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Das war's in der Saison! Die Rastas rasieren Bamberg spät

Heimniederlage besiegelt das oberfränkische Aus im Viertelfinale - 28.05.2019 22:45 Uhr

Am Ende nur Zuschauer: Josh Youngs Rasta-Boys sorgen in Bamberg für eine wahrlich unchillige Momentaufnahme. © Sportfoto Zink / HMI


Auch wenn es jetzt vorbei ist, ist es eine Partie im Präsens. Doch jetzt einmal der Reihe nach! Obwohl die Brose-Boys mit einem Dreier von Bryce Taylor gut in die Partie starten, wird von Beginn an deutlich, dass es gegen die Defense des Tabellenvierten wieder einmal sehr schwer werden wird. Die letzten sieben Aufrechten im Aufgebot von Rasta-Coach Pedro Calles machen einmal mehr einen exzellenten Job und gestalten den Bambergern durch eine geschickte Raumaufteilung nur wenig Freiräume.

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Basta gegen Rasta: Brose Bamberg fliegt aus den Playoffs

Eigentlich hatten Bambergs beste Basketballer ja keinen Bock auf Sommerurlaub. Da das Brose-Team im Viertelfinale gegen Vechta jedoch auch in Spiel vier den Kürzeren zog, ist die ohnehin recht triste Saison für die Oberfranken beendet. Die Bilder aus Freak City? Die gibt's hier!


Zudem gehen alle Vechtaer bedingungslos zum Offensivrebound und erarbeiten sich so immer wieder zweite Wurfchancen. Kessens belebt das Rasta-Spiel Selbst tun sich die Niedersachsen allerdings auch schwer im Angriff, sodass die Hausherren über weite Teile des ersten Viertels meist knapp in Führung liegen. Erst die Einwechslung von Michael Kessens scheint Rastas Offensive zu beleben. Der Big Man ist immer anspielbereit, scort zuverlässig am Brett und greift auch bei den Rebounds ordentlich zu (bis zur Pause sammelt er drei von sieben Vechtaer Offensuvrebounds), sodass die Vechtaer 3:59 Minuten vor der ersten Viertelpause durch ihren Topscorer Austin Hollins erstmals einen Führungswechsel erzwingen können.

Über Elias Harris und Tyrese Rice setzt das Brose-Team zwar sofort zum Konter an, doch die Gäste haben - wie schon in den vorangegangenen Begegnungen - die passende Antwort parat. Bis tief ins zweite Viertel hinein laufen die Oberfranken so einem knappen Rückstand hinterher, ehe Patrick Heckmann in der 18. Spielminute mit seinem Treffer von "downtown" zum 40:38 Bambergs Schlussoffensive einläutet. Daniel Schmidt und erneut Harris erhöhen noch auf 44:38, ehe sich Vechta, auch begünstigt durch Bamberger Fehler, bis zur Pause wieder auf 42:46 herankämpfen kann.

Spiel der Läufe in Durchgang zwei

Ihren Schwung aus der Schlussphase von Durchgang eins retten die Hausherren über die Halbzeitpause und starten gut in Durchgang zwei. Wieder ist es Bryce Taylor, der den Ball – jetzt zwei Mal in Folge – von jenseits der Dreierlinie durch die Reuse jagt und Bamberg damit erstmals einen zweistelligen Vorsprung (52:42, 22. Min.) verschafft. Während Brose nun gut im Rhythmus zu sein schien, wirkt es auf der Gegenseite so, als müsse Vechta der Intensität aus den ersten drei Spielen nun Tribut zollen. Doch weit gefehlt: Das Calles-Team zeigt sich angesichts des hohen Rückstands völlig unbeeindruckt und mobilisiert letzte Kraftreserven.

Angetrieben von Austin Hollins und Michael Kessens starten die Gäste ihre Aufholjagd, gehen noch im dritten Viertel wieder selbst in Führung und bauen diese zwischenzeitlich sogar bis auf acht Zähler aus. Bamberg lässt sich in dieser Phase wieder einmal vom körperlichen Einsatz der Rasta-Jungs beeindrucken und verstrickt sich zu oft in Diskussionen mit den Unparteiischen.

Bamberg kämpft – Vechta hat den Atem

Die Fans fordern nun ihr Team auf, zu kämpfen. Augustine Rubit & Co. folgen dieser Aufforderung postwendend – 8:22 Minuten vor dem Ende der Partie dunkt Rubit zum 70:70-Unentschieden ein. Die verbleibende Spielzeit ist dann nichts für schwache Nerven: Beide Mannschaften kämpfen verbissen um den Sieg. Die Brose-Boys wollen mit aller Macht am Donnerstag in Spiel fünf gehen, die Vechtaer genau eben dieses verhindern. Beide Seiten gehen sichtlich auf dem Zahnfleisch, sodass jeder Gegentreffer doppelt schmerzt. Es bleibt bis in die Crunchtime hinein ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem sich keine Mannschaft mehr einen nennenswerten Vorteil erspielt. Mit einem Ein-Punkte-Vorsprung (83:82) geht Brose Bamberg in die finalen 120 Sekunden. Dennoch reicht es nicht zum Sieg. Die Hausherren haben ihre Nerven nicht im Griff, vertendeln ein paar Bälle oder sind zu unkonzentriert im Abschluss. In Person von Josh Young bestraft Vechta diese Fehler. 29,9 Sekunden vor dem Ende bringt der Rasta-Guard seine Farben in Führung und besiegelt den Bamberger Playoff-K.O.

Am Ende von Spiel vier steht eine 86:90-Niederlage und das 1:3 in der Viertelfinalserie - gleichbedeutend mit dem  Saison-Aus für Brose Bamberg!

Brose Bamberg: Rice (19 Punkte), Taylor (15), Rubit (14), Harris (12), Olinde (7), Stuckey (5), Schmidt (5), Zisis (4), Heckmann (3), Hickman (2) Rasta Vechta: Hollins (22), Kessens (18), Bray (15), Herkenhoff (15), Young (13), DiLeo (6), Carter (1)

Benjamin Strüh

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