Training abgesagt

Corona-Fall bei der Nationalelf: Fünf Spieler müssen in Quarantäne

9.11.2021, 13:59 Uhr
Schon kurz nach der Ankunft im Hotel muss Hansi Flick fünf Spieler in Quarantäne schicken.

Schon kurz nach der Ankunft im Hotel muss Hansi Flick fünf Spieler in Quarantäne schicken. © Darius Simka via www.imago-images.de

Zwei Tage vor dem ersten der beiden letzten Spiele der WM-Qualifikation muss die deutsche Nationalmannschaft einen Corona-Fall wegstecken. Wie der DFB mitteilte, ist der positiv getestete Spieler vollständig geimpft und symptomfrei und wurde sofort isoliert. Laut Bild-Informationen handelt es sich dabei um Niklas Süle.

"Diese Nachricht ist so kurz vor den abschließenden beiden Spielen in der WM-Qualifikation sehr bitter - für das Trainerteam wie für die gesamte Mannschaft. Aber die Gesundheit geht selbstverständlich vor", wird Oliver Bierhoff, Direktor Nationalmannschaften und Akademie, vom DFB zitiert. Außerdem weist Bierhoff daraufhin, dass die Hygiene- und Verhaltensregeln während der letzten beiden Länderspiele des Jahres weiter konsequent umgesetzt werden, "um auch im aktuellen Infektionsgeschehen so verantwortungsvoll wie möglich zu handeln".

Laut Bild-Informationen ist Niklas Süle der positiv Getestete.

Laut Bild-Informationen ist Niklas Süle der positiv Getestete. © Swen Pförtner, dpa

Bundestrainer Hansi Flick musste nicht nur die Mannschaftsbesprechung am Montagabend kurzfristig absagen sondern auch das geplante Training am Dienstagmorgen. Stattdessen soll es laut DFB eine individuelle Trainingseinheit im Hotel Ritz Carlton in Wolfsburg geben.

Kimmich muss in Quarantäne

Flick muss außerdem auf vier weitere Spieler im Quartier verzichten, die auf Anweisung des Gesundheitsamtes ebenfalls in Quarantäne müssen, da sie trotz negativem Test als Kontaktpersonen der Kategorie 1 eingestuft wurden. Dabei handelt es sich um Süles Münchner Teamkollegen Joshua Kimmich, Serge Gnabry und Jamal Musiala sowie um Karim Adeyemi von Red Bull Salzburg, wie der DFB bestätigte.

Vor allem die Betroffenheit von Kimmich sorgt für eine Wiederaufnahme der Impfdiskussion um den Bayernspieler. Dieser hatte im Oktober Bedenken zur Corona-Impfung geäußert und dies mit möglichen Impffolgen begründet. Dadurch rückte seine Person in eine öffentlichkeitswirksame Diskussion über nicht geimpfte Profisportler.

In der Pressekonferenz zu Beratungen des bayerischen Kabinetts über neue Corona-Maßnahmen am 9. November hatte Ministerpräsident Markus Söder den Bayern-Star in Schutz genommen, jedoch auf dessen gesellschaftliche Verantwortung verwiesen: "Joshua Kimmich ist ein großartiger Spieler. Wenn sich Kimmich impfen lassen würde, dann hätte das eine enorme Impuls- und Vorbildfunktion für viele junge Menschen."

Die DFB-Spieler haben vor den beiden anstehenden Spielen gegen Liechtenstein (Donnerstag, 20.45 Uhr) und Armenien (Sonntag, 18 Uhr) erst am Montagabend im Hotel eingecheckt.