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Der Kleeblatt-Dirigent: Seguin gibt in Fürth den Takt vor

Der Magdeburger hat ein Faible für Kimmich und eine sehr gute Form - 29.10.2020 06:38 Uhr

Ballverteiler: Paul Seguin hat immer auch den Kopf oben, um sein Fürther Mitspieler einsetzen zu können.

28.10.2020 © Sportfoto Zink / WoZi


Na klar riskiert auch er mal einen Blick. "Man guckt schon nach den Noten, was anderes wäre gelogen", sagt Paul Seguin. Im Fachmagazin kicker sind seine Bewertungen so gut, dass er es an drei von fünf Spieltagen in die "Elf des Tages" geschafft hat. Was dem Taktgeber der SpVgg Greuther Fürth gut gefällt. "Meiner Meinung nach war ich in der letzten Saison manchmal etwas zu schlecht bewertet", erklärt der 25-Jährige, dessen Rolle sich im Vergleich zur Vorsaison etwas verändert hat.

"Ich möchte das Spiel leiten"

Seguin ist nach vorne gerückt in der Formation von Coach Stefan Leitl. Von der defensiveren Sechs auf die offensivere Acht, wo der Mittelfeldspieler noch etwas mehr Entfaltungsmöglichkeiten hat, um anzukurbeln und die Bälle zu verteilen. Eine Aufgabe, die er gerne erfüllt. "Ich möchte immer den Ball haben, möchte das Spiel leiten, das ist eine große Stärke von mir. Ich versuche mich immer anzubieten, um viele Ballkontakte zu haben", beschreibt der Magdeburger seinen Stil. Den Kopf oben, den Aufbau lenkend.

Guter Fußball ist dem Ballverteiler dabei genauso wichtig, wie seinem Trainer in Fürth. Unlängst hatte dieser nach der 0:1-Niederlage gegen den Hamburger SV gesagt, er "identifiziere sich lieber" mit einer Mannschaft die guten Fußball biete. "Ich habe immer Fußball gespielt, weil es mir Spaß gemacht hat, das ist meine Leidenschaft. Mit unserer Mannschaft habe ich Spaß. Ich sehe es wie der Trainer, lieber mutig und mit Spaß spielen als auf Zufall", pflichtet Seguin Leitl bei.

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"Wir haben klare Abläufe"

Dafür, dass nichts dem Zufall überlassen wird, ist unter anderem er da. "Wir haben klare Abläufe", so der Stratege. Wenn die alle eingehalten werden, kann Fürth so Fußball spielen, wie das zuletzt beim 3:1-Sieg in Kiel der Fall war. Dass es im Profibereich nicht alleine ums Vergnügen geht, versteht sich dabei von selbst. "Natürlich darf man die Ernsthaftigkeit nicht vergessen", unterstreicht Seguin. Wie es aber ist, wenn es nicht so viel Spaß macht, weiß er noch aus seiner Zeit in Wolfsburg. Bevor er im Januar 2019 nach Franken kam, war ihm dort die Freude abhanden gekommen. Doch das ist passé.

Interesse bei der Konkurrenz

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Als Jugendlicher hatte er täglich Training, am Wochenende ein Spiel und danach, ging er wieder mit Freunden auf den Fußballplatz. Seinen Spaß am Fußball sieht man ihm derzeit an. Auch die Konkurrenz schaut genau hin bei dem Mann, dessen Kontrakt bis 2022 läuft. Im Sommer hegte Hannover 96, der Gegner vom Sonntag (13.30 Uhr, Live-Ticker auf nordbayern.de), Interesse. Richtig nahe kam man sich nicht.

"Es gab ein bisschen Kontakt über meinen Berater, aber nichts Konkretes. Außerdem habe ich einen Vertrag und fühle mich wohl", sagt Seguin, der in der Jugend von Ronaldinho und Cristiano Ronaldo bewunderte, und jetzt gerne bei Frenkie de Jong, Joshua Kimmich oder Toni Kroos zuschaut.

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