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Club-Schulden verringert: Meeske übergibt mit Gewinn

FCN erwirtschaftete 2017/18 ein Plus von 2,7 Millionen Euro - 17.10.2018 19:00 Uhr

Wechselt nach Wolfsburg, hat den Club aber zuvor noch auf einen guten Weg gebracht: Michael Meeske (links). © Sportfoto Zink


Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2017/18 erwirtschaftete der Club einen satten Gewinn von 2,7 Millionen Euro. Die Schuldenlast konnte sogar um 3,4 auf 17,4 Millionen Euro verringert werden. 10,1 Millionen sind mittel- und langfristige, 7,3 Millionen kurzfristige Verbindlichkeiten.

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Das ist der neue Aufsichtsrat des 1. FC Nürnberg

Auf der Jahreshauptversammlung des 1. FC Nürnberg 2018 gingen die drei zu besetzenden Plätze im Aufsichtsrat an Peter Meier, Vorstand der Nürnberger Versicherung, und die im Kontrollgremium bereits erfahrenen Christian Ehrenberg sowie Dr. Ulrich Maly. Damit steht fest: Für Hanns-Thomas Schamel hat es diesmal nicht gereicht.


Der Abrechnungszeitraum bezieht sich auf die letzte Saison, in der nach vierjähriger Abstinenz der Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga gelungen ist. Nicht nur sportlich, auch in wirtschaftlicher Hinsicht ging es also bergauf. "Die Zahlen dokumentieren eindrucksvoll die Gesamtentwicklung des Clubs", betonte Meeske, der sich Ende des Monats in Richtung Wolfsburg verabschieden und den Stab dann endgültig an seinen Nachfolger Niels Rossow übergeben wird.

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Selfies, Lächeln und nah am Fan: Die Club-Stars auf der JHV

Alle Jahre wieder: Bei der Jahreshauptversammlung des 1. FC Nürnberg werden Bilanzen vorgestellt, Anträge diskutiert und das Wohl des fränkischen Herz- und Schmerzvereins kritisch beäugt. Mittendrin: Spieler und Verantwortliche, die sich den Mitgliedern stellen. Wir haben die Bilder dazu!


"Mit kleinen Schritten vorangekommen"

Sowohl der positive Saisonverlauf als auch "strategische Grundsatzentscheidungen" hätten sich in der Bilanz deutlich bemerkbar gemacht, so der 46-jährige, der seit September 2015 im Neuen Zabo tätig ist. In den letzten drei Jahren musste er den Mitgliedern – bedingt durch diverse Altlasten – jeweils von Verlusten in Höhe von rund zwei Millionen Euro berichten. 2017 waren es exakt 1,9 Millionen Euro Miese.

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Ernste Worte und ein Abschied: Die Club-Mitgliederversammlung

Der 1. FC Nürnberg ruft - und seine Anhänger kommen. Bei der JHV am Mittwochabend waren mehr als 1100 Mitglieder des fränkischen Bundesligisten in der Nürnberger Meistersingerhalle und stritten, diskutierten und fachsimpelten über ihr großes Anliegen: Den Club. Und für den scheidenden Finanzvorstand Michael Meeske war es ein triumphaler Abschied. Wir haben die Bilder!


"In den letzten Jahren sind wir mit kleinen Schritten vorangekommen. Diesmal waren es auch wieder viele wichtige kleine, aber auch ein paar große, die den positiven Trend sichtbar machen. Wir sind auf einem guten Weg", sagte Meeske bei der Bilanzpressekonferenz am Mittag. Er wies zudem darauf hin, dass im Zuge der Niedrigzinsphase 9,2 Millionen Euro an Krediten zu wesentlich günstigeren Konditionen umgeschuldet werden konnten. Das heißt im Klartext: Geld fließt nicht nur für Zinsen an die Bank, sondern auch für eine strukturierte Tilgung. 

Positive Tendenz dank TV-Geldern

Das so genannte negative Eigenkapital – der nicht durch Vereinsvermögen gedeckte Fehlbetrag – wurde von 7,0 auf 4,3 Millionen gesenkt. Dieser Summe stehen allerdings stille Reserven wie etwa Immobilien und Spielerwerte in deutlich höherer Größenordnung gegenüber.

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Erträge um 7,7 Millionen von 36,7 auf 44,4 Millionen Euro. Das größte Wachstum war im Bereich TV-Gelder (von 11,2 auf 16,5 Millionen) zu verzeichnen. Dieser Posten wird sich im Geschäftsjahr 2018/19 mindestens verdoppeln – der Aufstieg in die Bundesliga macht´s möglich. Bei den Spielerträgen (10,5/Vorjahr 9,3) legte der Club 2017/18 um 1,2 Millionen zu, Werbeeinnahmen (6,6/6,3) und Transfererträge (6,3/6,1) stiegen geringfügig an.

Auf der Ausgabenseite verzeichnete der 1. FCN einen Zuwachs von 38,6 auf 41,7 Millionen. Während der Personalaufwand von 12,4 auf 15,6 und der Spielaufwand von 6,5 auf 7,7 Millionen anstieg, gab man für Werbung (3,5/Vorjahr 4,5) und Transfers (2,3/3,2) weniger aus.  

Harald Büttner

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