Dieser Club bewegt! Das ist Nürnbergs Herz- und Schmerzverein

4.5.2021, 21:11 Uhr
Schick & Fußballbegeistert: Bereits in den 1890er Jahren hatten sich einige junge Leute auf der Deutschherrnwiese spielerisch die Zeit vertrieben. Nachdem 18 von ihnen den 1. Fußballclub Nürnberg am 4. Mai 1900 in einem Wirtshaus unweit ihres Betätigungsfelds aus der Taufe gehoben hatten, konnte man stolz für die Fotografen posieren.
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Die Legende lebt...

Schick und fußballbegeistert: Schon in den 1890er Jahren hatten sich junge Leute auf der Deutschherrnwiese spielerisch die Zeit vertrieben. Nachdem 18 von ihnen den 1. Fußballclub Nürnberg am 4. Mai 1900 in einem Wirtshaus aus der Taufe gehoben haben, posierte man stolz für die Fotografen. © Archiv

In den glorreichen 20er Jahren dominierte der 1. FCN die Fußballlandschaft nahezu nach Belieben, reihte einen Meistertitel an den nächsten. Vorraussetzung hierfür war ein starker Rückhalt, den man mit dem legendären Heiner Stuhlfauth (gut an seinem grauen Pullover und der tief ins Gesicht geschobenen Schiebermütze erkennbar) hatte. Noch rund 30 Jahre nach seiner letzten Meisterschaft 1927 war Nürnbergs Torwart-Titan entsprechend einer kicker-Abstimmung der populärste Fußballer Deutschlands. Auf dem grünen Rasen war der Wirt der beliebten Sebaldusklause - etwa in fünf Endspielen ohne Gegentor - meist unüberwindbar. Verbunden war der Heiner seinem Verein stets:
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Titelwütige Torwart-Ikone

In den 20er Jahren dominierte der FCN die Fußball-Landschaft nach Belieben, reihte einen Meistertitel an den nächsten. Die Voraussetzung dafür war ein starker Rückhalt, den man mit dem legendären Heiner Stuhlfauth hatte (gut an seinem grauen Pullover und der tief ins Gesicht geschobenen Schiebermütze erkennbar). Entsprechend einer kicker-Abstimmung war Nürnbergs Torwart-Titan noch 30 Jahre nach seiner letzten Meisterschaft (1927) der populärste Fußballer Deutschlands. Auf dem Rasen war der Wirt der beliebten Sebaldusklause - in fünf Endspielen ohne Gegentor - meist unüberwindbar. Seinem Verein war Stuhlfauth stets verbunden: "Es ist ein Ehre für diese Stadt, diesen Verein und die Bewohner Nürnbergs zu spielen. Möge all dies immer bewahrt werden und der großartige 1. FC Nürnberg niemals untergehen". © Museum Industriekultur

Motiv: Club-Mittelstürmer Hans Pöschl steigt beim Endspiel 1948 oft zum Kopfball hoch und erzielte so auch den Treffer zum 2:0. Das Foto stammt aus dem Band „Die Legende vom Club“ von Bernd Siegler, Harald Kaiser und Christoph Bausenwein.
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Lufthoheit

Bis 2050 bleibt der Club mit neun Meistertiteln vor dem Erzrivalen FC Bayern Rekord-Rekordmeister - gemünzt auf die Zeitstrecke als amtierender Platzhirsch. Seine Sammlung ergänzte der FCN am 8. August 1948, als er im ersten Endspiel nach dem 2. Weltkrieg den 1. FC Kaiserslautern in Köln 2:1 bezwang. Für die Vorentscheidung sorgte per Flugkopfball Hans Pöschl, der hier sprunggewaltig in Erscheinung tritt. © Bild aus dem Band: "Die Legende vom Club" von Bernd Siegler, Harald Kaiser und Christoph Bausenwein

Max Morlock lief insgesamt 900 Mal für den Club auf und war 26 Mal für die Nationalmannschaft im Einsatz. In der historischen Clubelf ist er der Ballverteiler im Mittelfeld.
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Der König der Könige

