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Doch nicht Meppen! Erleichterte FCN-Fans nach Lucky Punch

Im "Gutmann" sahen sich viele Club-Anhänger bereits in Liga drei - 11.07.2020 22:17 Uhr

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Schleusener und Fast-Schlägerei! So emotional feiert der FCN

Jubel, Trubel, Rudelbildung! In der sechsten Minute der Nachspielzeit spitzelt der eingewechselte Fabian Schleusener den Ball ins FCI-Tor und rettet den Club dadurch vor dem Absturz in die Drittklassigkeit. Noch nie wurde eine Niederlage so schön bejubelt - und hier sind die Bilder dazu!


Im "Gutmann am Dutzendteich" ist der Jubel über den Klassenverbleib am Ende riesengroß – aber noch größer scheint die Erleichterung. "Ich habe in Gedanken schon meinen Platz im Meppener Stadion gesucht", sagt Club-Anhänger Marco Schneeberger in Anspielung auf den Drittligisten aus dem Emsland. "Der Stein, der mir vom Herzen fällt, den hätte Obelix nicht tragen können", meint Sascha Samsel. Und sein Kumpel Rene vergleicht die Stimmung nach dem Schlusspfiff sogar mit dem Pokalsieg in Berlin vor 13 Jahren, als der Club, damals Bundesligist, den VfB Stuttgart mit 3:2 in der Verlängerung niederrang.

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Abstieg abgewendet: Der Last-Second-Wahnsinn des FCN in Bildern!

Unfassbar, FCN! Eine Sekunde vor dem Abstieg in die dritte Liga stochert Fabian Schleusener den FCN zum 1:3 in Ingolstadt - und erlöst dadurch eine ganze Region. Was in Ingolstadt los war? Bitteschön!


Diesmal ging es um keinen Titel, sondern lediglich darum, den Abstieg in die 3. Liga zu verhindern – dass dies in letzter Sekunde gelang, werten manche Fans auch als Ausgleich für die vielen Punkte, die man in dieser Saison in den Schlussminuten noch einbüßte. Und Ines Bromann erinnert daran, dass der Club nach vereinzelten guten Spielen in dieser Spielzeit zumeist sofort Rückschläge einstecken musste. So auch diesmal – dem 2:0-Heimerfolg gegen Ingolstadt folgt beim Auswärtsspiel zunächst eine unspektakuläre erste Halbzeit, in der es die Mannen um Kapitän Hanno Behrens aber "zu lasch" angehen ließen, wie viele Fans meinen.

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Wiesingers 97 Relegationsminuten: Chaos und Rettung in letzter Sekunde

90 Minuten an der Seitenlinie sind für einen Trainer alles andere als entspannt. Für Interims-Clubtrainer Michael Wiesinger waren die zirka 97 Minuten im zweiten Relegationsspiel seines 1. FC Nürnberg gegen den FC Ingolstadt eine emotionale Achterbahnfahrt, die wirklich in aller letzter Sekunde den nicht mehr für möglich gehaltenen Treffer von Fabian Schleusener und den damit verbundenen Last-Minute-Klassenerhalt beinhalten.


Dennoch, meint Markus Schallow, ging der FCN als "sicherer Sieger" in die zweite Hälfte. "Und dann kriegst du in gut zehn Minuten drei Tore." Als die Treffer der Ingolstädter fallen, sind die Fans im "Gutmann" fassungslos. "Die haben doch einen Sockenschuss", brüllt eine Anhängerin, ein anderer fragt sich, "wie blöd" man denn sein könne. Markus Schallow hält es nicht mehr auf seinem Platz, er tigert umher, ebenso wie Ines Bromann, die an die Kinder denkt, die enttäuscht sein werden, wenn ihr Club absteigt. "Das tut mir so leid." Doch dann sorgt Stürmer Fabian Schleusener mit dem 1:3-Anschlusstor für die Erlösung.

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Die Club-Noten: Schwache Defensive, schwache Offensive, glückliche Rettung

Mit angezogener Handbremse ging der Club in das Relegationsrückspiel und ruhte sich auf dem Sieg vom Dienstag etwas aus. Nach ihrem kuriosen Führungstreffer drehten die Schanzer dann auf und legten gleich zwei Tore nach. Der FCN war eigentlich schon abgestiegen, bis Fabian Schleusener in der allerletzten Sekunde den Ball irgendwie ins Tor bugsierte. Die enttäuschenden Leistungen der Akteure milderte der Treffer jedoch nicht.


Fahrten nach Meppen, Lübeck und Verl bleiben den Fans erspart, auch mit Traditionsklubs wie dem TSV 1860 München oder dem 1.FC Kaiserslautern muss der Club nicht die Klingen kreuzen. Aber leicht hat er es seinem Anhang in dieser Saison mal wieder nicht gemacht. "Ich bin fix und fertig", meinen viele Fans, und die Erschöpfung ist ihnen ins Gesicht geschrieben.

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Einzelkritiken nach dem Klassenerhalt: Die Abrechnung für den FCN

Dank Schleuseners Stocher-Tor rettet sich der 1. FC Nürnberg im aller letzten Moment vor dem Sturz in die Drittklassigkeit. Trotz des Jubelgrundes fallen die Noten und Kritiken von NZ-Sportredakteur Stefan Jablonka leistungsgerecht eher schlecht aus. Lediglich Erras, Ishak und Valentini kommen gut beziehungsweise glimpflich davon.


Marco Puschner

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