Kritik am Design ist verstummt

Das neue Wappen des TSV 1895 Burgfarrnbach

17.8.2021, 15:13 Uhr
So sieht das Sportheim

So sieht das Sportheim "Auf der Tulpe" des TSV 1895 Burgfarrnbach aus. Vereinsmitglieder haben die bisherigen Wappen und das neue (ganz oben) als Graffiti an die Wand gemalt. Das Kleeblatt links symbolisiert die Kooperation mit der SpVgg Greuther Fürth. © Holger Schraml - TSV Burgfarrnbach

Als vor ziemlich genau einem Monat die Fußballer des TSV 1895 Burgfarrnbach ihr neues Logo präsentierten, stieß das nicht überall auf Gegenliebe.


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"Wie es halt immer bei Neuerungen ist, so gab es auch hier zu Beginn ein paar kritische Stimmen, denen das neue Wappen nicht gefiel", berichtet Fußballabteilungsleiter Holger Schraml. Inzwischen habe sich aber alles wieder beruhigt.

Bei den Beweggründen für die Neugestaltung des Wappens dreht Schraml zunächst einmal das Rad der Zeit zurück: "Als 1983 der TV 1895 Burgfarrnbach und der TSV 1898 Burgfarrnbach zum TSV 1895 Burgfarrnbach fusionierten, war das Wappen zunächst gelb-blau.

Der TV war bis dato in Rot-Weiß und der TSV 1898 in Grün-Weiß mit gelber Umrandung des Wappens angetreten. Überlebt hat sozusagen der gelbe Rand und dazugekommen ist Blau als neutrale Farbe". In den 1990er-Jahren gestaltete der aktuelle Sportliche Leiter Florian Rupprecht das Wappen um; er hielt es in schlichtem Schwarz-Weiß, es hatte mit dem ursprünglichen gar nichts mehr zu tun.

Rückbesinnung auf die Geschichte

Im vergangenen Jahr haben zwei Graffiti-Künstler eine Wand des Sportheims "Auf der Tulpe" mit Bildern zur Historie des Burgfarrnbacher Fußballs verschönert. Im Zuge dieser Rückbesinnung auf die Geschichte trat auch immer mehr die Idee einer Rückkehr zu den ursprünglichen Farben zutage.

Das neue Wappen ist sozusagen gar kein vollkommen neues, sondern eher im Sinne des Mottos "Zurück zu den Wurzeln" zu verstehen. "Viele in Burgfarrnbach kennen die Anfänge nach der Fusion gar nicht oder erinnern sich nur noch vage daran", erläutert Schraml. Die Kritik sei auch ein bisschen vor diesem Hintergrund zu sehen.

Aber nach der Erläuterung der Gründe für die Neugestaltung hätten sich die Wogen schnell geglättet. "Wir als Abteilung wollten uns mit diesem Schritt einfach wieder auf die Geschichte zurückbesinnen, um die Bindung und Identifikation mit dem Verein zu stärken", so der Abteilungsleiter weiter.

Auf der genannten Rückwand mit den Graffiti zur Vergangenheit findet sich auch ein relativ neuer Hinweis auf die Rolle des TSV als Partnerverein der SpVgg Greuther Fürth. "Schon seit einigen Jahren trägt die U23 des Bundesligisten einen Großteil ihrer Heimspiele in Burgfarrnbach aus. Daraus ist auch diese Kooperation im Jugendbereich entstanden", erzählt Schraml ein bisschen stolz.

Kooperation mit der SpVgg Greuther Fürth

Es gehe dabei vor allem darum, sich zu ergänzen und nicht darum, Spieler abzugeben. Auch Miniturniere sowie Hospitationen oder Lehrgänge für das Team der Jugendtrainer erfüllen das Kooperationsprogramm mit Leben.

Abseits der Historie auf die aktuelle Situation in der Kreisliga angesprochen, mahnt Schraml zur Geduld mit den vielen jungen Spielern. Er sei dafür auch bereit, den einen oder anderen Rückschlag hinzunehmen.


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Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga gelte es auch mal "einen Schritt zurück zu machen, um in der Zukunft wieder zwei nach vorne gehen zu können". Oder ganz frei nach dem Motto: Mit neuem Wappen zurück in die Zukunft.

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