Tore zu Wasser, zu Lande und zu Schlamm: Club-Idol Max Morlock schnürte seine Fußballschuhe mehr als 22 Jahre lang in 900 Spielen für die erste Mannschaft. Sowohl 1945 beim Start wie auch bei Abpfiff der Oberliga 18 Jahre später war der Weltmeister mit dabei: 451 Einsätze - 286 Treffer! © dpa

26.02.1962: Europapokal der Landesmeister, 1. FC Nürnberg  gegen Benfica Lissabon. Oberbürgermeister Dr. Urschlechter war mit den Repräsentanten der im Stadtrat vertretenen Fraktionen zum Empfang erschienen. Auf unserem Bild links drückte er eben Max Morlock die Hand, nachdem dem Clubkapitän vorher Blumen überreicht worden waren.
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Eine Stadt feiert seinen Helden

Gutdotierte Angebote ausländischer Vereine ließ der "Maxl", der die FCN-Offensive stetig ankurbelte, im Briefkasten. 1961 führte er Nürnbergs "junge Wilde" als 36-Jähriger zum achten Meistertitel, im Folgejahr zum Pokal-Sieg. Zwischendrin ging's aufs europäische Parkett: Nürnbergs damaliger OB Andreas Urschlechter schüttelt dem Club-Kapitän die Hand bei einem Empfang zum Thema... © Friedl Ulrich

Nürnberg, Sechziger Jahre; 1960er; 1. FC Nürnberg - Benfica Lissabon 3:1. Foto: Ulrich. Veröff. in den NN am 02.02.1962. Überschrift:
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Überraschungssieg

...Europapokal-Viertelfinale. Im schon Wochen zuvor ausverkauften Städtischen Stadion ging es gegen die Star-Elf von Benfica Lissabon. Morlock & Co. drehten ein 0:1 spektakulär in ein 3:1 und sicherten sich eine 50-Mark-Siegprämie. Der Traum vom Halbfinale platzte in Portugal, als Eusebio bei der herben 0:6-Klatsche Flacheneckers Hinspiel-Doppelpack mit ebenfalls zwei Treffern konterte.

1968 war die Meisterschale wieder und zum vorläufig letzten Mal in der Noris zu Besuch und wurde dabei im Beisein von Max Merkel und Rekord-Torjäger Heinz Strehl in einem schicken Sportflitzer durch die Gegend chaufiert . Die Vorgeschichte: Der Club war furios in die Saison gestartet und empfing als Tabellenführer am...
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Eine Triumphfahrt von neun

1968 war die Meisterschale wieder und zum vorläufig letzten Mal zu Besuch in der Noris. Im Beisein von Max Merkel und Rekord-Torjäger Heinz Strehl wurde sie im schicken Sportflitzer durch die Gegend chauffiert. Die Vorgeschichte: Der Club war furios in die Saison gestartet und empfing als Tabellenführer am... © Archiv

Jubelszene beim legendären 7:3-Heimtriumph des 1. FCN gegen die Bayern Anfang Dezember 1967! Am 16. Spieltag der Saison 67/68 schossen die Clubberer den FCB fulminant aus dem eigenen Stadion. Nürnbergs Goalgetter Franz Brungs hat eben den ersten seiner fünf Treffer gegen die chancenlosen Bayern markiert, Nationaltorwart Sepp Maier ist geschlagen. Am Ende dieser Spielzeit wurde der Club letztmals Deutscher Meister, die Bayern
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Historisches Backenfett für die Bayern

...2. Dezember 1967 bei drei Punkten Vorsprung die Bayern. Der FCN watschte die Münchner vor 65.000 frenetischen Anhängern mit 7:3 aus dem Stadion. Nürnbergs Goalgetter Franz Brungs hat eben die erste seiner fünf Buden gegen einen chancenlosen FCB gemacht, Nationaltorwart Sepp Maier ist geschlagen. © Friedl Ulrich

