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Das Glas der Fürther: Vielleicht doch halbvoll?

Laubenweg 60: Die Kleeblatt-Kolumne - 01.03.2021 15:04 Uhr

Zwiespältig: Fürths Coach Stefan Leitl fand, dass seine Elf in Hannover zwei Punkte verloren hatte, fand den Auftritt aber insgesamt gut.

27.02.2021 © Sportfoto Zink / Melanie Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


Punkt gewonnen? Oder Punkte verloren? An genau diesem Punkt scheiden sich oft die Geister. So auch nach dem 2:2 der Spielvereinigung Greuther Fürth bei Hannover 96 am vergangenen Samstag. War das Glas nun halbvoll? Oder doch nur halbleer?

Zweimal aufgeholt

Da waren die zwei Rückstände, die aufgeholt werden konnten. Also ganz klar: halbvoll. Da waren aber auch die vielen Chancen in der ersten Hälfte, das insgesamt überlegene Auftreten des Kleeblatts. Also ganz klar: halbleer.

Bei Cheftrainer Stefan Leitl und den Spielern, die sich hinterher äußerten, ging die Tendenz eindeutig dazu, zwei Punkte an der Leine verloren zu haben. Dabei kann man ja eigentlich gar nichts verlieren, was man zuvor nicht hatte. Hannover und Fürth spielten um drei Punkte, zum Anpfiff hatten beide einen sicher. Schließlich stand es 0:0.

Virtuell nie drei Punkte

Bei dem Ergebnis teilt man sich die Zähler, genauso wie bei einem 2:2. In Führung ging zweimal Hannover, hatte damit zwischenzeitlich zweimal zumindest virtuell drei Punkte. Fürth nie. Von dem einen, den das Kleeblatt bereits beim Anpfiff theoretisch in der Tasche hatte, war in manchen Phasen der Partie, je nach Spielstand, keiner mehr da. Obwohl Fürth die bessere Mannschaft war.

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Natürlich ist die Sichtweise bei Leitl und seinen Profis nachvollziehbar. Da war mehr drin, in Niedersachsen, gar keine Frage. Dass sie sich über das Endergebnis ärgerten, leuchtete völlig ein. Wer mehr bekommen kann, will auch mehr. Gerade dann, wenn er die Chance auf einen großen Erfolg in dieser Saison hat. Da zählt jeder Punkt doppelt, wie es auch oft so schön heißt. Und nicht geht.

Aller Ehren wert

Und doch sollte der verständliche Ärger nicht den Blick für das Positive vernebeln. Hannover galt vor der Saison als Aufstiegsaspirant. Fürth nicht. Zweimal an der Leine zurückzukommen, ist aller Ehren wert. Auch wenn man in der Tabelle vor den Niedersachsen steht. Punkt gewonnen? Oder Punkte verloren? Das ist eine rein virtuelle Angelegenheit. Fürths Glas aber war eher halbvoll als halbleer, oder?

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