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Chancenloser Club-Kampf? Mühl gibt nicht auf

Der FCN-Verteidiger glaubt weiterhin an den Klassenerhalt - 12.02.2019 01:37 Uhr

Er hatte an der Leine die große Chance zum Anschlusstreffer: Lukas Mühl will sich auch weiterhin gegen den drohenden Abstieg stemmen. © Sportfoto Zink / DaMa


"Es tut schon weh, wenn man in der dritten Minute eine Rote Karte gegen sich bekommt, wenn so viel für dich auf dem Spiel steht", hob der Innenverteidiger des 1. FC Nürnberg an. Für die Chronologie der spielentscheidenden Szenen spielte es keine Rolle, dass sich dieses wegweisende Ereignis tatsächlich erst acht Minuten später zugetragen hatte. Es war immer noch viel zu früh gewesen, um in Unterzahl zu geraten. Achtzig Minuten einen Mann weniger zu sein, würde zwangsläufig irgendwann seinen Tribut fordern. Auch wenn man es selbst dezimiert noch lange gut gemacht habe: "Ich habe nicht gesehen, dass sie uns mit einem Mann mehr hergespielt hätten. Wir haben versucht, nicht nur Langholz zu spielen, sondern auch den Ball in den eigenen Reihen zu behalten, um für Entlastung zu sorgen."

 

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Die Hoffnung, darüberhinaus die erste Chance auch einmal für ein Tor zu nutzen, erfüllte sich wiederum nicht. "Wenn wir endlich mal in Führung gehen würden, würde sich so ein Spiel einfacher gestalten. Wir haben alles probiert und bekommen wieder zwei so dumme Dinger." Auch wenn die Niederlagen längst tief in den Köpfen der Spieler stecken, die Motivation zu verlieren, ist keine Option. "Es ist nicht einfacher geworden. Wir müssen uns als Mannschaft jetzt wieder finden und neu einstellen. Morgen müssen wir wieder aufstehen. Jeder muss seinen Arsch hoch kriegen und zeigen, ob er ein Mann ist."

"Ich bin ein Mensch, der immer an alles glaubt"

Die Saison mit hängenden Köpfen und gebrochen Herzen nun nur noch anständig zu Ende zu spielen, die Hoffnung auf ein kleines Fußballwunder also zu begraben, ist für Mühl ebenso wenig eine Option. "Nein, auf keinen Fall. Ich bin ein Mensch, der immer an alles glaubt. Es ist nicht abgehakt für mich, wir schenken die Spiele jetzt nicht her. Wir haben einen guten Spirit, und wir werden nicht aufgeben."

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Sein Förderer und Trainer Michael Köllner wird am kommenden Montag im Heimspiel gegen Dortmund nicht mehr an der Seitenlinie stehen. Mühl hatte die Personalie zuvor beiseite geschoben: "Mit diesem Thema beschäftige ich mich nicht, sondern nur mit meiner Leistung. Er hat mich immer unterstützt, wir kennen uns schon sehr lange, deshalb würde ich auch gerne weiter mit ihm arbeiten."

Nach Mühl fand mit Christian Mathenia ein weiterer kampflustiger Spieler den Weg vor die Journalisten. "Die meisten dürften jetzt nicht mehr mit uns rechnen", sagte er: "Wir werden uns aber nicht fallen lassen, sondern die Boxhandschuhe rausholen und alles dafür geben, den Verein in der ersten Liga zu halten." Ein Statement ganz nach Mühls Geschmack. 

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Dieser Artikel wurde am 12. Februar 2019 um 1.38 Uhr aktualisiert. 

Stefan Jablonka

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