Fußball-Bundesligist 1. FC Nürnberg trauert um Zvezdan Cebinac (links). Der Meisterspieler von 1968 ist bereits in der Nacht zum vergangenen Samstag im Alter von 72 Jahren gestorben.
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Revolutionär: Titelträchtiges Wechselspiel

"Zick-Zack-Cebinac" donnerte es von den Rängen. Vereinzelt angestimmt, hundertfach, schließlich aus tausenden Kehlen. Der Schlachtruf galt dem Mann, der in Nürnbergs letzter Meistersaison 1967/68 auf der rechten Seite Offensivwirbel und präzise Hereingaben garantierte und Blaupausen für erfolgreiche FCN-Angriffe schuf. Sagenhafte 21 Torvorlagen standen am Saisonende für Dribbelkünstler Zvezdan Cebinac (links) zu Buche. Auf der rechten Seite abgesichert und unterstützt vom ebenfalls kranzgeschmückten Horst "Leo" Leupold etablierte Cebinac ein für den modernen Fußball wegweisendes Wechselspiel auf dem Flügel. © Schmidtpeter

Motiv: 1. FCN - Deutsche Meisterschaft 1968 - 1960er Jahre  Fußball - Nürnberg, Georg Volkert hält die Meisterschale hoch; Fans jubeln. NN v. 22.3.1969: Kann dem Club noch geholfen werden? Nach den letzten Niederlagen ist die Situation des 1. FC Nürnberg nahezu aussichtslos. Ein großer Tag für Nürnberg: der 1. FCN erringt die Meisterschaft. Jetzt sind, da der Club um den Abstieg bangen muß, alle diese stolzzen Tage vergessen. Foto: Kammler?
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Das Objekt der Begierde

In der Rückrunde schwächelte die Merkel-Truppe zwar zwischenzeitlich etwas. Doch passenderweise erneut gegen die Bayern, welche den Club erst 1987 als Rekordmeister ablösen sollten, machten die Nürnberger zum neunten Mal ihre Meisterstück - durch ein 2:0 in der Landeshauptstadt. Nationalspieler "Schorsch" Volkert stemmt die Schale in die Höhe! © Kammler

Archivfoto / Foto Schmidpeter/ Roland Fengler --------1. FC Köln - 1. FC Nürnberg - Abstieg; historisch; 1960er. Abgestiegen Luggi Müller Horst Leupold und Betreuer Röder 07.06.1969; Sport, Mann; Tränen; Trauer; Weinen. Copyright by Roland Fengler Breitenfeldstr 11 91126 Wolkersdorf Veröffentlichung nur gegen Belegexemplar und Honorar Bankverbindung Raiffeisenbank Nürnberg BLZ 76060618 Konto 705454 . Auf diesem Bild, das durch ganz Fußball-Deutschland ging, trauerte Horst Leupold (Mitte) neben Luggi Müller und Betreuer Röder vom 1. FC Nürnberg besonders intensiv.
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Unfassbar

Tränen und Triumphe liegen in der langen Vereinsgeschichte eng beisammen. Nach dem 0:3 in Köln zum Saisonabschluss 1969 war der Club als amtierender Meister abgestiegen! Horst Leupold und Luggi Müller sind restlos bedient. © NZ

Wembley in der Noris: Walitzas Treffer unter Zuhilfenahme der Unterkante der Latte zählte.
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Wembley in der Noris

Es folgte ein quälend langer Zwangsaufenthalt in der 2. Liga. Doch auch dort bekamen die Club-Fans spektakuläre Tore zu sehen. Walitzas Treffer unter Zuhilfenahme der Unterkante der Latte zählte 1976 beim 3:1-Heimerfolg gegen den FSV Mainz 05. © Rudolf Contino

Rund zwanzig Jahre, nachdem sich der Club von der glamourösen europäischen Bühne verabschiedet hatte, setzte er in der ersten Runde des UEFA-Pokals 1988/89, für welchen er sich durch Platz fünf in der zuvorliegenden Bundesliga-Saison qualifiziert hatte, ein imposantes Ausrufezeichen.
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Passgenau: Der geht rein!

