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Clever und stabil: Bamberg startet mit Sieg ins Pokalturnier

Larson und Vitali glänzen gegen Ulm - 17.10.2020 17:12 Uhr

Den besseren Start in dieses Auftaktmatch erwischte zunächst allerdings das Team von Ratiopharm Ulm. Hier war es in der Anfangsphase allen voran Dylan Osetkowski, der ja schon im Vorfeld von Broses Coach Johan Roijakkers als Schlüsselspieler ausgemacht wurde und von Norense Odiase nur schwer zu kontrollieren war. Ulm Center bescherte seinen Farben Mitte des ersten Viertels einen knappen Vorsprung (12:8). Mit fortlaufender Spielzeit fanden dann aber auch die Brose-Boys zusehends besser in ihren Offensivrhythmus, stabilisierten ihre Defense und kämpften sich mit einem 7:3-Zwischenspurt zum Ausgleich (15:15, 10. Min.). In den Schlusssekunden des ersten Quarters besorgte John Petrucelli - nach hervorragendem Einwurf-Zuspiel von Per Günther - zwar nochmal die Ulmer Führung (17:15), doch nach der Viertelpause legten die Oberfranken richtig los.

Bamberg nimmt Fahrt auf

Insbesondere defensiv standen die als Gastmannschaft geführten Oberfranken nun sehr sicher und nahmen den Ulmern fast alle Optionen weg. Im Angriff übernahmen Kenny Ogbe, der zahlreiche Fouls beim Gegner herausholte, Chase Fieler und Michele Vitali (mit erfolgreichen Freiwürfen) die Verantwortung und holten die Führung auf die weiß-rote Seite. Nach einem ersten 8:1-Zwischenspurt der Bamberger versuchte sich Ulms neuer Point Guard, Troy Caupain, gegen den Spielverlauf zu stemmen und legte sieben Zähler in Serie auf. Die Roijakkers-Jungs zeigten sich davon unbeeindruckt und zogen ihr Tempo-Spiel weiter konsequent durch. Ein krachender Putback-Dunk von Brose-Kapitän Chase Fieler nach einem vergebenen Distanzwurf von Vitali beendete schließelich ein starkes zweites Viertel (20:12) mit der 35:29-Pausenführung für Brose Bamberg.

Nach dem Seitenwechsel setzten die Bamberger ihren positiven Trend fort und starteten den zweiten Durchgang mit einem 11:4-Run, der Mitte des Viertels die erste zweistellige Führung bedeutete (46:33). Die letzten fünf Bamberger Punkte bei diesem Lauf - erzielt von Tyler Larson - veranlassten Ulms Coach Jaka Lakovic zur Auszeit. Diese fruchtete dann auch sofort, denn, angeführt von Andi Obst, kämpften sich die Gastgeber zurück. Bis auf drei Punkte kamen Obst & Co. wieder heran, doch dann griff wieder die oberfränkische Defense. Drei Blocks in Serie (1x Fieler, 2x Kravish) - alle gegen Andi Obst - verhinderten weitere Korberfolge der Donaustädter und im Gegenzug sorgten Fieler, Ogbe und Kravish dafür, dass sich die eigene Führung bei sechs Zählern einpendelte.

Die richtigen Mittel gefunden

Daran änderte sich auch im Schlussabschnitt wenig. Ulm warf zwar in den finalen zehn Minuten alles nach vorne und kam auch immer wieder zu wichtigen Treffern, doch im Gegenzug ließ sich Bamberg auch nicht am Scoren hindern. Die Mannen von Coach Roijakkers gefielen dabei vor allem mit guter Ballbewegung - am Ende stehen 20 Assists im Scouting (Ulm 9) - und fanden so den richtigen Mix zwischen Inside- und Outside-Game. Michele Vitali, der bis tief ins vierte Viertel nur von der Freiwurflinie erfolgreich war, machte dann mit seinen ersten Punkten aus dem Feld den Deckel drauf. Bamberg gewinnt somit sein erstes Pflichtspiel unter Cheftrainer Johan Roijakkers, das sich über drei Viertel und auch anhand der Stats als extrem ausgeglichen präsentierte, mit 74:65.

Auf diesem Erfolg kann die Mannschaft nun am kommenden Wochenende, wenn es in Ulm zu den Duellen mit Ludwigsburg und Würzburg kommt, aufbauen.

Ratiopharm Ulm: Caupain (14 Punkte), Obst (13), Osetkowski (9), Petrucelli (8), Günther (6), Diallo (6), Heckmann (4), Philipps (3), Holman (2), Landers, Milicic

Brose Bamberg: Larson (16), Vitali (15), Kravish (13), Ogbe (10), Fieler (8), Lasisi (6), Sengfelder (2), Hundt (2), Odiase (2), Lockhart

Benjamin Strüh

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