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Club-Angreifer Dovedan: Ein Schleicher mit Luft nach oben

Österreicher ist mit seiner Ausbeute längst noch nicht zufrieden - 19.09.2019 09:31 Uhr

Möchte sich beim Club noch verbessern: Nikola Dovedan. © Sportfoto Zink / Daniel Marr


Zu den weniger gelungenen Partien zählt Dovedan neben dem 0:4 gegen den Hamburger SV eben auch seinen Auftritt jüngst gegen den SV Darmstadt 98 und kommt trotz seiner insgesamt vier Scorerpunkte dann auch zu dem Fazit: "Ordentlich, aber noch viel Luft nach oben." Dovedan könnte damit auch die Gesamtsituation des auf Rang elf liegenden Zweitligisten treffend umschrieben haben.

Angesprochen auf die eklatanten Defensivfehler, die meist im Rücken des offensiv ausgerichteten Mittelfeldspieler geschahen, zuckt der 25-Jährige mit österreichischer Gelassenheit mit den Schultern. Nicht meine Baustelle, könnte man interpretieren. Doch ganz so einfach, wie er die Neugier nach der Ursachenforschung abwehrt, macht es sich Dovedan dann doch nicht.

 

 

 

Nicht alle Fehler, die die Mannschaft, manchmal aber auch nur Teile von ihr, bisher begangen haben, muss ausschließlich der Trainer erklären. "Wir machen hin und wieder komische, vielleicht auch dumme Fehler", räumt Dovedan selbstkritisch ein und verortet die Probleme auch nicht ausschließlich in der Abwehr: "Wir Offensivspieler können auch sicher vorne besser anlaufen, damit wir die Innenverteidiger schon früh unter Druck setzen und sie nicht so leicht rausspielen können", erklärt Dovedan, woran man weiterhin intensiv arbeiten wolle.

Ein Muster ist erkennbar

Gleichzeitig nimmt er aber auch die Defensivkollegen in die Pflicht, "dass die Stürmer eben nicht zum Toreschießen kommen". Wenigstens nicht mehr so oft wie das in den bisherigen sechs Punktspielen und im Schnitt mit zwei Gegentreffern der Fall war. Schon gegen Heidenheim (2:2) kosteten späte Gegentore zwei von drei bereits verbuchten Punkten. In Darmstadt blieb nach einem wilden Ritt beim 3:3 und einem zweimaligem Rückstand immerhin noch ein Punkt übrig.

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Weil der Club einmal aber eben auch in Führung lag und diese nach der Pause auf zwei Tore hätte ausbauen können, muss er unzufrieden mit dem Ausgang der Partie sein. Es lässt sich ein Muster erkennen: Die Mannschaft scheitert öfter an sich selbst als am Gegner. "Wir machen uns da auch schon unsere Gedanken", sagt Dovedan. Doch trotz interner Fehleranalyse bleiben Fragen offen. Zum Beispiel die, warum das Team gerade in der ersten Halbzeit oft zu passiv agiert. "Das verstehe ich auch nicht", sagt Dovedan. "Vielleicht", vermutet er, "vertrauen wir uns gegenseitig noch nicht richtig. Es ist schwierig zu sagen. Aber das ist ja auch die Aufgabe vom Trainer."

Frey bringt höheres Niveau

Aus der Ruhe bringt ihn die fehlende Balance im Team angesichts der großen Qualität in der Offensive jedoch nicht. Gerade die Verpflichtung von Michael Frey hat das Niveau noch einmal angehoben. Der Schweizer Stoßstürmer durchpflügt die gegnerische Abwehrreihe regelrecht. Die gezogenen Furchen nutzt Dovedan für seine Dribblings. "Er ist der Robustere, ich bin eher so der Schleicher um ihn herum", umschreibt Dovedan das Zusammenspiel: "Da haben wir schon viel Potenzial.

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Und dann dahinter mit dem Hacki (Robin Hack, Anm. d. Red.) ist das dann schon eine Riesenqualität." Spielerisch sei man auch schon auf einem guten Weg. "Jetzt heißt es, die Fehler abzustellen, dann werden wir noch genügend Spiele gewinnen."

 

Stefan Jablonka

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