Zurück in der Erstklassigkeit und rund zwanzig Jahre, nachdem er sich von der glamourösen Europa-Bühne verabschiedet hatte, setzte der Club in der ersten Runde des UEFA-Pokals 1988/89, für welchen er sich mit Platz fünf qualifiziert hatte, ein echtes Ausrufezeichen. "Sammy" Sane - seines Zeichens schnellster Stürmer der deutschen Eliteklasse - brachte den FCN beim 2:1-Sieg in der "ewigen Stadt" im September 1988 auf die Siegerstraße. Im Rückspiel zogen die Jungs vom Valznerweiher gegen den AS Rom nach Verlängerung mit 1:3 den Kürzeren. © dpa

Reiner Wirsching jubelt mit den Fans.
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Dank an die Fans

Zum Abschluss der 80er Jahre gab der Club seinen Fans schon einen kleinen Vorgeschmack auf das, was im kommenden Jahrzehnt folgen sollte! Die Saison 1988/89 beendete der FCN punktgleich mit drei weiteren Teams auf Rang 14. Einzig das Torverhältnis verhinderte einen Abstieg in Liga zwei. Reiner Wirsching, der bei seinem Debüt am 18. Spieltag gegen St. Pauli doppelt getroffen hatte, konnte mit den Fans feiern. © NN

1989: Der 1. FCN schlug im ausverkauften Frankenstadion den Meister FC Bayern mit 4:0 Toren. Nach dem Sieg feiern die Fans die Club-Profis Ulf Metschies, Joachim Philipkowski und Andreas Köpke.
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Die Bayern eingeseift!

Bevor die chaotischen 90er Jahre aber begannen, feierte der 1. FCN noch einen historischen Erfolg. Am 25.11.89 wurden die Bayern im schneebedeckten Nürnberg böse eingeseift. Thomas Brunner, Frank Türr, Ralf Dusend und Thomas Kristl hießen die Torschützen beim 4:0-Erfolg, den Ulf Metschies, Joachim Philipkowski und Andreas Köpke hernach ausgelassen bejubelten. © NN / Herbert Voll

Dieter Eckstein, der hier FC-Schlussmann Bodo Illgner - gleichbedeutend mit dem 4:0 - keine Abwehrchance lässt. war beim klaren Heimtriumph des FCN 1991 einer der Aktivposten auf Nürnberger Seite.
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Schöne Momente und fehlende Konstanz

Achter, Fünfzehnter, Siebter, Dreizehnter - noch bevor der Club zur endgültigen Fahrstuhlmannschaft wurde, suchte man Konstanz zu Beginn des neuen Jahrzehnts beim 1. FC Nürnberg vergeblich. Schöne Momente gab es dennoch: das 4:0 gegen Köln im August 1991 war so einer. Dieter Eckstein besorgte schon nach 37 Minuten gegen Nationalkeeper Bodo Illgner den späteren Endstand. © Stefan Hippel

Der letzte Ausflug nach München, der wirklich Spaß gemacht hat: Sergio Zarate behält beim 3:1-Erfolg Ende März 1992 vom Elfmeterpunkt aus gegen Raimond Aumann die Oberhand. Zuvor hatte der für Eckstein eingewechselte Christian Wück die Bayern-Führung egalisiert. Kurz vor Abpfiff machte die argentinische
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Seltener Triumph

Der bis heute letzte Ausflug nach München, der wirklich Spaß gemacht hat: 1992 siegten Doppelpacker Sergio Zarate und seine Freunde 3:1 im Olympiastadion. Schlagzeilen schrieb der Club in dieser Zeit immer häufiger neben dem Platz. Schiedsrichteraffäre, Steuerhinterziehung - der Club war eine Skandalnudel. Schatzmeister Ingo Böbel landete sogar im Gefängnis. © Werek

Club-Keeper Andreas Köpke konnte 1994, trotz eines gehaltenen Handelfmeters, den Abstieg des FCN in Dortmund nicht verhindern
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In die Knie gezwungen

