SpVgg Greuther Fürth Fans

Die Fürther Band Alpay singt schon vom Kleeblatt-Aufstieg

20.4.2021, 10:15 Uhr
Alpay (rechts) und Florian Helleken alias Flöte (links) haben sich als langjährige Kleeblatt-Fans auf einer Auswärtsfahrt nach Magdeburg kennengelernt. Dieses Bild ist das Cover der „Kleeblatt EP“, der ersten Veröffentlichung der Inklusions-Band „Alpay“.

Alpay (rechts) und Florian Helleken alias Flöte (links) haben sich als langjährige Kleeblatt-Fans auf einer Auswärtsfahrt nach Magdeburg kennengelernt. Dieses Bild ist das Cover der „Kleeblatt EP“, der ersten Veröffentlichung der Inklusions-Band „Alpay“. © Foto: Luca Ochmonek

Fußballfans sind ja musikalisch einiges gewohnt: Mal singt die Nationalelf von Frohsinn und Gemütlichkeit, mal knödelt Herbert Grönemeyer über irgendwas, was sich dreht, und mal helfen die Sportfreunde Stiller beim Zählen. Dennoch wagt die FN-Lokalsportredaktion zu sagen: So etwas wie die EP "Kleeblatt" von Alpay hat bisher noch niemand gehört.


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Das Fürther Post-Punk-Duo präsentiert hier fünf launige Songs, die Mitgröhlrefrains mit Spielberichten und Interviews vermischen. So wird im Track "Aufstieg" Trainer Stefan Leitl am Telefon befragt, und im Song "Hrogota" gibt der Kapitän der Spielvereinigung Auskunft über seine Einschätzung zu einem möglichen Gang in Liga eins.

Dahinter (oder darüber) krawallen bunte Klangteppiche und ein hartes Schlagzeug. Ganz klar: Das ist nichts für Weicheier. Aber ein großer Spaß von und für Fans. Denn hinter dem Projekt stecken zwei langjährige Kleeblatt-Liebhaber: Sänger Alpay und Schlagzeuglehrer Flöte trafen sich 2019 in einer Gruppe der Fürther Lebenshilfe für Menschen mit und ohne Behinderung – bei der Fahrt zu einem Spiel in Magdeburg. Beide hatten musikalische Vorerfahrung: Flöte alias Florian Helleken ist ein renommierter Drummer in Bands wie The Audience oder Kenneth Minor, während Alpay zusammen mit seinem Zwillingsbruder Altay in der "Blubber Blubber Band" singt.

Alpay ist eine Inklusionsband

Trotzdem dauerte es etwas, bis die beiden beschlossen, zusammen zu musizieren. "Zuerst hat uns vor allem der Fußball verbunden", erinnert sich Flöte. "Doch während der langen Pandemie-Zeit wollten wir etwas Neues probieren und haben diese Inklusionsband gegründet. Das war am Anfang gar nicht so leicht, da wir sehr unterschiedliche Arbeitsweisen und Einflüsse haben."

Der Schlüssel zum gemeinsamen Projekt war dann eine gehörige Portion Spontanität: "Wir haben uns nicht viel Gedanken über die Musik gemacht, sondern losgelegt – alles ist im Moment entstanden. Hauptsache es macht Spaß."

Dafür klingt es dann doch wieder überraschend gut: Dass etwa Stefan Leitl und Branimir Hrgota gar nicht wirklich mit den beiden gesprochen haben, sondern nur ihre Tonschnipsel aus dem Internet eingefügt wurden, fällt beim ersten Hören gar nicht auf. "Wir sind natürlich schon gespannt, ob das Kleeblatt die Platte hören wird", sagt Flöte. "Ich gehe aber schon davon aus, da die Lieder in den einschlägigen Fan-Foren bereits gut angekommen sind."


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Und wer weiß – vielleicht gibt es ja bald eine zweite Platte, bei der die Kleeblättler dann wirklich vor dem Mikro des Duos stehen. Nach dem Aufstieg.

Ab Dienstag, 20. April, 12 Uhr ist das Musikvideo zu "Du bist mein Verein" aus der "Kleeblatt EP" auf Youtube zu hören: bit.ly/3x59ONX

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