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Der Kleeblatt-Gegner: Wiesbadens Suche nach der Effizienz

Der Aufsteiger aus Hessen kämpft wacker gegen den Abstieg - 20.02.2020 05:56 Uhr

Im gegnerischen Strafraum kennt Manuel Schäffler (links, hier gegen Regensburgs Torwart Alexander Meyer) keine Freunde. © Foto: Armin Weigel, dpa


So ist die Lage: Dass Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden gegen den Abstieg kämpfen würde, war sicherlich zu erwarten. Mit nur einem Punkt aus den ersten sieben Spielen starteten die Hessen, die am Freitag (18.30 Uhr) die SpVgg Greuther Fürth empfangen, denkbar schlecht in die Saison. Vom zweiten bis zum 19. Spieltag belegten sie einen Abstiegsplatz. Nach einem Zwischenspurt über die Jahreswende mit 1:0-Siegen in Karlsruhe und gegen Aue sowie einem Remis in Hannover kletterte das Team von Trainer Rüdiger Rehm Ende Januar erstmals wieder über den Strich. Zuletzt ging der SVWW allerdings zweimal leer aus (je 0:1 gegen Bochum und in Regensburg) und ist wieder Vorletzter.

Top & Flop: Ohne eine gewisse Effizienz würde der SV Wehen vermutlich längst das Tabellenende zieren. Doch die Kaltschnäuzigkeit, die er zu Jahresbeginn oder auch im Herbst mit den Siegen bei den Bundesligaabsteigern VfB Stuttgart (2:1) und 1. FC Nürnberg (2:0) an den Tag legte, ist zuletzt abhandengekommen. "Wir haben in der Hinrunde aus wenigen Möglichkeiten viele Tore gemacht, momentan ist es umgekehrt. In der zweiten Liga ist jedes Spiel auf Messers Schneide. Wir müssen uns auf unsere Stärken konzentrieren und wieder einmal zu Null spielen. So kommen wir aus dieser Phase wieder heraus", fordert Torwart Heinz Lindner. Gefährlich wird es für die Gegner der Wiesbadener meist bei Standards – in Hannover (2:2) beispielsweise resultierten beide Treffer aus ruhenden Bällen. Nicht zu unterschätzen ist auch die Konterstärke der Hessen, die auswärts meist in Textmarker- gelben Trikot auflaufen.

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Im Fokus: Der frühere Club-Profi Marco Kurz beförderte in seiner Zeit als Trainer beim damaligen Zweitligisten TSV 1860 München den talentierten Stürmer Manuel Schäffler von den Amateuren in den Profikader. Nach den Stationen MSV Duisburg, FC Ingolstadt und Holstein Kiel landete der gebürtige Fürstenfeldbrucker 2016 beim SV Wehen, für den er in 104 Partien 51 Tore erzielt hat. Mit zwölf Treffern belegt der 31-Jährige Platz zwei in der aktuellen Torjägerliste.

Das Hinspiel: Im Vorrundenspiel in Fürth traf Schäffler schon nach 14 Sekunden zur Wehener Führung. Kuriosität am Rande: Das bis heute schnellste Tor der Zweitligahistorie erzielte ebenfalls der SV Wehen Wiesbaden in Fürth – 2007 schon nach acht Sekunden! Am 13. September 2019 spannte das Kleeblatt seine Fans unter Flutlicht lange auf die Folter. Erst in der Schlussphase sorgten Daniel Keita-Ruel (81.) und Julian Green (90.) per Foulelfmeter für den verdienten 2:1-Arbeitssieg.

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Wer/Was ist neu? Im Oktober verpflichtete der SV Wehen den bis dato vertragslosen ehemaligen österreichischen Nationalkeeper Lindner, der mit konstant guten Leistungen zum Aufschwung nach dem schwachen Start beigetragen hat. In der Wintertransferperiode wurde Mittelfeldspieler Sydney Friede von Hertha BSC geholt.

Und sonst so? Über den 1:0-Sieg in Aue am 28. Januar konnte sich
Trainer Rüdiger Rehm nur bedingt freuen: In der 70. Minute bekam er die Gelbe Karte gezeigt – zum fünften Mal in der laufenden Saison – und musste somit als erster Trainer im deutschen Profifußball eine Gelbsperre absitzen. Die Regel, dass die Fußballlehrer nach vier "farbigen" Verwarnungen für ein Spiel auf die Tribüne müssen, wurde erst nach dem dritten Spieltag eingeführt – seine erste hatte Rehm schon vorher gesehen.

Harald Büttner

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