Er war über viele Jahre der große Rückhalt des 1. FC Nürnberg. Andi Köpke war einer, der auch die "Unhaltbaren" parierte und dem Club auf diese Weise so manchen Zähler rettete. Verhindern konnte er den Abstieg 1994 aber auch nicht. "Über Freiburg lacht die Sonne, über Nürnberg die ganze Welt", stand auf einem Plakat, das Fans des Sportclubs auf den Rängen des Dreisamstadions präsentierten, nachdem die Breisgauer in den letzten drei Saisonspielen vier Zähler auf den Cub gutgemacht und den FCN doch noch überholt hatten - bei der alten Zwei-Punkte-Regel wohlgemerkt. © Weigert

Der Abstieg 1994 war für die Anhänger des FCN erst der Anfang von immer größer werdendem Leid. 1996 folgte der Absturz in die Drittklassigkeit. Doch unter Präsident Michael A. Roth und den Trainern Entenmann und Magath schaffte der Club den Durchmarsch von der Regionalliga zurück in die Bundesliga. Dort stand der Club nach dem vorletzten Spieltag der Saison 1998/99 auf einem augenscheinlich sicheren zwölften Rang. Während man in der Noris die große Klassenerhaltsparty plante, bereitete man sich bei den Konkurrenten aus Frankfurt, Rostock, Freiburg und Stuttgart auf den letzten Durchgang vor. Im dramatischsten Saisonfinale der Bundesligageschichte spielte sich Frankfurt gegen Kaiserslautern in einen Rausch, während Frank Baumann den Ball aus einem Meter nicht im leeren Freiburger Tor unterbrachte. Der Club war erneut abgestiegen.
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Der größte Fehlschuss der Vereinsgeschichte

Der Abstieg 1994 war für die Anhänger des FCN erst der Anfang von immer größer werdendem Leid. 1996 folgte der Absturz in die Drittklassigkeit. Doch unter Präsident Michael A. Roth und den Trainern Entenmann und Magath schaffte der Club den Durchmarsch von der Regionalliga zurück in die Bundesliga. Dort stand der Club nach dem vorletzten Spieltag der Saison 1998/99 auf einem augenscheinlich sicheren zwölften Rang. Während man in der Noris die große Klassenerhaltsparty plante, bereitete man sich bei den Konkurrenten aus Frankfurt, Rostock, Freiburg und Stuttgart auf den letzten Durchgang vor. Im dramatischsten Saisonfinale der Bundesligageschichte spielte sich Frankfurt gegen Kaiserslautern in einen Rausch, während Frank Baumann den Ball aus einem Meter nicht im Freiburger Tor unterbrachte. Der Club war erneut abgestiegen! © Roland Fengler

...sollten an diesem historischen 26. Mai 2007 dennoch Grund zum Feiern haben. Auch Mintal kehrte, obgleich mit Innenbandanriss im rechten Knie, Kniescheibenprellung und Meniskusquetschung
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Endlich wieder ein Titel

Doch nach jedem Ab gab es für den 1. FC Nürnberg auch wieder ein Auf. Der Club pendelte zwischen erster und zweiter Liga, bis im Herbst 2005 Hans Meyer das Traineramt beim am Boden liegenden Tabellenletzten von Wolfgang Wolf übernahm. Unter Meyer spielte der "Ruhmreiche" plötzlich so schön wie lange nicht und hatte dabei auch noch Erfolg. 2006 landete man auf Platz acht, 2007 sogar auf Rang sechs. Die Krönung folgte aber nach der regulären Saison in Berlin. Und zwar rauschhaft, als der 1. FC Nürnberg den deutschen Meister VfB Stuttgart in einer famosen Begegnung mit 3:2 n.V. bezwang und nach 39 titellosen Jahren den DFB-Pokal wieder mit nach Nürnberg brachte. © dpa

..., dass der Club ohne Hans Meyer den Pokal nicht geholt hätte. Als der Club von Gott und der Welt schon abgeschrieben wurde (Kandidat Peter Neururer ließ wissen, der Mannschaft sei nicht mehr zu helfen), übernahm der Trainerfuchs die in Trümmern liegende Elf aus der Noris und setzte sie schöner denn je wieder zusammen. Nürnberg stürmte die Liga und belohnte sich in Berlin mit dem Pokal.
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Gehen Sie davon aus...

