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Das nächste knappe Ding! Bamberg bezwingt Mornar Bar

Moors-Schützlinge liefern sich einen offenen Schlagabtausch - 05.11.2019 22:03 Uhr

Brose Bamberg hat das nächste knappe Spiel für sich entschieden. © Nicolas Armer/dpa


Im Spiel des Gruppensechsten gegen den letzten sahen die Zuschauer über weite Teile der ersten Halbzeit einen offenen Schlagabtausch, bei dem sich keine Seite einen nennenswerten Vorteil erarbeiten konnte. Broses Offense lebte in den ersten zehn Minuten fast ausschließlich von Paris Lee und Assem Marei, die jeweils acht Punkte sammeln konnten, wohingegen der Gast aus Montenegro sein Scoring, angeführt von Ex-BBL-Star Derek Needham, auf mehrere Schultern verteilte – zur Viertelpause stand es daher folgerichtig und leistungsgerecht 18:18. 

Taylor & McLean pushen die Offensive 

In den zweiten Spielabschnitt starteten die Hausherren bärenstark. Kameron Taylor und Tre‘ McLean initiierten innerhalb der ersten drei Minuten einen 13:0-Run, den Retin Obasohan mit einem krachenden Dunk zum 31:18 abschloss. Als dann Nemanja Vranjes den Bamberger Lauf von „downtown“ stoppen konnte, kam zwar auch Mornar Bar wieder besser in Schwung, doch Brose blieb dank seiner Überlegenheit in allen statistischen Hauptkategorien und der individuellen Klasse eines Tre‘ McLean weiter mit am Drücker. Bambergs Nummer elf punktete in den zweiten zehn Minuten fast nach Belieben und markierte die Hälfte der 26-Brose-Punkte des Quarters. Zum Seitenwechsel lagen sieben Zähler zugunsten der Oberfranken zwischen den Teams (44:37). 

 Nach der Pausenansprache von Roel Moors schienen seine Mannen zum Start in die zweiten 20 Minuten noch nicht ganz bereit zu sein. Binnen kürzester Zeit hatte Derek Needham zwei Dreier im Brose-Korb versenkt und einen Alley-Oop-Dunk für Uros Lukovic aufgeöegt, wodurch die Montenegriner endgültig zurück im Spiel waren. Assem Marei und Kameron Taylor versuchten dem Geschehen zwar sofort entgegen zu wirken, doch die Jungs von Coach Mihailo Pavicevic hielten dagegen und ließen sich nicht mehr abschütteln. 

Bar kommt zurück, aber Bamberg hat Harris 

 Auf Spannung bis zum Schluss wollten es die Brose-Boys dann offensichtlich aber nicht wieder ankommen lassen, denn in der Defense wurde die Intensität deutlich erhöht. Rund viereinhalb Minuten blieb die Gastmannschaft ohne Korberfolg, ehe Brandis Raley-Ross Bambergs 6:0-Zwischenspurt durchbrechen konnte. Trotz weiterer heftigster Gegenwehr den montenegrinischen Gruppenschlusslichts – insbesondere durch Needham und Pullen – setzte das Heimteam mit den Fans im Rücken alles daran, seinen Vorsprung zu verteidigen. 

Großartig absetzen konnten sich Elias Harris & Co. aber nicht mehr – mit 74:71 ging es in die finalen 120 Sekunden. Dort, wie schon in den vorangegangenen Minuten, war Kapitän Harris Bambergs Anker im Angriff. Der Ball ging immer wieder in den Post zur Nummer 20, die zuverlässig den Ball durch die Reuse schickte. Der sogenannte „Dagger“ ging dann aber doch noch auf ein anderes Spielerkonto: Christian Sengfelder, der an diesem Abend hauptsächlich beim Rebound aktiv war, scorte 21,1 Sekunden vor dem Ende zum 81:74. Die letzten Zähler der Partie gehörten zwar dem ehemaligen Bamberger Damir Markota, doch Brose Bamberg verteidigte seinen Homecourt dieses Mal erfolgreich (81:76). 

Brose Bamberg: Marei (17 Punkte), McLean (15), K. Taylor (12), Harris (12), Lee (11), Sengfelder (4), Carrera (4), Obasohan (4), Weidemann

KK Mornar Bar: Needham (19), Pullen (19), Bjelica (12), Markota (8), Sehovic (7), Lukovic (6), Vranjes (3), Raley-Ross (2), Waller, Vujosevic, Begic

Benjamin Strüh

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