Donnerstag, 21.11.2019

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Duell der Tabellennachbarn: Bamberg zu Gast in Weißenfels

Coach Moors fordert bei dieser Standortbestimmung den zweiten Saisonsieg - 12.10.2019 14:26 Uhr

Für Brose Bamberg steht am Sonntag die nächste Partie an. © Sportfoto Zink / HMI


Beide Teams sind mit Siegen im Achtelfinale des BBL-Pokals sowie je einem Auswärtssieg und einer Heimniederlage ordentlich in den Ligabetrieb gestartet und liegen in der Tabelle punktgleich auf den Rängen sieben (MBC) und neun (Bamberg). Lediglich die bessere Korbdifferenz zugunsten der "Wölfe" sorgt für die unterschiedlichen Platzierungen. Dass die Weißenfelser aktuell die bessere Korbpunktebilanz aufweisen, haben sie ihrem Kantersieg am letzten Wochenende bei BBL-Aufsteiger Hamburg Towers zu verdanken. Angeführt von Kaza Kajami-Keane erspielte sich die Truppe des polnischen Cheftrainers Wojciech Kaminski, der, genau wie Bambergs Riel Moors, im Sommer neu in die Liga kam, einen ungefährdeten 104:83-Erfolg. Dem kanadischen Nationalspieler gelangen dabei satte 31 Punkte.

Der neue MBC – als Team zum Erfolg

Doch es war nicht nur der Kanadier, der im MBC-Dress überzeugte – vielmehr war es ein Teamerfolg, denn neben ihm punkteten noch vier weitere MBCler zweistellig. Dazu verteilte die Mannschaft 20 Assists und griff sich 36 Rebounds. Wie stark die Sachsen-Anhaltiner aufspielen können, haben die Oberfranken bereits am eigenen Leib erfahren, denn beide Mannschaften standen sich zum Ende der Pre-Season in einem letzten Test gegenüber. Auch dort wusste Kajami-Keane, der erst kurz zuvor von der WM in China nach Deutschland und seinem neuen Team kam, mit 25 Punkten zu gefallen. Brose Bamberg gewann dennoch 84:78.


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"Der MBC hatte einen guten Saisonstart, wird daher mit sehr viel Selbstbewusstsein auftreten", erwartet Bambergs belgischer Übungsleiter heftige Gegenwehr, stellt aber auch unmissverständlich klar: "Da brauchen wir nicht drumherum reden: wir wollen und müssen das Spiel gewinnen." Neben Kajami-Keane hat Roel Moors noch Jovan Novak als MBC-Schlüsselspieler ausgemacht. "Die beiden kreieren weit über die Hälfte aller Offensivaktionen. Für den Abschluss sind allerdings viele andere mit zuständig, so dass sie viele Optionen haben, auf die wir vorbereitet sein müssen."

Dass seine eigene Mannschaft ebenfalls in der Lage ist, gute Teamleistungen abzurufen, hat jüngst der große Kampf im Ligaspiel gegen Vizemeister Alba Berlin gezeigt. Final haben Kleinigkeiten und die fehlende Erfahrung den Unterschied ausgemacht, doch die Einstellung jedes einzelnen Spielers hat von Anfang bis Ende gepasst. Über 40 Minuten waren Kampf und Leidenschaft zu sehen und zu spüren, sodass die Fans zufrieden nach Hause gehen konnten. In den Social Media-Kanälen und Foren war der Tenor deshalb einstimmig: "Spiel verloren, Fans zurückgewonnen!".

Schwung mit nach Weißenfels nehmen

Darauf hat Bambergs Trainerteam, das der Mannschaft zwei freie Tage einräumte, ab Mittwoch im Training sicherlich aufgebaut. Die Mannen um Kameron Taylor, der auch gegen Berlin mit 17 Zählern seine Wichtigkeit unterstrich, müssen den Schwung aus der Berlin-Partie mit in die Stadthalle Weißenfels nehmen und dürfen sich dort nicht von der extrem lauten Atmosphäre einschüchtern lassen. Auch wenn das zweite Heimspiel des Syntainics MBC vermutlich nicht ganz ausverkauft sein wird, ist die 3000 Zuschauer fassende Arena eine der lautesten Hallen Deutschlands. Das nicht zuletzt, weil das Mikrofon des Hallensprechers immer bis zum Äußersten aufgedreht ist.

"Wir dürfen uns von der Atmosphäre nicht anstecken lassen. Sie haben gute Guards, die ruhig und besonnen ihr Spiel spielen. Wir sind aber in erster Linie auf uns fokussiert und werden von der ersten Minute an Vollgas geben", weiß auch Nelson Weidemann, der im vergangenen Jahr in der Stadthalle sein BBL-Debüt feierte, worauf es am Sonntag ankommt.

Nach der Partie in Weißenfels beginnt für Brose Bamberg in der kommenden Woche der internationale Wettbewerb. Zum Auftakt der neuen Champions League-Saison reisen die Oberfranken am Dienstag nach Prag und treffen dort am Mittwoch auf den tschechischen Serienmeister aus Nymburk.

Benjamin Strüh

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