..., dass der Club ohne Hans Meyer den Pokal nicht geholt hätte. Als der FCN von Gott und der Welt schon abgeschrieben wurde (Kandidat Peter Neururer ließ wissen, der Mannschaft sei nicht mehr zu helfen), übernahm der Trainerfuchs die in Trümmern liegende Elf aus der Noris und setzte sie schöner denn je wieder zusammen. Nürnberg stürmte in der Liga auf Platz 6... © dpa

26.05.2007 --- DFB-Vereinspokal --- Finale: VfB Stuttgart - 1. FC Nürnberg --- Foto: Sport-/Pressefoto Wolfgang Zink --- Jan Kristiansen jubelt nach dem Tor zum 2:3 -- hinter ihm Jan Pollak und Marco Engelhardt
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Ein Platz in den Geschichtsbüchern

...und im Pokal bis ins Finale nach Berlin, wo Jan Kristiansen die Club-Fans mit seinem Siegtor in der 109. Minute in pure Extase versetzte - der erste Titel seit 1968 war perfekt. © Wolfgang Zink

Nürnberg: In einem Auto-Corso kamen die siegreichen Clubspieler vom Flughafen zum Rathaus, wo sich die ganze Mannschaft ins Goldene Buch der Stadt eintrug. Anschließend ginmg es zur Feier mit den Fans auf den proppenvollen Hauptmarkt. 27.5.2007. Foto: Harald Sippel
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Die Stadt feiert ihre Helden

So etwas hatte die Frankenmetropole seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr erlebt. Mehr als 100.000 Menschen bereiteten den Helden von Berlin einen begeisterten Empfang. Der Weg vom Flughafen bis in die Innenstadt geriet zu einem Triumphzug, der in einer riesigen Party auf dem Hauptmarkt sein Finale fand. © Harald Sippel

Der 5. Dezember 2007 war einer seiner großen Abende. Alkmaar war im UEFA-Cup zu Gast, und der Club musste gewinnen. Bis in die Schlussphase hinein führten die Niederländer, doch dann war Mintal zweimal zur Stelle und ließ Nürnbergs Europareise weitergehen.
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Erste Runde Bukarest...

Knapp 20 Jahre war der Club der europäischen Bühne ferngeblieben - 2007 war es wieder so weit. Der Club - in der Liga auf dem absteigenden Ast - mischte Europa auf und erlebte am 5. Dezember 2007 einen der Abende, von denen man sich in Franken noch in zig Jahren erzählen wird. Publikumsliebling Marek Mintal machte aus einem 0:1-Rückstand gegen Alkmaar in der Schlussphase einen 2:1-Sieg und ebnete so den Weg für das Überstehen der UEFA-Cup-Gruppenphase. Nach den Stationen Bukarest, Everton, Alkmaar, Larisa, und St. Petersburg wiederholte sich Geschichte: das Aus kam gegen Benfica Lissabon. © Zink

Mit dem 2:0 im Relegationsrückspiel gegen Cottbus krönte der Überflieger seine überragende Saisonleistung. Mit 16 Treffern wurde Marek Mintal im Mai 2009 zum zweiten Mal Zweitligatorschützenkönig, Tor Nummer 17 war angesichts des 3:0-Hinspielsieges in der Lausitz gleichbedeutend mit der endgültigen Rückkehr ins Oberhaus.
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Relegationskönige

Die internationalen Erfolge konnte der Club in der Liga nicht bestätigen und musste einmal mehr eine Ehrenrunde im Unterhaus drehen. In der neu eingeführten Relegation setzte man sich auch dank eines Mintal-Tores aber durch und kehrte nach nur einem Jahr Abstinenz in die Deutschlands Fußball-Beletage zurück! © dpa

Eigentlich war alles angerichtet: Für das erste Heimspiel der Saison haben sich die Fans mit Sicherheit eine besondere Choreographie ausgedacht.
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Konzentriert euch bitte!

