Dienstag, 12.11.2019

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Dovedan fordert beim FCN: "Müssen kaltschnäuziger werden"

Die Chancenverwertung trennt den Club noch von den Spitzenplätzen - 16.10.2019 05:50 Uhr

Voller Einsatz für den Club, dann klappt es für Nikola Dovedan vielleicht auch mit einem Einsatz in der österreichischen Nationalmannschaft. © Sportfoto Zink / DaMa


Für Österreichs Nationalmannschaft verlief die vergangene Woche höchst erfreulich. Das Team von Trainer Franco Foda schlug am Donnerstag zunächst Israel mit 3:1 und ging auch beim 1:0 am Sonntag in Slowenien als Sieger vom Platz. Nikola Dovedan, einer von zahlreichen Österreichern in Diensten des 1. FC Nürnberg, hat am Fernseher mitgefiebert. Die Chancen, dass er zukünftige Siege der Alpenrepublik nicht mehr vom Wohnzimmer aus verfolgen muss, scheinen allerdings nicht schlecht.

"Wenn ich zwanzig Saisontore habe,..." 

"Ich war die letzten drei, vier Spiele auf Abruf und würde mich natürlich freuen, mal dabei zu sein", sagt Dovedan. Mit Spielern wie Alessandro Schöpf (FC Schalke 04) oder Valentino Lazaro (Inter Mailand) gibt es im Mittelfeld allerdings namhafte Konkurrenz. "Wenn ich zwanzig Saisontore habe, dann kommt er vielleicht nicht um mich herum", sagt der 25-Jährige an die Adresse von Nationaltrainer Foda und grinst. Drei Tore, drei Vorlagen und einige starke Auftritte hat Dovedan bislang im Club-Trikot beisteuern können. Setzt sich der Trend fort, könnten Länderspielpausen für den quirligen Mittelfeldspieler zukünftig ziemlich arbeitsreich werden.

 

Auch Aue mangelt's nicht an Selbstvertrauen 

Vorerst ist aber der bisweilen triste Alltag in Deutschlands Unterhaus angesagt. Am Freitag um 18.30 Uhr gastiert der Club bei Erzgebirge Aue - mehr Zweitliga-Realität geht kaum. Nürnbergs Coach Damir Canadi hat mit seinem Team auch in der Ligapause intensiv trainiert. "Wir haben an unserem Kombinationsspiel gearbeitet, sodass wir schneller gegen tiefstehende Gegner durchkommen - und das wollen wir gegen Aue zeigen", berichtet Dovedan. Die Sachsen spielen bisher eine starke Saison, liegen auf Tabellenplatz vier und sind zu Hause noch ungeschlagen.

Aues Höhenflug hat Dovedan so nicht erwartet, auch wenn die Veilchen schon in den vergangenen Jahren "einen gepflegten Fußball" gespielt hätten. Im stimmungsvollen Erzgebirgsstadion gelte es für den FCN "Präsenz und Körpersprache" auf den Platz zu bringen. Insgesamt, das betont auch Dovedan, ist beim Club seit Saisonbeginn eine aufsteigende Tendenz ersichtlich. "Am Anfang war es nicht so gut von uns, aber zuletzt hat man schon gesehen, was wir spielerisch zu leisten im Stande sind."

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Was fehlt dem Club dann noch dazu, ein echtes Spitzenteam zu sein? "Wir müssen vor dem Tor kaltschnäuziger werden. Wir haben gefühlt jedes Spiel sechs, sieben hundertprozentige Chancen. Wenn wir die reinmachen, gehen wir in achtzig Prozent der Spiele als Sieger vom Platz", lautet die Antwort des Österreichers. Dafür, dass der Gegner seine Chance nicht verwerten kann, soll am Freitag indes Andreas Lukse sorgen. Nach der Knieverletzung von Stammtorhüter Christian Mathenia wird er zwischen den Pfosten stehen. Die Länderspielpause hat Lukse für einen Besuch in seiner alten Heimat Vorarlberg genutzt. Am zweiten freien Tag schlenderte der Österreicher mit seiner Familie durch den Nürnberger Tiergarten.

"Es wird sich nicht allzu viel verändern für mich, man sollte sich ja auch als Nummer 2 immer so vorbereiten, als ob man spielen würde", gibt sich der 31-Jährige abgeklärt. Doch er räumt auch ein: "Es ist natürlich schon anders, wenn man weiß, dass man spielt." Einmal hütete Lukse schon das Club-Tor, im Pokalspiel gegen Ingolstadt. Den entscheidenden Treffer zum 1:0-Erfolg damals erzielte übrigens Nikola Dovedan. Liefe es wieder so, wäre Lukse sicherlich zufrieden. Und ein Anruf von Nationaltrainer Foda bei Nikola Dovedan würde sicher nicht unwahrscheinlicher. 

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