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Club-Geflüster: Super-Schäfer und ein bisschen Terodde

Stefan Jablonka über Tage voller Lobhudelei vor der Heimspielpremiere 2016 - 10.02.2016 13:39 Uhr

Obenauf! In seiner aktuellen Form könnte Raphael Schäfer zum Mitarbeiter des Jahres avancieren. © Sportfoto Zink / DaMa


Wer wird vermisst?

Die Glücksgöttin Fortuna mit Sicherheit nicht. Auch reisefreudige Fans muss der Club nicht missen. Die Schätzungen, wie viele den Ruhmreichen beim wenig triumphalen, dafür grundglücklichen 1:0-Erfolg ins im Münchner Slang nur Double-A-Arena genannte Stadion begleitet haben, gehen weit auseinander. Mindestens 15.000 sollen es gewesen sein. Angreifer Niclas Füllkrug sprach sogar von bis zu 20.000, "wenn man die Leute, die auf der Gegengeraden waren, mitzählt". Hatte er da während des Spiels wohl Gelegenheit dazu, mmh?

Spruch der Woche

Den lieferte inmitten der ganzen verdienten Lobhudeleien für Zerberus Raphael Schäfer der bitter enttäuschte und manchmal auch ein wenig knurrige Trainer der Münchner Löwen, Benno Möhlmann. "Umso älter er wird, umso öfter lässt er sich anschießen", sagte der 61-Jährige mit einem leicht gequältem Augenzwinkern.

Mitarbeiter der Woche

Lieschen Müller. Nein, natürlich Raphael Schäfer. In seinem im Fußball beinahe biblischen Alter von 37 Jahren stellt er die weit jüngeren Herausforderer im Spätherbst, na ja, Vor-Winter seiner Karriere einmal mehr in den Schatten. Es ist ihm in dieser Form sogar zuzutrauen, zum Mitarbeiter des Monat, wenn nicht sogar des Jahres zu avancieren.

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Nervensäge der Woche

Wäre um ein Haar Sascha Mölders oder Ex-Cluberer Rubin Okotie gewesen. Doch die beiden Angreifer von 1860 München vergaben beste Torchancen und hätten sich so eigentlich wiederum fast den Titel Mitarbeiter der Woche verdient, wenn, ja wenn nicht Raphael Schäfer gewesen wäre.

Wenn das letzte Spiel ein Film gewesen wäre, hieße er:

Einer gegen alle.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Was soll besser werden?

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In jedem Fall die Defensive. Noch mal wird man nicht so viel Glück haben. Im Heimspiel am Montag gegen den VfL Bochum dürften die Fehler in der Abwehr von Toptorjäger Simon Terodde (10 Saisontore) gnadenlos bestraft werden. Also besser erst gar keine machen.

Und sonst so?

Am Montag kehrt Ex-Club-Trainer Gertjan Verbeek mit seinem aktuellen Arbeitgeber VfL Bochum an seine alte Wirkungsstätte zurück. "Es ist eine spielstarke Mannschaft, die gerade am Anfang der Saison ziemlich fit auftritt, zum Ende lassen sie aber immer auch nach", weiß Niclas Füllkrug. Dumm nur, dass die Winterpause gerade erst ein Punktspiel alt ist. Ergo, aufpassen, Club! 

Stefan Jablonka

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