Relegation blieb auch im Jahr darauf das Stichwort. Diesmal kam der Gegner aus Augsburg und hatte genau wie die Lausitzer zwölf Monate zuvor ebenfalls keine Chance. Der Club beherzigte die Parolen seiner Fans und blieb erstklassig. © Wolfgang Zink

Mit dem Sieg gegen Schalke rückt der Club auf den zehnten Tabellenplatz vor.
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Rarität auf der Anzeigetafel

Unter Dieter Hecking zeigte die Club-Kurve wieder nach oben. Und so kam es auch vor, dass der FCN zwischenzeitlich sogar vor den Bayern stand. Klar war der Zustand nach dem Sieg gegen Schalke in der Hinrunde der Saison 2010/11 eine Momentaufnahme. Mut für die Zukunft machte diese Momentaufnahme aber allemal. © Sportfoto Zink

Die Münchner waren erwartungsgemäß hoch überlegen, hatten es aber mit einer leidenschaftlich kämpfenden Nürnberger Mannschaft zu tun. Die Club-Elf rannte sich die Lunge aus dem Leib und wurde belohnt. Nach Müllers Tor zur Gästeführung in Durchgang eins war es Youngster Ilkay Gündogan, der den Ausgleich besorgte. Dieser sollte bis zum Ende Bestand haben. Der Club zog dadurch mit Hannover gleich, blieb aber aufgrund der schlechteren Tordifferenz auf einem direkten Abstiegsplatz sitzen.
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Mit Jugendstil zum Erfolg

Junge, talentierte Spieler geben sich mittlerweile am Valznerweiher die Klinke in die Hand. Mal ausgeliehen, mal günstig gekauft. Klar, wenn ein finanzstarker Verein kommt - wie Borussia Dortmund im Fall Ilkay Gündogan (hier nach einem Tor gegen die Bayern) oder Bayer Leverkusen im Fall Philipp Wollscheid - kann der FCN nicht mithalten. Andere Möglichkeiten hat der Club auch aber ohnehin nicht - und der eingeschlagene Weg birgt Chancen. © Zink

Dank an die Fans: die Jubelkette nach dem Spiel.
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118 Jahre Treue

"Als ich noch ein ganz kleiner Bub war...", sind die ersten Zeilen eines Liedes, das von der Treue der Clubfans zu ihrem FCN handelt. Eines Liedes, das in der Nordkurve intoniert wird, wenn auf dem Platz die 60. Minute anbricht. In 118 Jahren konnte sich der "Ruhmreiche" immer auf die Unterstützung seiner Anhänger verlassen. Und das, obwohl er es ihnen beileibe nicht immer einfach gemacht hat. So auch in der jüngeren Vergangenheit, als er wieder einmal in die Zweitklassigkeit abstürzte und unter Valerien Ismael durch Provinz-Stadien irrlichterte. Ob der 1. FC Nürnberg in den nächsten 118 Jahren wieder neun Meisterschaften und vier Pokalsiege einfährt, steht in den Sternen. © Zink

20.03.2016 --- Fussball --- Saison 2015 2016 --- 2. Fussball - Bundesliga ---  27. Spieltag: 1. FC Nürnberg Nuernberg FCN - RB Rasenballsport Leipzig ---  Foto: Sport-/Pressefoto Wolfgang Zink / DaMa --- ....Jubel nach Tor zum 2:1 -  Niclas Füllkrug Fuellkrug (24, 1.FC Nürnberg / FCN ) Guido Burgstaller (9, 1.FC  Nürnberg / FCN ) - Freude / Torjubel - Torschütze: Niclas Füllkrug Fuellkrug  (24, 1.FC Nürnberg / FCN ) - Peter Gulacsi (32, RB RasenBallsport Leipzig )  enttäuscht / Enttäuschung
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Aufsteigende Form

