Samstag, 07.12.2019

|

zum Thema

Derby-Sprinter Meyerhöfer hat sich in Fürth festgespielt

Der Rechtsverteidiger machte im Ronhof unlängst eine gute Figur - 29.11.2019 07:52 Uhr

Aus der Regionalliga nach Fürth: Marco Meyerhöfer gibt beim Kleeblatt Gas. © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


Wie sehr ist die SpVgg Greuther Fürth noch ein Ausbildungsverein? Beim Frankenderby am vergangenen Wochenende stand kein einziger Spieler unter 23 Jahren in der Fürther Startelf, mit Jamie Leweling wurde ein 18 Jahre altes Eigengewächs eingewechselt.

Ein 24-jähriger Ballmagnet   

Über eine Million Euro hat die Spielvereinigung in der vergangenen Saison noch an zusätzlichen TV-Geldern kassiert - für den Einsatz von in Deutschland ausgebildeten Spielern unter 23 Jahren. "Diese Summe werden wir in diesem Jahr voraussichtlich nicht mehr erzielen. Das ist in unserer Saisonplanung aber berücksichtigt", sagt Geschäftsführer Holger Schwiewagner. Das Ziel: ein möglichst guter Tabellenplatz und damit möglichst viele reguläre TV-Gelder.

Auch Marco Meyerhöfer fällt nicht mehr unter die Regelung. Vor elf Tagen ist der Rechtsverteidiger 24 geworden. Und doch ist er ein Hoffnungsträger der Spielvereinigung, die inzwischen mehr Weiter- als Ausbildungsverein ist.

Bilderstrecke zum Thema

Caligiuri stark, Wittek fahrig - Die Einzelkritiken zum Derby-Kleeblatt

An der Einstellung hat es nicht gelegen, vor allem in der ersten Hälfte zeigten die Fürther eine engagierte Leistung. Ein Tor wollte ihnen aber - ebenso wie dem Rivalen aus Nürnberg - nicht gelingen. NZ-Redakteur Florian Pöhlmann hat die Leistungen der Kleeblatt-Spieler bewertet.


Meyerhöfer hat einen ähnlichen Weg wie Mittelfeldspieler Tobias Mohr hinter sich, kam ablösefrei vom damaligen Regionalligisten Waldhof Mannheim zum Kleeblatt. Dort war er bereits etabliert, nun soll er sich in Fürth zum gestandenen Zweitliga-Profi entwickeln.

Die Chancen scheinen gut, im Derby war Meyerhöfer einer der besten Fürther Spieler. Kein anderer hatte so viele Ballkontakte, vor allem in der Offensive war der Rechtsverteidiger mit seinen Läufen hinter die Nürnberger Abwehrreihe und im Zusammenspiel mit Branimir Hrgota ein ständiger Gefahrenherd.

"Es gilt in unserem Spiel nach vorne zu arbeiten" 

"Nadelstiche nach vorne setzen und den Gegner beschäftigen", so beschreibt er seine Aufgabe. Seine offensive Interpretation der Rolle schadete der defensiven Balance zumindest gegen Nürnberg nicht. "Es gilt in unserem Spiel, nach vorne zu arbeiten", sagt Meyerhöfer - im Derby wäre das fast aufgegangen.

Seine erste Vorlage der Saison kam nur knapp nicht zustande, weil Stürmer Daniel Keita-Ruel am Fünfmeterraum den Ball nicht mehr erreichte. Und mit einem Schuss, den Club-Torwart Felix Dornebusch entschärfte, hatte Meyerhöfer die beste Fürther Chance der zweiten Halbzeit.

Kurz nach Saisonbeginn legte ihn eine Meniskusverletzung lahm, nach seiner Rückkehr verletzte sich Konkurrent Maximilian Sauer am Knie. Der trainiert wieder mit der Mannschaft. Doch in der Form vom Sonntag muss Meyerhöfer kaum um seinen Stammplatz bangen - vor allem wenn er noch mehr Effektivität entwickelt. Daran fehlte es allen Fürthern im Derby. 

Bilderstrecke zum Thema

Unter Fürthern: "Ein untypisches Spiel für ein Derby"

Nach dem 0:0-Remis im 265. Frankenderby haben wir uns vor dem Ronhof umgehört und dabei den Kleeblatt-Fans auf den Zahn gefühlt. Wie fanden sie die Partie gegen den Nürnberger Erzrivalen? Die Antworten fielen durchwachsen aus.


2

2 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Sport