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Club-Comeback? "Für Behrens ist beim FCN immer Platz"

Klauß macht Blondschopf Mut - Mut kann der Altmeister auch brauchen - 27.10.2020 05:48 Uhr

Runter von der Bank: Hanno Behrens (rechts) will dem Club bald wieder auf dem Platz helfen.

26.10.2020 © Foto: Daniel Marr/Zink


Folge 66: Zwischen Hack und Hoffnung

Einen Tag vor seinem 30. Geburtstag bewies Hanno Behrens zum ersten Mal seine Qualitäten - als Journalist. Es war im März und Behrens schrieb in einem emotionalen Gastbeitrag für die Nürnberger Nachrichten über die sich da schon mehr als abzeichnende Corona-Krise.

Behrens war damals noch der Kapitän des 1. FC Nürnberg und fiel bereits zum wiederholten Male als einer auf, der sich kluge Gedanken macht, die über den Fußball hinausgehen. Als der Fußball nach der Wiederaufnahme des Betriebs für den Club immer ungemütlicher wurde, da wirkte es mitunter so, als würde sich Behrens zu viele Gedanken machen.

Es braucht Schuldige

Zumindest behaupteten das Menschen im Umfeld, die dann auch gleich noch wussten, dass dieser Behrens dem 1. FC Nürnberg so keine Hilfe mehr sein kann. Behrens bekam das mit, er hat es mit Gleichmut hingenommen, zumindest öffentlich. Er weiß, dass es im Fußball Schuldige braucht, wenn etwas nicht funktioniert.

Die neue Saison sollte auch für den Fußballspieler Behrens ein Neubeginn werden, eine Spielzeit der Wiederentdeckung seiner Qualitäten, die er vor allem in Nürnberg eigentlich schon ausreichend oft bewiesen hat. Es kam anders. Behrens verletzte sich in der Vorbereitung und startete nicht als Stammkraft in die Zweitliga-Spielzeit. Nur zweimal wechselte ihn Trainer Robert Klauß an den ersten drei Spieltagen ein, Behrens kam insgesamt auf gerade einmal 24 Minuten Spielzeit.

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Die letzten beiden Partien verpasste er dann wieder komplett, weil er positiv auf das Virus getestet worden war, vor dessen Gefährlichkeit er noch im März gewarnt hatte. Jetzt gilt er nach zwei negativ ausgefallenen Tests wieder als gesund - und als einer, der dann vielleicht doch wieder helfen kann.

Es fehlt der Mut

Die Probleme sind zwar noch nicht ganz so groß wie in der Vorsaison, ein bisschen bedenklich aber kommen die Nürnberger auch jetzt und nach dem 1:1 gegen den KSC wieder daher. Zwar schoss der Club am Freitag 14 Mal in Richtung Tor der Gäste, brachte aber nur drei Versuche auf das Tor. Das liegt unter anderem daran, dass es der Club vor allem aus der Distanz versuchte, was nicht der beste Ansatz ist, um Tore zu erzielen. Es fehlt der Mut, die Dinge spielerisch zu lösen. Und es fehlt jemand, der sich auch einmal hineintraut in den Strafraum – einer wie Hanno Behrens zum Beispiel.

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Bindeglied und Platzgarantie

Zumindest beschreibt ihn sein Trainer jetzt wohlwollend als einen, dessen "beste Position die 8 ist, wo er Bindeglied sein kann zwischen Abwehr und Angriff, wo er auch im Tempo Räume überbrückt, weil er sehr laufstark ist und sehr fleißig, immer wieder in die Box reingehen kann."

Dass demnächst Hanno Behrens also wieder mehr Zeit auf Zweitliga-Plätzen verbringt und seine Qualitäten zeigt, ist sehr wahrscheinlich. Oder, um es mit Robert Klauß zu sagen: "Für Hanno Behrens ist immer Platz."

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