, von dort geht es per Bus weiter nach Antwerpen. Nach Presseterminen und diversen Trainingseinheiten steht am Freitag um 18.30 Uhr das Halbfinale im Final Four der Basketball Champions League gegen Segafredo Virtus Bologna an.

Steigt Puma bei Brose ein? 

Übereinstimmenden Medienberichten zur Folge steht der fränkische Sportartikelhersteller Puma kurz vor einem Vertragsabschluss mit Brose Bamberg. Da der Kontrakt mit dem aktuellen italienischen Ausrüster Macron zum Saisonende ausläuft, haben sich die Oberfranken nach einem neuen Partner umgesehen - und sind dabei angeblich in der Region fündig geworden.


Lesen Sie auch: Rüstet Puma bald das Kleeblatt aus?


 

 

 

 

  

Benjamin Strüh

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