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Brown bleibt: Ice Tigers können nächsten Leistungsträger halten

Texaner verlängert seinen Vertrag um weitere zwei Jahre - 25.02.2020 15:52 Uhr

"Meine Familie und ich lieben es hier in Nürnberg", sagt Chris Brown - und meint offensichtlich die Ehrenrunden nach Siegen der Ice Tigers. © Sportfoto Zink / Thomas Hahn, Sportfoto Zink / ThHa


Kürzlich stand Chris Brown wortwörtlich an einer Ampel in der Nürnberger Innenstadt. Zusammen mit seinem Kumpel Chris Summers hatte er sich zwei E-Scooter ausgeliehen. Und selbst auf dem robusten Roller sah der US-Amerikaner aus, als wäre er jederzeit bereit für ein Rodeo. Vor allem aber sah Brown zufrieden aus - mit sich, mit seinem Arbeitgeber und mit der Stadt, die seit zwei Wintern seine Heimat ist und die mindestens zwei weitere Winter seine Heimat bleiben wird. Der Texaner Brown hat seinen Vertrag bei den Thomas Sabo Ice Tigers um zwei weitere Spielzeiten verlängert.

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"Chris ist ein sehr positiver und charakterstarker Mensch und als einer unserer Kapitäne auch ein absoluter Führungsspieler in der Mannschaft", ließ Kurt Kleinendorst ausrichten. Kürzlich hatte der Cheftrainer bereits angekündigt, dass sich trotz der öffentlichen Ungewissheit um die Zukunft der Ice Tigers ein weiterer Leistungsträger entschieden hat, in Nürnberg zu bleiben. Zwölf Treffer hat Brown 47 Partien erzielt und weitere 21 vorbereitet. "Er ist einfach ein sehr guter Eishockeyspieler, den man als Trainer gerne in seinem Team hat", ergänzte Kleinendorst. Wobei das nicht für jedes Spiel gilt. Gegen Augsburg verbrachte Brown zuletzt sechs Minuten des Schlussdrittels auf der Strafbank. "Ich muss meine Emotionen besser kontrollieren und nicht noch eine nehmen", sagte der 29 Jahre alte Flügelstürmer danach.

Zurück in der Stadt, "die man liebt"

Genau dieser aufbrausende Charakter ist es allerdings, den Brown aus einer ansonsten oftmals zu braven Mannschaft herausragen lässt. Der US-Amerikaner zählt zu den Spielern, die ihre Gegenspieler nerven, die ihnen unter die Haut gehen.

Angenehm aufbrausend: Auf dem Eis ist der Familienmensch Chris Brown emotional - manchmal, wie hier gegen Augsburg, etwas zu emotional. © Thomas Hahn/Zink


Dabei begründet er seine Entscheidung, in Nürnberg zu bleiben mit seinem Familiensinn: "Meine Familie und ich lieben es hier in Nürnberg. Mir gefällt die Art und Weise, wie hier an der Zukunft gearbeitet wird, und ich bin gerne ein Teil davon. Wir konzentrieren uns natürlich auf die restlichen vier Hauptrundenspiele und die Playoffs, aber es ist ein schönes Gefühl, mit einer Sicherheit in den Sommer zu gehen und anschließend in eine Stadt, die man liebt, zurückkommen zu dürfen.“

Brown war im Sommer 2017 aus der American Hockey League nach Iserlohn gewechselt. Nach einem Jahr im Sauerland holten ihn die Ice Tigers nach Nürnberg. In 143 Spielen hat er inzwischen 38 Tore geschossen und weitere 59 vorbereitet.

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