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Doppel-Patzer im Wildpark: Fürth verliert erstmals auswärts

Pech, Pannen, 2:3! Kleeblatt muss in Niederlage einwilligen - 08.01.2021 20:18 Uhr

Wieder drin! Auch Karlsruhes zweiter Treffer resultierte aus einem weiß-grünen Blackout.

08.01.2021 © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


Die Karlsruher traten selbstbewusst im badischen Schneeregen auf. Früh störten sie das Kleeblatt im Spielaufbau. Paul Jaeckel vertändelte auf dem rechten Flügel den Ball, Marc Lorenz nutzte die Chance, leitete weiter auf Philipp Hofmann, der Benjamin Goller bediente - und schon führten die Gastgeber mit 1:0 (2.).

Nielsen gleicht aus - Seguin vergibt vom Punkt

Nach zehn Minuten hatten sich die Fürther einigermaßen gefangen, Jamie Lewelings Flachschuss aus spitzem Winkel aber war kein Problem für KSC-Keeper Marius Gersbeck. Die Karlsruher hatten sich gut vorbereitet, sie störten den Spielaufbau der Leitl-Elf früh und stellten die Räume im Mittelfeld zu. Einzig Leweling sorgte mit seinem Tempo für Gefahr. Der 19-Jährige tänzelte auf dem rechten Flügel Philip Heise aus, über Marco Meyerhöfer und Paul Seguin rutschte der Ball auf dem nassen Rasen zu Havard Nielsen, der zum 1:1 vollstreckte (23.).

Nun schwamm Karlsruhe. Leweling setzte sich erneut auf rechts durch, Heise wusste sich nur mit einem Foul zu helfen. Doch Seguin vergab vom Elfmeterpunkt. Trotzdem jubelten die Fürther wenig später: Sebastian Ernst köpfte nach einem Eckball zum 2:1 ein (28.). Es hätte also alles ganz gut werden können, dann aber verbockte es wieder die Defensive: Jaeckel spielte einen unmöglichen Rückpass, Sascha Burchert patzte und Goller sagte ein weiteres Mal: Danke (45.+1).

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Da wäre mehr drin gewesen! Da sich das Kleeblatt in einer turbulenten ersten Hälfte in Karlsruhe jedoch zwei kapitale Aussetzer erlaubt und nach Wiederbeginn einen einst für Fürth stürmenden Torjäger nicht stoppen kann, muss die Spielvereinigung, die durch die 2:3-Niederlage in Baden den zumindest vorübergehenden Sprung auf Platz eins verpasst, die erste Auswärtsniederlage der laufenden Saison anerkennen. Bilder dazu? Gibt es natürlich auch!


Nach Wiederanpfiff ging es ebenso wackelig weiter: Maximilian Bauer verlor die Kugel am eigenen Strafraum, Hofmanns Kopfball landete anschließend in Burcherts Armen (57.). Anschließend bemühte sich das Kleeblatt, endlich Ruhe und Struktur ins Spiel zu bekommen. Trainer Stefan Leitl brachte mit Branimir Hrgota und Dickson Abiama frische Offensivkräfte. Hrgota versuchte es eine Viertelstunde vor Schluss auch gleich mit einem scharfen Distanzschuss, der knapp übers rechte obere Toreck strich. Abiama scheiterte aus spitzem Winkel an Gersbeck.

Ausgerechnet Hofmann

Doch auch der KSC gab nicht auf. Hofmann setzte sich an der Strafraumgrenze durch, spielte Doppelpass mit dem eingewechselten Malik Batmaz und netzte zum 3:2 ein (84.). Anschließend kämpfe das Kleeblatt noch für das erneute Remis, kam aber nicht mehr entscheidend vors Tor. Erstmals in dieser Saison hat die Leitl-Elf damit ein Auswärtsspiel verloren. Ihre beiden Fehler werden die Fürther daher doppelt bereuen.

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Bescherung war doch schon - auch in Baden! Der dort ansässige KSC kann sich beim Heimsieg gegen spendable Fürther trotzdem freuen, dass ihm die weiß-grünen Gäste zwei der drei Tore quasi auflegen. Tiefschlaf, Ernst und wenig Spaß - hier kommen die Einzelkritiken von Sportredakteurin Katharina Tontsch!


+++ Der Live-Ticker zum Nachleiden +++

Karlsruher SC: Gersbeck - Thiede, Bormuth, Kobald, Heise - Wanitzek (89. Groiß), Gondorf - Goller (81. Batmaz), Choi, Lorenz (75. Kother) - Hofmann

SpVgg Greuther Fürth: Burchert - Meyerhöfer, Jaeckel, Bauer, Raum - Stach - Seguin (88. Kehr), Green - Ernst (71. Hrgota) - Leweling (78. Abiama), Nielsen

Tore: 1:0 Goller (2.), 1:1 Nielsen (23.), 1:2 Ernst (28.), 2:2 Goller (45. +1), 3:2 Hofmann (84.) | Gelbe Karten: Lorenz, Heise, Gondorf - Bauer | Besonderes Vorkommnis: Gersbeck hält Foulelfmeter von Seguin (28.) | Schiedsrichter: Gerach (Landau)

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