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Die Playoffs winken: Falcons feiern auch gegen Schalke

Achter Sieg in Serie bedeutet für Nürnbergs Basketballer Platz vier - 16.03.2019 21:47 Uhr

Da haben die Jungs der Nürnberger Falcons allen Grund zur Freude. Es geht in die Playoffs. © Sportfoto Zink / DaMa


Es hat ein paar Monate gedauert, bis sich herumgesprochen hat, dass man vom Nürnberger Flughafen nicht nur in den Urlaub starten kann, sondern sich alle zwei Wochen eine schöne Auszeit vom Alltag nehmen kann. Und dafür nicht einmal die eigene Klimabilanz belasten muss. Seit November tragen die Falcons ihre Heimspiele im Eventpalast aus, zu Beginn noch mit mäßigem Erfolg. Es dauerte einige Wochen, bis die Mannschaft warm geworden war mit der neuen Heimat.

Seit zwei Monaten sind Nürnbergs beste Basketballer zuhause wie auswärts nicht mehr zu stoppen, am Samstagabend machte sich das auch auf den Rängen bemerkbar. Bis auf ein paar verwaiste Plätze im Gästeblock war die Halle am Flughafen ausverkauft. Sieben Mal in Folge hatte die Mannschaft von Ralph Junge zuletzt gewonnen, der achte Sieg, so die einfache Rechnung vorab, hätte wohl den vorzeitigen Einzug in die Playoffs bedeutet.

Oehle glänzt gegen Schalke

Es wurde der achte Sieg. Weil sich die Falcons von engagierten Gästen aus Gelsenkirchen und vom eigenen wechselhaften Start nicht beeindrucken ließen und eine gute Mannschaftsleistung zeigten, bei der man höchstens Robert Oehle mit seinen 24 Punkten hervorheben musste. Mit 79:65 (14:18, 22:12, 20:20, 23:15) machte Nürnberg alle Rechenspiele überflüssig.

In das vorletzte Heimspiel der Punkterunde waren die Falcons mit ein paar Sorgen gegangen. Center Jonathan Maier hatte sich unter der Woche verletzt und konnte nur das neue rote Fanshirt auftragen, Juwan Parker war nach einem disqualifizierenden Foul in Hagen für eine weitere Partie gesperrt worden, Moritz Sanders und Marcell Pongo gingen nach ihren Verletzungspausen ohne Wettkampfrhythmus in die Begegnung gegen den Aufsteiger.

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Dass es ein zähes erstes Viertel für die Gastgeber wurde, hatte allerdings andere Gründe. Funktionierten die ersten Angriffe noch relativ reibungslos, fehlte anschließend die Ordnung im Offensivspiel. In der Verteidigung agierte Nürnberg viel zu soft. Nach achteinhalb Minuten vertraute Ralph Junge nicht mehr den Selbstheilungskräften seiner Mannschaft und bat zur Auszeit. Magere zehn Punkte hatten seine Falcons bis dahin erzielt, die Gäste immerhin 16.

Haßfurther dreht auf

Besser wurde es danach erst mit Verzögerung. Auch im zweiten Abschnitt rollten die Bälle zunächst immer wieder im letzten Augenblick aus dem Korb, beim Stand von 14:22 hatte Nils Haßfurther genug gesehen. Mit einem erfolgreichen Distanzwurf sammelte er Selbstvertrauen, es folgte ein wilder Korb aus der Mitteldistanz und ein weiterer Dreier. 22:22 stand es nach dem bemerkenswerten Haßfurther-Lauf, seine Kollegen hatten aber noch nicht genug und zogen bis auf 27:22 davon.

Bis zur Halbzeitpause (36:30) und bis zum Ende des dritten Viertels (56:50) konnte Nürnberg den Vorsprung konservieren, entschieden war aber natürlich noch lange nichts. Auch die Basketballer des FC Schalke 04 brauchten ja noch unbedingt einen Sieg, um sicher zu gehen. Genau wie die Kollegen der Fußball-Abteilung kratzen sie die ganze Saison an den Abstiegsplätzen, weil Baunach und Hanau aber noch ein ganzes Stück schwächer sind, dürfen sie sich an einer weiteren Spielzeit in der Pro A erfreuen.

Newkirk macht es Falcons lange schwer

Dass es lange Zeit eine enge Begegnung blieb, lag unter anderem daran, dass Marcell Pongo nach der Hüftprellung zu sehr an sein Alter Ego aus der Hinrunde erinnerte und sich zu viele Fehler bei der Ballverteilung leistete. Noch mehr allerdings daran, dass Schalkes Shavar Newkirk (24 Punkte) die Partie nicht frühzeitig verloren geben wollte.

Mitte des letzten Viertels war sie dennoch entschieden und der Vorsprung auf 15 Zähler angewachsen (71:56). Weil Robert Oehle konstant unter dem Korb dominierte und seine Freiwürfe mit erstaunlicher Sicherheit verwandelte. Weil Haßfurther nach einer Schaffenspause weiter hundertprozentig traf. Und weil bei den Gastgebern – im Gegensatz zu den Gästen – nahezu alle Spieler eingebunden waren. Noch mindestens zweimal kann man sich in dieser Spielzeit am Flughafen eine Auszeit gönnen.

Nürnberg: Oehle 24 Punkte, Haßfurther 14 (7 Assists), Kent 13, Wainright 8 (10 Rebounds), Schröder 8, Pongo 5, Sanders 4, Meredith 2, Gahlert 1, Omuvwie.

Sebastian Gloser Sportredakteur E-Mail

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