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Clubfans prangern Polizeieinsatz in Dresden an

Fanhilfe Rot-Schwarze Hilfe prüft rechtliche Schritte nach Einsatz - 15.08.2016 21:24 Uhr

Der Gästeblock in Dresden: Clubfans berichten, dass sie es aufgrund des Polizeiaufgebotes nicht rechtzeitig zum Spiel geschafft haben. © Sportfoto Zink / DaMa


Die Rot-Schwarze Hilfe veröffentlichte am Montagabend einen Beitrag auf ihrer Seite, der mit dem Titel "Horror-Auswärtsspiel für Fans des 1. FC Nürnberg in Dresden" überschrieben ist. Demnach "hagelt es von Seiten der Clubfans ungewöhnlich viele Beschwerden". Es ist von einem "Sicherheitswahn" die Rede und "teilweise menschenunwürdiger Behandlung und Beförderung".

Die RSH bezeichnet sich selbst als übergreifende Solidaritätsgemeinschaft zur Unterstützung von Fans des 1. FC Nürnberg, die aufgrund von Ereignissen bei Clubspielen Probleme mit der Justiz bekommen haben. Neben Rechtsanwalt Ralf Peisl, der beim Club im Aufsichtsrat sitzt, und dem Nürnberger Anwalt Jahn-Rüdiger Albert vertritt auch der Jurist Marcus Ladewig die Interessen von in Schwierigkeiten geratenen Fans. In dem Beitrag kündigte die RSH an, rechtliche Schritte wegen des Polizeieinsatzes in Dresden prüfen zu wollen und bittet betroffene Fans, sich zu melden.

Vereinzelte Kritik am Umgang der Polizei mit den knapp 3000 Auswärtsfans gab es bereits unmittelbar nach dem 1:1 im Auftaktspiel des 1. FC Nürnberg bei Dynamo Dresden am 6. August. Mehrere Augenzeugen erzählten von "Repressalien" durch die Beamten oder beklagten deren hartes Durchgreifen. Aufgrund des großen Polizeiaufgebotes und der Kontrollen seien "viele der mitgereisten Fans erst zur zweiten Halbzeit ins Stadion gekommen", schrieb ein nordbayern.de-Nutzer, der nach eigenen Angaben dabei war. "Und nach dem Spiel hat es eineinhalb Stunden gedauert, bis ich aus dem Stadion zu meinem Auto durfte", so der Nutzer weiter. Was den Beamten konkret vorgeworfen wird, blieb zunächst unklar.

Die Polizei hatte im Nachgang von einem "friedlichen und sportbetonten Fußballnachmittag" gesprochen und führte den Erfolg auch auf ihre massive Präsenz zurück. Insgesamt waren fast 700 sächsische Beamte, elf aus Thüringen sowie 190 Bundespolizisten im Einsatz. Die erhöhte Alarmbereitschaft speiste sich wohl auch aus zwei Vorfällen, die sich wenige Wochen vor dem Nürnberger Gastspiel zugetragen haben. Bei einem Testspiel gegen den FSV Zwickau hatten Nürnberger Ultras FSV-Fans attackiert, bei einem weiteren Test in Hof gegen den Chemnitzer FC ist es vor dem Stadion zu einer Massenschlägerei gekommen.

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