Aktion in St. Josef

Deining: Wenn die Kita rennt

27.9.2021, 15:25 Uhr
Ganz weit vorne in Sachen Bewegungsförderung: Die

Ganz weit vorne in Sachen Bewegungsförderung: Die "Grünen" von der Kita St.Josef stachen beim Bambinilauf sofort ins Auge. © Mathias Hochreuther, NN

Erst standen sie brav da in ihren grünen T-Shirts, aneinandergereiht wie an der Perlenschnur. Doch als Harald Kaunz den Start-Countdown heruntergezählt hatte, war mächtig Stimmung angesagt am Deininger Sportgelände. Auf ihrer Platzrunde gaben die Kinder der Kita St. Josef ihr Bestes, am Rand standen ihnen die Eltern und weitere Verwandte in Sachen Anfeuerung in nichts nach. 28 Kinder der Deininger Kita nahmen am Bambinilauf des Cross-Duathlons teil, auch die Kita Sonnenschloss hatte sich beteiligt. Wie es dazu kam, ist einfach nur eine schöne Geschichte – und sie hat auch mit Corona zu tun.

Denn dass die Kinder im Lockdown (zu) arg ausgebremst wurden in ihrem Taten- und Bewegungsdrang, darüber sollte inzwischen Einigkeit bestehen. Die Kita St. Josef hat das abschließende Kindergartenjahr für ihre Ältesten, also die Vorschulkinder, deshalb unter das Motto „Bewegung“ gestellt.

Die Idee, am Deininger Cross-Duathlon teilzunehmen, kam nach einem Gespräch mit FC-Vorstandsmitglied Werner Steigert, wie Kita-Leiterin Kerstin Simantke berichtet. Im Kindergarten entstanden verschiedene Planungsteams, „und daraus haben sich viele tolle Ideen entwickelt, um die Kinder für das Thema Bewegung und Bambinilauf zu begeistern.“

"Hey, hey, ho - Vorschulkinder go"

Fast jeder Tag in der Kita begann fortan für Kinder und Personal mit „Morgensport“. Aufwärmen, Laufeinheiten, Tanz-, Bewegungs- und Mitmachspiele, ein eigener Motivationsruf („Hey, hey, ho –Vorschulkinder go“), gesunde Ernährung und das Vermitteln von theoretischem Wissen standen auf dem „Trainingsplan“. In der Woche vor dem Wettkampf wurde sogar extra mit den Kindern, Erziehern und Duathlon-Organisator Harald Kaunz das Sportgelände besichtigt und es fand eine, nun ja, Wettkampfbesprechung statt. „Harald Kaunz hat sich da viel Zeit genommen für die Kinder und war super hilfsbereit“, erzählt Kerstin Simantke dankbar.

Denn die Aufregung war bei den fünf- und sechsjährigen Nachwuchssportlern schon groß, hat die Kita-Leiterin festgestellt. Wichtig war den Kita-Verantwortlichen im Vorfeld vor allem eines: „Jedes teilnehmende Kind ist bereits ein Sieger“, so Simantkes Ansatz.

Auch die Eltern wurden eingebunden, erhielten für den Wettkampftag ein „Krachmacherpaket“, um lautstark anfeuern zu können. Zudem erhielt jedes Kind dank eines Sponsors ein eigens angefertigtes Duathlonshirt. „Dadurch sollte ein noch größeres Zusammengehörigkeitsgefühl bei den Kindern entstehen“, so die Hoffnung von Kerstin Simantke und Co.

Im Ziel gab es Teddybären

Ziel erreicht, durfte man am Samstag konstatieren, freudig und stolz nahmen sie nach dem Zieleinlauf die eigens angefertigten Teddybären entgegen. „Vielleicht motiviert eine solche Aktion die Kinder, beim Sport zu bleiben beziehungsweise im Verein mit dem Sport anzufangen“, sagt Simantke.

Und im Ziel gab es Plüschbären als Prämie.

Und im Ziel gab es Plüschbären als Prämie. © Mathias Hochreuther, NN

Eine Hoffnung, die auch Harald Kaunz teilt. „Das ist doch eine Win-Win-Situation für alle. Die Kinder machen Sport und bewegen sich und bei uns bleibt vielleicht der ein oder andere im Verein hängen.“ Das Bewegungsjahr für die Kinder der Deininger Kita St. Josef ist damit aber noch nicht zu Ende, das Team um Leiterin Kerstin Simantke hat noch einige Aktionen in Planung. Turn- und Tanzstunden, Bewegungsgeschichten und -spiele, Sportfest, Turnlieder, Wanderungen, Spaziergänge, Waldtage, Zusammenarbeit mit Sportvereinen – die Liste ist lang.

Es gibt schließlich einiges nachzuholen für die bewegungsfreudigen Kinder, nicht nur für jene der Deininger Kita St. Josef.

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