Aktuell bemüht sich der Club ins Bundesliga-Oberhaus zurückzukehren, dorthin wo sich der FCN am wohlsten fühlt. Die Saison 2015/16 war dabei eine äußerst vorzeigbare. Besonders in der Rückrunde reihte der Club einen Erfolg an den nächsten - gleichbedeutend mit neuen Gute-Laune-Serien in der Geschichte von Nürnbergs Lieblingsverein. In der Relegation gegen Frankfurt platze dann jedoch der Traum von der Rückkehr in Deutschlands Eliteklasse. © Sportfoto Zink / DaMa

29.04.2017 --- Fussball --- Saison 2016 2017 --- 2. Fussball - Bundesliga --- 31. Spieltag: 1. FC Nürnberg Nuernberg FCN Club - VfB Stuttgart --- Foto: Sport-/Pressefoto Wolfgang Zink / JüRa --- ....Jubel Freude nach Tor zum 1:0 - Hanno Behrens (18, 1. FC Nürnberg / FCN )
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Weiter geht's

In der Anschlusssaison ging derweil ersteinmal eine Menge schief. Der Altmeister taumelte, zog in beiden Lokalvergleichen gegen Fürth den Kürzeren und belegte in der Hinserie zwischenzeitlich den letzten Platz. Doch der Club wäre nicht der Club, wenn es für ihn - unter Beweis gestellt mit einem enorm verjüngten Team - nicht auch immer wieder nach oben gehen würde. © Sportfoto Zink / JüRa

30.04.2018 --- Fussball --- Saison 2017 2018 --- 2. Fussball - Bundesliga --- 32. Spieltag: 1. FC Nürnberg Nuernberg FCN ( Club ) - BTSV Eintracht Braunschweig ( Löwen ) --- Foto: Sport-/Pressefoto Wolfgang Zink / DaMa --- ....Freude Jubel nach Spielende - Mannschaft / Team des FCN feiert jubelt Clubfan / Clubfans / FCN-Fans / Fans zu - Jubelkette / Jubelwelle
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Der Club klopft an

Denn 2017/18 präsentiert sich der Club als eine der stabilsten Mannschaften in einer sonst wilden 2. Bundesliga. Zu seinem 118. Geburtstag steht der FCN kurz vor dem Aufstieg ins Fußball-Oberhaus - sehr zur Freude der leidenschaftlichen Fans. © Sportfoto Zink / DaMa

28.04.2019 --- Fussball --- Saison 2018 2019 --- 1. Fussball - Bundesliga --- 31. Spieltag: 1. FC Nürnberg Nuernberg FCN ( Club ) - FC Bayern München FCB --- Foto: Sport-/Pressefoto Wolfgang Zink / DaMa --- DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video ---......Symbolbild Symbolfoto Feature Impression - Choreografie der Clubfan / Clubfans / FCN-Fans / Fans vor Spielbeginn - 1. FC Nürnberg
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Abstiegskampf in der Bundesliga

Den Sprung in Deutschlands höchste Spielklasse geschafft und dort direkt unter Druck. Am 119. Geburtstag steckte der Club mitten im Abstiegskampf, verpasst das Klassenerhaltwunder jedoch. Wieder in der unliebsamen Zweitklassigkeit angelangt, wurde aus dem Aufstiegsaspiranten ein Abstiegskandidat. Der Club kämpft. Gegen den sportlichen Absturz. Und gegen die Corona-Pandemie und deren Folgen. Während 2020 der rot-schwarze Klassenerhalt in allerletzter Sekunde gesichert wurde - im Relegationsrückspiel in Ingolstadt erlöste Fabian Schleusener den FCN zum denkbar spätesten Zeitpunkt, gelang dies in einer nicht wirklich sorgenfreien Folgesaison zumindest etwas früher. Alles Gute, Club!  © Sportfoto Zink / DaMa