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Brose Bamberg will die Löwen zähmen

Oberfranken wollen gegen Braunschweig wieder einen Sieg - 26.04.2019 15:31 Uhr

Volle Kraft voraus: Brose Bamberg will unbedingt liefern. © Angelos Tzortzinis/DPA/dpa


Von diesen 49 bisherigen Aufeinandertreffen in Deutschlands höchster Spielklasse gingen bislang 38 an die Bamberger, elf an die Braunschweiger. In Freak City spricht die Bilanz mit 20 Siegen und vier Niederlagen eine noch deutlichere Sprache zugunsten der Oberfranken. Eine dieser insgesamt elf Pleiten gegen Braunschweig ist dabei noch gar nicht so lange her. Im Hinspiel der aktuellen Spielzeit kam Brose in der Braunschweiger Volkswagenhalle mit 66:92 böse unter die Räder. Bester Brose-Scorer im November des vergangenen Jahres war Stevan Jelovac, der inzwischen ja nicht mehr zum Team gehört.

Überragendes US-Duo

Auf Seiten der damaligen Gastgeber glänzten DeAndre Lansdowne und Scott Eatherton mit 23 beziehungsweise 21 Zählern. Doch das US-Duo war nicht nur in dieser Partie überragend. Beide spielen von Spieltag eins an eine überzeugende Saison und führen ihr Team in Sachen Scoring mit 19,4 (Lansdowne) und 17,6 (Eatherton) Zählern pro Partie an. Big Man Eatherton ist mit aufgerundet zehn Rebounds pro Spiel im Schnitt für regelmäßige Double Doubles gut. Unterstützung bekommen die beiden US-Boys in erster Linie vom Österreicher Tommy Klepeisz (10,2 PpS), während Joe Rahon mit knapp fünf direkten Korbvorlagen der Antreiber des Löwen-Spiels ist.

"Braunschweig ist sicherlich eine der großen Überraschungen der bisherigen Saison. Sie spielen einen sehr guten Basketball", zollt Broses Headcoach Federico Perego dem kommenden Gegner den gebührenden Respekt. Immerhin hat sich Braunschweig mit zuletzt zwei Heimsiegen über Göttingen und Bremerhaven an Würzburg vorbei auf Platz acht geschoben. Da dies der letzte Playoff-Rang ist, wird das Team des ehemaligen Bundestrainers Frank Menz alles daran setzen, um diese Position mit weiteren Siegen zu verteidigen. Für Freitag sprechen zwar fast alle statistischen Kennzahlen – außer die Rebounds (36,9:33,6 – 12,0:8,6 offensiv) – gegen die Okerstädter, dass man Bamberg aber trotzdem schlagen kann, haben die vergangenen Wochen mehr als einmal bewiesen.

Die Bamberger selbst kehren mit zwei bitteren Auswärtsniederlagen in Frankfurt und Ludwigsburg auf das heimische Parkett zurück und müssen weiterhin versuchen, das anstehende Final Four der Champions League am ersten Mai-Wochenende so gut es geht aus den Köpfen zu halten. Vor allem das bittere 95:96 bei den MHP Riesen schmerzte sehr. "Wir hingegen mussten eine der wahrscheinlich schlimmsten Niederlagen überhaupt einstecken und verarbeiten. Das haben wir getan", beschreibt Coach Perego die vergangenen Trainingstage. Bei der Aufarbeitung der Partie hat der Italiener seinen Akteuren aber deutlich gemacht, wo man am Freitagabend gegen Braunschweig ansetzen muss. "Wir müssen die zweite Halbzeit aus Ludwigsburg nehmen und von Beginn an das zeigen, was wir dort gespielt und jetzt die Woche im Training erarbeitet haben", so Broses Übungsleiter.

Perego fehlt an der Seitenlinie

Federico Perego selbst wird beim Spiel gegen die Basketball Löwen allerdings nicht an der Seitenlinie stehen und auch nicht in der Halle sein. Wie die Spielleitung der easyCredit Basketball Bundesliga am Donnerstagabend mitteilte, wurde der Italiener aufgrund eines "Verstoßes gegen die Sportdisziplin gegenüber Schiedsrichtern" mit einer Pflichtspiel-Sperre und einer Geldbuße in Höhe von 2.000 Euro belegt.

BBL-Spielleiter Dirk Horstmann (Kamen) begründete seine Entscheidung damit, dass sich der Headcoach von Brose Bamberg im Anschluss an die mit 95:96 verlorene Begegnung in Ludwigsburg wiederholt unsportlich geäußert hat.

Bevor es für den Brose-Express am Mittwoch mit dem Flieger nach Antwerpen zum CL-Final Four geht, steht am Dienstagabend (30.4.) noch das Kräftemessen beim Ligaprimus FC Bayern München Basketball an. 

Benjamin Strüh E-Mail

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